Kapitalauszahlungssteuern

Wer Kapital aus der Pensionskasse Eine öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche juristische Person, die der Altersvorsorge und Risikoabsicherung dient. Eine Pensionskasse finanziert sich durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sowie durch Anlageerträge. Zum Pensionierungszeitpunkt kann sich der Arbeitnehmer normalerweise entscheiden, ob er eine lebenslängliche Rente oder eine einmalige Kapitalauszahlung erhalten möchte. Die Pensionskasse ist die zweite Säule des Schweizer Vorsorgesystems.
bezieht, muss darauf eine Steuer, die sogenannte Kapitalauszahlungssteuer Bei der Auszahlung von Vorsorgekapital aus der 2. oder der Säule 3a muss eine sogenannte Kapitalauszahlungssteuer bezahlt werden. Diese berechnet sich unabhängig vom restlichen steuerbaren Einkommen und Vermögen und wird in der Regel am Wohnort des Begünstigten zum Auszahlungszeitpunkt fällig. Die Steuer ist ebenfalls progressiv. Auszahlungen im gleichen Steuerjahr (in den meisten Kantonen auch von Ehepartnern) werden zusammengezählt. bezahlen.

Eigenschaften der Kapitalauszahlungssteuer

Die Kapitalauszahlungssteuer wird separat vom Einkommen berechnet. Es spielt deshalb keine Rolle, ob Sie im Bezugsjahr ein hohes oder tiefes steuerbares Einkommen ausweisen - oder anders erklärt: Wenn zwei Steuerpflichtige in der gleichen Wohngemeinde im selben Steuerjahr denselben Betrag aus der Vorsorge beziehen, zahlen sie bei identischer Konfession genau die gleiche Auszahlungssteuer, unabhängig von der Höhe ihres steuerbaren Einkommens. Genau gleich wie die Einkommenssteuer unterliegt die Auszahlungssteuer einer Progression. Die Steuerlast nimmt bei steigendem Einkommen / Vermögen nicht linear, sondern progressiv zu. Das heisst bei steigendem Einkommen / Vermögen zahlt der Steuerzahler nicht nur in Franken mehr Steuern sondern auch in Prozent. Beispiel: Einkommen 100‘000 Franken => Steuerlast 30‘000 Franken (Durchschnitt 30%); Einkommen 110‘000 Franken => Steuerlast 35‘000 Franken (Durchschnitt 31.8%). Für das zusätzliche Einkommen von 10‘000 Franken zahlt der Steuerzahler in diesem Beispiel 5‘000 Franken mehr Steuern. Er befindet sich also in einer Progression von 50%, was gleichbedeutend mit einem Grenzsteuersatz von 50% ist. Der Grenzsteuersatz gibt also an, welche Auswirkungen eine Erhöhung oder Reduktion des Steuerbaren Einkommens auf die Steuerlast des Steuerzahlers hat. Das bedeutet, dass die Steuer bei einem Betrag von beispielsweise 500'000 Franken mehr als doppelt so hoch ist wie für einen Betrag von 250'000 Franken. In den allermeisten Kantonen werden Bezüge aus der Pensionskasse mit Bezügen der Säule 3a Bildet die dritte Säule des Schweizer Vorsorgesystems (private Vorsorge). Sie soll den Arbeitnehmern eine Sparmöglichkeit mit steuerlichen Vorteilen bieten. Der einbezahlte Betrag kann vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden.
zusammengezählt, um die Progressionsstufe zu bestimmen.

