Einzahlen in die Säule 3a

Einzahlungsbedingungen bei der Säule 3a

Jeder, der ein AHV-pflichtiges Einkommen hat, darf in die Säule 3a Bildet die dritte Säule des Schweizer Vorsorgesystems (private Vorsorge). Sie soll den Arbeitnehmern eine Sparmöglichkeit mit steuerlichen Vorteilen bieten. Der einbezahlte Betrag kann vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden.
einzahlen. Bei Ehepaaren sind beide Ehepartner zur Einzahlung berechtigt, sofern beide ein AHV-pflichtiges Einkommen erzielen. Die Höhe der Einzahlung ist begrenzt auf folgende Beträge: Mit Pensionskassenanschluss dürfen maximal 6‘768 Franken und ohne Pensionskassenanschluss maximal 33'840 Franken aber höchstens 20% des AHV-Lohnes einbezahlt werden (Stand 2016). Personen, die über das ordentliche Rentenalter Männer werden mit Alter 65 und Frauen neu mit Alter 64 ordentlich pensioniert und erhalten ab diesem Zeitpunkt die ordentliche AHV-Altersrente.
hinaus erwerbstätig sind, dürfen noch fünf Jahre in die Säule 3a einzahlen.

Wann lohnt sich eine Einzahlung in die Säule 3a?

Viele Arbeitnehmer und Selbstständige zahlen jährlich den Maximalbetrag in die Säule 3a ein. Hauptgrund ist die Steuereinsparung im Einzahlungsjahr. Viele fragen sich, ob sich die Einzahlungen finanziell wirklich lohnen. Das ist bei weitem nicht immer der Fall. Gerade bei jüngeren Personen wird der Steuereffekt bis zur Auszahlung über viele Jahre verwässert und leistet nur einen marginalen Beitrag zur Gesamtrendite. Kommt hinzu, dass bei der Auszahlung der Säule 3a ebenfalls eine Steuer Bei der Auszahlung von Vorsorgekapital aus der 2. oder der Säule 3a muss eine sogenannte Kapitalauszahlungssteuer bezahlt werden. Diese berechnet sich unabhängig vom restlichen steuerbaren Einkommen und Vermögen und wird in der Regel am Wohnort des Begünstigten zum Auszahlungszeitpunkt fällig. Die Steuer ist ebenfalls progressiv. Auszahlungen im gleichen Steuerjahr (in den meisten Kantonen auch von Ehepartnern) werden zusammengezählt. zur Anwendung kommt. Es handelt sich zwar um eine reduzierte Steuer, die aber trotzdem nicht zu unterschätzen ist. Dem langfristigen negativen Einfluss von hohen Gebühren bei Wertschriftenlösungen und 3a-Lebensversicherungen Die gemischte Lebensversicherung verbindet einen langfristigen Vermögensaufbau mit der Möglichkeit, nahestehende Personen abzusichern. Auf die Erträge werden unter Einhaltung gewisser Bedingungen auch in der Säule 3b weder Einkommens- noch Verrechnungssteuern erhoben. Der Nachteil gemischter Lebensversicherungen ist, dass Gebühren und Rendite nicht transparent sind. Beim Abschluss einer Lebensversicherung werden in der Regel hohe Provisionen an den Aussendienst oder den Finanzberater / Vermittler bezahlt. In vielen Fällen ist es sinnvoll, nur das Risiko (z.B. Todesfallrisiko) abzusichern und den Sparteil selber bei einer Bank zu organisieren. wird zudem häufig zu wenig Beachtung geschenkt und bei der Vorsorgeberatung vielfach nicht erwähnt. Wer einzahlt, sollte die Nachsteuerrendite bei der individuellen Steuersituation kennen und genau planen. Wer beispielsweise WEF-Bezüge WEF steht für Wohneigentumsförderung. Die Wohneigentumsförderung ist eine staatspolitische Massnahme und hat zum Ziel, dass sich mehr Leute ein Eigenheim leisten können. Im Rahmen eines WEF-Bezuges können Gelder aus der zweiten Säule und der Säule 3a frühzeitig bezogen werden, um sich die eigenen vier Wände zu finanzieren. in den gesetzlich zulässigen Abständen tätigt, kann die Rendite deutlich erhöhen und Gelder frühzeitig beziehen. Weiter sollten immer verschiedene 3a-Lösungen miteinander verglichen werden. Wie Sie herausfinden können, ob sich 3a-Einzahlungen in Ihrer Situation lohnen, erfahren Sie in einer Analyse der VermögensPartner AG:

Analyse: Lohnt sich eine Einzahlung in die Säule 3a?