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Kapitalauszahlungssteuern in verschiedenen Kantonen

Berechnungsbasis: Auszahlung mit Alter 65, unverheirateter Mann, ohne Kirchensteuer; Progression: Berechnung bei Auszahlungsbeträgen zwischen 100'000 Franken und 1'000'000 Franken; Stand 2013, Angaben ohne Gewähr

Kapitalauszahlungssteuern bei einem Betrag von...Quelle: VermögensPartner AG

Grosse Unterschiede bei Steuerlast und Progression

Die Steuerlast variiert von Wohnort zu Wohnort stark. Für die Auszahlung von 1 Million Franken zahlt man in Schaffhausen beispielsweise 67'200 Franken während es in Zürich mit 172'700 Franken über zweieinhalb Mal mehr ist. Auch die Gemeinden verlangen eine Auszahlungssteuer. Die Unterschiede auf Gemeindeebene sind in der Regel jedoch viel kleiner als bei den Kantonen. Grosse Ungleichheiten gibt es in der Ausprägung der Progression der Steuer. In Liestal zahlt man für 1 Million Franken Auszahlungskapital fast zwölf Mal mehr als für 250'000 Franken.  Neuenburg hingegen kennt fast keine Progression: Die Steuerlast ist weniger als 4.3 Mal höher (bei einem vier Mal höheren Auszahlungsbetrag). Um die Steuern an seinem Wohnort zu analysieren und mit anderen Orten zu vergleichen, sollte einerseits die absolute Höhe verglichen werden, andererseits aber auch die Zunahme der Progression bei Erhöhung des Auszahlungsbetrags.

Optimierung der Kapitalauszahlungssteuern

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, die Steuern bei einer Kapitalauszahlung in der zweiten Im Jahr 1982 wurde die erste Säule (AHV) durch die zweite Säule, die sogenannte berufliche Vorsorge, ergänzt. Geregelt ist die zweite Säule im BVG (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge). Obligatorisch in der zweiten Säule versichert ist jeder Arbeitnehmer, der ein gewisses Einkommen erzielt. Abgesichert werden in der Pensionskasse die Risiken Tod, Invalidität und Alter. Die Höhe der Beiträge, an den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligen, hängt vom Alter, Lohn, Geschlecht, der Pensionskasse und der Höhe des Einkommens ab. oder dritten Säule a zu optimieren: Durch Staffelung In Bezug auf die Steuern versteht man unter Staffelung die Verteilung von steuerlich relevanten Massnahmen auf mehrere Steuerperioden. Auf Grund des progressiven Steuersystems in der Schweiz hilft die Staffelung vielfach, Steuern einzusparen. der Auszahlungen auf verschiedene Steuerjahre oder durch Verlegen des Wohnsitzes an ein Steuerdomizil mit tieferen Auszahlungssteuern.