Steuereffekt bei Einzahlungen in die Säule 3a

Einzahlungen in die Säule 3a sind nur interessant, weil dadurch die Steuerlast im Einzahlungsjahr reduziert werden kann. Je höher das Einkommen ist, desto grösser ist der Steuerspareffekt. Verantwortlich dafür ist das progressive Die Steuerlast nimmt bei steigendem Einkommen / Vermögen nicht linear, sondern progressiv zu. Das heisst bei steigendem Einkommen / Vermögen zahlt der Steuerzahler nicht nur in Franken mehr Steuern sondern auch in Prozent. Beispiel: Einkommen 100‘000 Franken => Steuerlast 30‘000 Franken (Durchschnitt 30%); Einkommen 110‘000 Franken => Steuerlast 35‘000 Franken (Durchschnitt 31.8%). Für das zusätzliche Einkommen von 10‘000 Franken zahlt der Steuerzahler in diesem Beispiel 5‘000 Franken mehr Steuern. Er befindet sich also in einer Progression von 50%, was gleichbedeutend mit einem Grenzsteuersatz von 50% ist. Der Grenzsteuersatz gibt also an, welche Auswirkungen eine Erhöhung oder Reduktion des Steuerbaren Einkommens auf die Steuerlast des Steuerzahlers hat. Steuersystem in der Schweiz. Bei höherem Einkommen steigt der Grenzsteuersatz: Der Grenzsteuersatz gibt an, in welcher Steuerprogression sich der Steuerzahler befindet. Ein Grenzsteuersatz von 35% auf die letzten 1'000 Franken bedeutet zum Beispiel, dass die Steuerrechnung um 350 Franken zunimmt, wenn der Steuerzahler sein steuerbares Einkommen um 1'000 Franken erhöhen kann. Bei der Optimierung der Steuersituation ist der Grenzsteuersatz der wichtigste Parameter.

Grafik: Steuereffekt bei Einzahlungen in die Säule 3a©VermögensPartner AG


In Jahren mit einem tiefen steuerbaren Einkommen lohnen sich Einzahlungen in die Säule 3a meist nur für Personen, die kurz vor der Pensionierung Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Das ordentliche Pensionierungsalter beträgt bei Frauen 64 Jahre, bei Männern 65 Jahre. Bei der Pensionierung ändert sich die Einkommens- und Vermögenssituation: Das Berufseinkommen (Lohn) wird durch die AHV- und Pensionskassenrente (oder Kapitalauszahlung) ersetzt und andere Vorsorgegelder (z.B. Säule 3a) müssen in das übrige Vermögen integriert werden. Eine Pensionierung vor- oder nach dem ordentlichen Pensionierungsalter ist in der Schweiz dank des flexiblen Rentenalters möglich. stehen oder die einbezahlten 3a-Gelder aus einem anderen Grund bald beziehen (können). Wer nicht ein regelmässiges Einkommen erzielt, sollte sich vor jeder Einzahlung überlegen, ob sich der Beitrag im entsprechenden Steuerjahr finanziell lohnt. Diese Flexibilität hat man nur mit einer 3a-Lösung bei einer Bank. Dass bei Versicherungen jedes Jahr derselbe Betrag einbezahlt werden muss, ist neben der tiefen Rendite Prozentuale Wertveränderung einer Anlage über einen bestimmten Zeitraum.
und der hohen Kosten einer der Hauptnachteile bei 3a-Versicherungen.


Fazit: Einzahlungen in die Säule 3a können sich tatsächlich lohnen. Je nach Ausgangslage sind sogar zweistellige Nachsteuerrenditen möglich. Lange nicht bei jeder Ausgangslage sind Beiträge jedoch empfehlenswert. Daher ist gut beraten, wer sich genau informiert und die Vor- und Nachteile genau abwägt.