Ersteres lohnt sich vor allem dann, wenn die Progression hoch ist. In Liestal spart man bei einem Auszahlungsbetrag von 1 Million Franken beispielsweise fast 80‘000 Franken, wenn die Auszahlung auf zwei Steuerperioden verteilt werden kann. Folgende Situationen sind prädestiniert, um die Auszahlungen zu staffeln: Bei einer Teilpensionierung Eine Teilpensionierung bedeutet eine teilweise Frühpensionierung. Der Arbeitnehmer reduziert einige Zeit vor der definitiven Pensionierung sein Arbeitspensum. Meist kann ein Teil der Vorsorgeleistungen, ähnlich wie bei einer Frühpensionierung, bereits bezogen werden. kann in der Regel ein Teil des Kapitals ausbezahlt werden, das restliche Guthaben wird dann bei der definitiven Pensionierung ausbezahlt. Wenn Geld von der Pensionskasse auf ein Freizügigkeitskonto ausbezahlt wird, kann die Pensionskasse angewiesen werden, das Kapital auf zwei Konten zu verteilen, welche später gestaffelt bezogen werden können (z.B. bei einer Scheidung oder bei einer Frühpensionierung In der Schweiz ist das ordentliche Pensionierungsalter 64 Jahre (Frauen) beziehungsweise 65 Jahre (Männer). Wenn jemand frühzeitig aus dem Erwerbsleben austritt, spricht man von einer Frühpensionierung. Bei einer Frühpensionierung entsteht üblicherweise eine Einkommenslücke, weil die AHV erst beim ordentlichen Rentenalter ausbezahlt wird. Oftmals spricht man bei einer Frühpensionierung auch von einer vorzeitigen Pensionierung. vor dem gemäss Reglement Im Pensionskassenreglement sind die Bedingungen geregelt, die für Arbeitnehmer und die Pensionskasse gleichermassen gelten. Beitragspflicht, Umwandlungssätze für die Rente, Absicherung bei Risikofällen und vieles mehr wird im Pensionskassenreglement festgehalten. frühestmöglichen Pensionierungszeitpunkt). Bezüge für Wohneigentum WEF steht für Wohneigentumsförderung. Die Wohneigentumsförderung ist eine staatspolitische Massnahme und hat zum Ziel, dass sich mehr Leute ein Eigenheim leisten können. Im Rahmen eines WEF-Bezuges können Gelder aus der zweiten Säule und der Säule 3a frühzeitig bezogen werden, um sich die eigenen vier Wände zu finanzieren. können ebenfalls als Instrument zur Staffelung verwendet werden. Je nach Ausgangslage, gerade bei Selbständigen, gibt es weitere Möglichkeiten um eine Staffelung zu erreichen. Beziehen Sie zudem nie Geld aus der Säule 3a oder von einem Freizügigkeitskonto zusammen mit dem Pensionskassenkapital. 3a-Gelder können Sie bereits fünf Jahre vor der ordentlichen Pensionierung Männer werden mit Alter 65 und Frauen neu mit Alter 64 ordentlich pensioniert und erhalten ab diesem Zeitpunkt die ordentliche AHV-Altersrente.
beziehen. Wenn Sie auf mehrere Konten einzahlen, haben Sie bei der Staffelung noch mehr Flexibilität. Freizügigkeitsgelder können Sie ebenfalls ab fünf Jahren vor der ordentlichen Pensionierung beziehen, Sie können damit aber auch bis fünf Jahre nach der ordentlichen Pensionierung warten. Spielraum ist also bei fast jeder Ausgangslage vorhanden.


Die Möglichkeit des Wohnortwechsels ist deutlich aufwändiger und lohnt sich nur, wenn der Auszahlungsbetrag entsprechend gross ist. Vor einem Wohnortwechsel ist es empfehlenswert, sich genau zu informieren. Um wirklich Steuern zu sparen, muss der Lebensmittelpunkt an den neuen Wohnort verschoben und auch für eine bestimmte Weile dort belassen werden. Die Möglichkeit des Wohnortwechsels ist vor allem dann interessant, wenn man zum Pensionierungszeitpunkt so oder so zügeln möchte, vielleicht ins Ferienhaus oder in eine kleinere Wohnung. Dann sollte auf jeden Fall abgeklärt werden, ob man erst nach oder bereits vor der Kapitalauszahlung seinen Wohnsitz wechselt. Bei einer Wohnsitzverlegung ins Ausland gibt es ebenfalls viele Möglichkeiten zur Steuerreduktion. Mehr dazu finden Sie hier:

Kapitalauszahlungssteuern sparen beim Auswandern


Mehr Informationen zum Thema Staffelung und Steuern optimieren finden Sie hier:

Bezug der Säule 3a und StaffelungSteuertipps

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Kommentare

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Veröffentlichte Kommentare

  • 03. Mai 2018 - N.S.

    Frühpensionierung

    ich möchte mich in den nächsten Jahren frühpensionieren lassen (zw. 58-60 Jahren). Bis dahin tätige ich aus Steueroptimierungsgründen Einkäufe in meine PK. Ist es möglich, bei einer Frühpensionierung, das PK Geld - da ich es zurzeit nicht benötige - auf zwei Freizügigkeitskonti auszuzahlen und es die nächsten 3-4 Jahre dort stehen zu lassen.

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Lassen Sie sich in Ihrer Pensionskasse vorzeitig pensionieren, werden grundsätzlich die Altersleistungen (in Renten- und/oder Kapitalform) fällig, weshalb ein Übertrag des Guthabens auf eine Freizügigkeitsstiftung nicht möglich ist. Unter gewissen Voraussetzungen können Sie aber auch einen Freizügigkeitsfall verlangen und die Gelder wie geplant übertragen. Die Formalitäten und Voraussetzungen hierfür können Sie in der Regel dem Pensionskassenreglement entnehmen.

  • 18. Februar 2018 - M.S

    Kapitalauszahlungssteuer (Progression umgehen)

    Ich werde im Mai 2018 65 Jahre alt. Nun möchte ich das Pensionskassengeld auszahlen lassen. Bind Wege am suchen wie ich Steuern sparen kann. Kann ich das Pensionskassengeld aufsplitten? 1/3 dieses Jahr ausbezahlen / 1/3 auf einem Freizügigkeitskonto / 1/3 auf ein weiteres Freizügigkeitskonto. Diese 2 Frezügigkeiskonten kann ich dan in den nächsten 2-5 Jahren ebenfalls auszahlen lassen.

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Lassen Sie sich in Ihrer Pensionskasse aus Altersgründen pensionieren, ist eine teilweise Auszahlung des Guthabens grundsätzlieh nicht möglich. Einige Pensionskassen lassen aber eine Teilpensionierung mit entsprechender Kapitalabfindung zu. Mehr als zwei Kapitalabfindungen werden gemäss der aktuellen Steuerpraxis in der Regel aber nicht akzeptiert. Ob dies in Ihrem Fall auch möglich ist, können Sie dem Pensionskassenreglement entnehmen.

  • 05. Januar 2018 - H.S.

    Kapitalauszahlungssteuer auf Freizügigkeitsguthaben

    Kann ich mir von der Bank nur die Hälfte des Freizügigkeitsguthaben auszahlen lassen um die Steuer im KT. ZH zu senken.
    Habe es leider verpasst mein Kapital seinerzeit auf 2.verschiedenen Konten anzulegen um die Progression zu umgehen.

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Nein, bei einem Bezug aus Altesgründen wird das gesamte Freizügigkeitsguthaben fällig.

  • 10. Dezember 2017 - M.M.

    Pensionskassen Auszahlung Kapitalauszahlungteuer

    Ich kann bei Swisscom mit 58 frühtzeihtung pensioniren. Dann ich will Auswanderern nach Serbien und Pensionskassen auszahlen. Wird dann gerechnet Quellensteuern in Gemeiden in Sweizz wo ich wohne in diesem zeit? Mit freundlichen Grüssen Milan

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Beziehen Sie Ihr Pensionskassenguthaben nach dem Sie sich in der Schweiz abgemeldet haben, wird auf der Auszahlung eine Quellensteuer erhoben. Diese wird am Sitz der Vorsorgestiftung erhoben. Weitere Informationen zum Bezug der beruflichen Vorsorge beim Auswandern und eine Übersicht mit den Quellensteuersätzen finden Sie unter Auswandern und Bezug Pensionskassengelder.

  • 23. November 2017 - Michel

    Kapitalauszahlungssteuer

    Vor ca 15 Jahren wurde mit gesagt das die Kapitalauszahlungsteuer am Ort des Konto Quellenbesteuert wird. Ich lese das jetzt der Wohnort aber entscheidend ist. Stimmt das? Wie ist es wenn ich im Ausland domiziliert bin und Konti in verschiedene Kantone habe?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Bei Personen mit Wohnsitz Schweiz wird beim Bezug der Pensionskassengelder eine einmalige Kapitalauszahlungssteuer am Wohnort der Person erhoben. Erfolgt der Bezug der BVG-Gelder aus dem Ausland wird am Sitz der Vorsorgestiftung eine Quellensteuer erhoben.

  • 01. September 2017 - Andreas

    Vermögenssteuer nach Auszählung 2. Säule

    Wenn auf die Auszahlung der 2. Säule Kapitalauszahlungssteuer erhoben wird. Muss das Kapital ja als Vermögen in der Steuererklärung angeben werden. Dann wird ja hier wieder Vermögenssteuer fällig! Gibt es für das ausgezahlte Kapital Freibeiträge bei der Steuererklärung?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag Andreas

    Auf einer Kapitalabfindung aus dem BVG wird eine einmalige Kapitalauszahlungssteuer erhoben. Anschliessend unterliegt das Vermögen der normalen Vermögenssteuer. Einen Freibetrag für Auszahlungen aus der 2. Säule gibt es nicht.

  • 19. Juli 2017 - Martha

    Kapitalabfindung und Vermögenssteuer

    Ich habe im Jan. 2016 eine Kapitalabfindung erhalten und dafür die Kapitalabfindungs-Steuer bezahlt. Diese Summe zieht jetzt das Vermögen in der Steuererklärung 2016 in die Höhe. Muss ich auf diesen Betrag wirklich auch im 2016 Vermögenssteuern bezahlen? M.T

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag Martha

    Ja, nach der Auszahlung unterliegt das vorhandene Kapital auch der jährlichen Vermögenssteuer.  

  • 20. Juni 2017 - Andy S.

    Steuerfolgen: PK Einzahlung mit anschliessendem PK Vorbezug

    Guten Tag

    Ich hatte letztes Jahr einen sehr grossen Bonus erhalten. Um Steuern zu bezahlen habe ich einen Teil davon in die PK einbezahlt. In Zukunft werde ich wohl nicht mehr solch hohe Boni beziehen und ich spiele mit dem Gedanken, einen Teil meines Pk vermögens wieder zu beziehen, um die Hypothek abzuzahlen. Geht das vom steuerlichen Aspekt her (von PK Seite ist das möglich)? Wieviele Jahre Abstand müssen zwischen den 2 Transaktionen liegen?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Zwischen letztem Einkauf und einer späteren Kapitalauszahlung aus der Pensionskasse müssen drei Jahre verstrichen sein. Beachten Sie aber, dass Sie nach einem Pensionskassenvorbezug für die Hypothekaramortisation ein weiteres Einkaufspotential aus steuerlicher Sicht verbauen.

  • 06. Juni 2017 - T.K.

    Freizügigkeitskonto gestaffelt auflösen

    Ich bin 66 und möchte mein Freizügigkeitskonto gestaffelt über 3 Jahre auflösen (aus steuertechnischen Gründen). Ist das möglich?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Sie können Freizügigkeitsgefässe altershalber nur immer als Ganzes beziehen. Ein teilweiser Bezug eines Kontos ist nur verbunden mit der Finanzierung von Wohneigentum möglich.

  • 18. Mai 2017 - H.W.

    Zwei Pensionskassen zusammenführen?

    Habe in zwei Pensionskassen einbezahlt. Kann ich eine auslösen und das Geld (teilweise) in die andere transferieren? Diese hat nämlich einen deutlich besseren Umrechnungssatz für eine Rentenauszahlung.

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Ein reiner Transfer ist in der Regel nicht möglich. Sind Sie aufgrund eines Stellenverlusts bei einer Pensionskasse nicht mehr angeschlossen so werden diese Gelder als Freizügigkeitsleistung auf dein Freizügigkeitskonto übertragen. Unter Umständen kann es möglich sein, diese Gelder in die verbleibende Pensionskasse einzubringen. Bitte wenden Sie sich hierzu an die betroffene Vorsorgeeinrichtung.

  • 06. Mai 2017 - R.B.

    Kapitalbezugssteuer

    Wie hoch ist die Kapitalbezugssteuer (von PK Kapitalbezug) in KT. Zürich. (ca. CHF 350,000.-)

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Die Kapitalauszahlungssteuer für eine alleinstehende Person (konfessionslos) in Zürich würde sich bei einem Betrag von CHF 350‘000 Stand heute auf rund CHF 31‘300 belaufen.

  • 23. März 2017 - Beatrice

    Auszahlung 3. Säule Ehepaar

    Werden Ehepartner separat besteuert oder kumulieren sich mein Betrag und der meines Mannes, wenn wir Beträge im selben Jahr auszahlen lassen?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag Beatrice

    Die Besteuerung von Vorsorgegeldern ist kantonal geregelt und kann sich deshalb unterscheiden. In den meisten Kantonen werden aber Auszahlungen von Ehepaaren im gleichen Steuerjahr zusammengezählt und kumuliert besteuert. Zur Reduktion der Steuerbelastung empfiehlt es sich deshalb, diese Gelder nach Möglichkeit in verschiedenen Steuerperioden zu beziehen. Für eine abschliessende Antwort wende Sie sich bitte an das für Sie zuständige Steueramt.

  • 10. März 2017 - S.A.

    Kapitalbezug aus der Pensionskasse und Steuererklärung

    Müssen wir das Geld aus der Pensionskasse (haben wir ausbezahlt und versteuert) in jeder Steuererklärung deklarieren und allenfalls einen Beleg beilegen?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Im Jahr der Kapitalauszahlung müssen Sie den Vermögenszufluss aus dem Pensionskassenbezug speziell deklarieren (in der Regel unter „Kapitalleistungen aus der Vorsorge“) sowie das am Ende Jahr vorhandene Vermögen angeben. In den darauffolgenden Jahren müssen Sie lediglich noch das Vermögen deklarieren.

  • 24. Februar 2017 - Claudio

    Sparen3a und BVG

    Guten Tag
    Ich bin 58 und mache jedes Jahr eine Einzahlung in meine Pensionskasse (bis 3 Jahre vor Pensionierung). Mit 60 läuft eine Hypothek aus und ich möchte einen Teil mit einem Sparen3a-Konto amortisieren. Kann ich im gleichen Jahr ein Sparen3a Bezug für Amortisation machen und eine Einzahlung ins BVG oder wird mir dies beim Steueramt gegengerechnet?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Sie laufen Gefahr, dass das Steueramt dieses Vorgehen als Steuerumgehung taxiert und den Einkauf in die Pensionskasse nicht zum Abzug bei der Einkommenssteuer zulässt. Da die Beurteilung kantonal unterschiedlich ausfallen kann und von Ihrer individuellen Situation abhängig ist, wenden Sie sich bitte direkt an das für Sie zuständige Steueramt.

  • 31. Januar 2017 - Andi

    Auswandern - Pensionskasse ausbezahlen

    Meine Frau und ich warden in drei Jahren nach Kolumbien auswandern. Daher werde ich mein gesamtes Pensionskassenvermögen vorher auszahlen lassen, am liebsten natürlich auf ein Freizügigkeitskonto in einem Kanton, in dem die Kapitalsteuer tief ist, z. B. Appenzell Innerrohden. Wenn ich das tun möchte, muss ich dann in diesem Kanton auch meinen Wohnsitz haben? Also müsste ich vorher den Wohnsitz in den Kanton AI verlegen, um von den günstigen Steuern auf meinem Pensionskassenguthaben zu profitieren? Ich wohne gegenwärtig in Winterthur.
    Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung meiner Fragen und die Unterstützung!

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag Andi

    Solange Sie noch in der Schweiz angemeldet sind, fallen die Kapitalauszahlungssteuern auf Ihren Pensionskassengelder an Ihrem Wohnsitz (= Zürich) an. Um Ihre Steuerbelastung beim Bezug von Vorsorgekapital reduzieren zu können, müssen Sie somit Ihren Wohnsitz rechtzeitig (= vor Auszahlung der Gelder) an einen steuergünstigen Ort verlegen. Unter Kapitalauszahlungssteuern in verschiedenen Kantonen sind die Unterschiede verschiedener Wohnsitzkantone ersichtlich.

    Achtung: Beziehen Sie die Gelder erst nach der erfolgten Abmeldung in der Schweiz, wird eine Quellensteuer erhoben. Mehr zur Quellensteuer erfahren Sie unter Kapitalbezug aus der Pensionskasse bei definitivem Verlassen der Schweiz.  

  • 27. Januar 2017 - Fritz

    Freizügigkeitskonto

    Ich habe vor, meinen überobligatorischen Teil meiner PK bei meiner ordentlichen Pensionierung auszahlen zu lassen. Kann ich dieses Geld auf 2 Freizügikeitskonten überweisen lassen, da ich das Geld im Moment nicht brauche, um so die Steuern optimieren zu lassen?

    Ich habe vor, meinen überobligatorischen Teil meiner PK bei meiner ordentlichen Pensionierung auszahlen zu lassen. Kann ich dieses Geld auf 2 Freizügigkeitskonten überweisen lassen, da ich das Geld im Moment nicht brauche, um so die Steuern optimieren zu lassen?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag Fritz

    Nein, bei ordentlicher Pensionierung liegt kein Anspruch auf einen Freizügigkeitsfall vor. Ein Anspruch auf die Austrittsleistung (Freizügigkeitsfall) besteht nur, wenn der Austritt aus der Vorsorgeeinrichtung vor Eintritt eines Vorsorgefalles (Alter, Tod, Invalidität) stattfindet. Aufgrund Ihrer Pensionierung wird Ihnen die Pensionskasse deshalb das entsprechende Alterskapital als einmalige Barabfindung auszahlen.

  • 26. Januar 2017 - Detlef

    Pensionskassenkapitalbezug und AHV-Beiträge als nichterwerbstätige Person

    Hallo
    Ich habe mich vorzeitig pensionieren lassen und habe die Hälfte als Kapital bezogen. Jetzt muss ich mich bei der AHV als nicht erwerbstätig anmelden. In dem Formular habe ich gesehen das ich den Bezug dort auch angeben muss. Frage fallen da noch AHV-Abgaben auf den Vorbezug an?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Hallo Detlef

    Nein, auf dem Kapitalbezug fallen keine AHV-Beiträge an. Da Sie aber das ordentliche AHV-Alter (Männer: 65 Jahre) noch nicht erreicht haben, müssen Sie als nichterwerbstätige Person AHV-Beiträge leisten. Für die Bemessung der AHV-Beiträge als nichterwerbstätige Person sind sowohl Ihre Renteneinnahmen wie auch Ihr Vermögen (inkl. dem getätigten Kapitalbezug) massgebend. Die Höhe der AHV-Beiträge können Sie mit unserem Rechner AHV-Beiträge simulieren.

  • 19. Januar 2017 - rolf

    Welcher Kanton erhebt die Kapitalauszahlungssteuer?

    Ich wohne zur Zeit im Kanton Zürich und werde mir im September 2017 mein PK-Kapital als Kapital auszahlen lassen. Im November ziehe ich zudem in den Kanton Zug. Welcher Kanton erhebt nun die Kapitalauszahlungssteuern?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Kapitalleistungen sind in dem Kanton steuerbar, in dem der Steuerpflichtige im Zeitpunkt der Fälligkeit seinen Wohnsitz hat. Da Sie Ihr Pensionskassenkapital noch an Ihrem Wohnsitz im Kanton Zürich beziehen, ist dies auch dort zu versteuern.

  • 05. Januar 2017 - Margret

    Kapitalauszahlungssteuer

    Ich habe Ende Juli mein Freizügigkeitskonto mit 69 ausbezahlt bekommen. Bisher habe ich keine Steuerrechnung erhalten. Von meiner Bank wurde mir mitgeteilt, die Steuerrechnung käme automatisch, die Bank würde die Auszahlung melden. Könnten evtl. Zinsen anfallen für die inzwischen vergangenen Monate? Sollte ich mich melden?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag Margret

    Beziehen Sie Gelder aus der Säule 3a oder der Freizügigkeit erfolgt die Meldung an das Steueramt durch die Bank (resp. durch die Vorsorgestiftung). Das Steueramt stellt Ihnen anschliessend eine Rechnung zu. Für die Bezahlung der Steuerrechnung haben Sie 30 Tage Zeit. Erst bei Verpassen dieser Frist fallen Verzugszinsen an. Sie müssen sich somit nicht melden.

    Obwohl die Meldung an das Steueramt direkt erfolgt, müssen Sie beim Ausfüllen Ihrer Steuererklärung die Auszahlung des Freizügkeitskontos (unter „Kapitalleistungen“) deklarieren.