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Kommentare

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Veröffentlichte Kommentare

  • 18. März 2018 - Thomas

    Säule 3a

    Ich bin 60 Jahre und angestellt. Ich will mich per Ende Januar 2019 pensionieren lassen. Ich arbeite im 2019 also noch einen Monat. Kann ich 2019 noch die vollen 6768 Franken in die Säule 3a einzahlen?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Grundsätzlich ist dies möglich. Wichtig ist, dass Sie die Einzahlung vor der Pensionierung tätigen. Je nach steuerbarem Einkommen müssen Sie jedoch überprüfen ob eine Einzahlung auch sinnvoll ist.

  • 10. Dezember 2017 - A.N.

    3. Säule

    Ich bin 55 Jahre alt, habe seit April die Aufenthaltsgenehmigung B und Einkommen von ca. 55‘000 Franken. Lohnt es sich für mich noch in die 3. Säule einzuzahlen?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Die Säule 3a Beiträge können direkt dem steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden. Die Steuerersparnis ist abhängig von Ihrem Grenzsteuersatz. Da die Auszahlung der Vorsorgegelder zu einem tieferen Satz besteuert wird, lohnt sich in der Regel eine Einzahlung in die Säule 3a, sofern die finanzielle Situation dies zulässt. Bitte beachten Sie dass diese Vorsorgegelder grundsätzlich frühestens 5 Jahre vor Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters bezogen werden können.

  • 10. Dezember 2017 - R.W.

    Säule 3a

    Meine Frau wird im März 2018 pensioniert, arbeitet aber noch ein bisschen weiter. Darf Sie deshalb weiterhin Einzahlungen in ihr 3a-Konto vornehmen, auch wenn ihr Einkommen gering und deshalb nicht AHV-pflichtig ist, oder geht das nur, wenn sie ein AHV-pflichtiges Einkommen erzielt?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Grundsätzlich kann Ihre Frau nur in die Säule 3a einzahlen wenn Sie ein AHV pflichtiges Einkommen erwirtschaftet. Liegt das Einkommen ab Pensionierung unter der Freigrenze von CHF 1‘400 pro Monat so müssen darauf keine AHV Beiträge geleistet werden. Somit besteht hier streng genommen kein AHV-pflichtiges Einkommen. In solchen Fällen kommt jedoch eine Spezialregel zur Anwendung welche es erlaubt auch in diesen Fällen Beiträge in die Säule 3a zu leisten. Die Höhe des maximalen Betrags richtet sich danach ob weiterhin ein Pensionskassenanschluss vorhanden ist oder nicht.

  • 16. Oktober 2017 - Michi

    Begrenzte Zeit in der Schweiz

    Ich bin eine begrenzte Zeit in der Schweiz (2-3 Jahre). Nachher werde ich in der EU leben aber wahrscheinlich für eine schweizerische Firma weiterarbeiten. Ich habe ein Einkommen von CHF 100‘000. Nach Ihrer Grafik lohnt es sich in 3. Säule wegen der Steuerbegünstigung einzuzahlen. Ist das aber auch in meinem Fall vom Vorteil?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Lieber Michi

    Solange Sie in der Schweiz steuerpflichtig sind, können Sie mit Einzahlungen in die Säule 3a Ihr steuerbares Einkommen reduzieren – eine Einzahlung ist dem zu Folge interessant. Wenn Sie im Ausland wohnhaft sind und somit auch dort besteuert werden, ist eine Einzahlung nicht mehr möglich/sinnvoll.

  • 04. Oktober 2017 - D.

    Säule 3a

    Ich bin aktuell zu 20% selbständig und zu 80% angestellt. Meine Frau arbeitet auch. Wir zahlen beide ca CHF 6'800 jährlich in die 3. Säule ein. Ab Januar 2018 bin ich zu 50% selbstständig. Auf wieviel kann ich meinen 3. Säule Anteil erhöhen?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Lieber D.

    Die Höhe des Einzahlungsbetrages in die Säule 3a richtet sich danach ob Sie einen Pensionskassenanschluss haben oder nicht. Mit Pensionskassenanschluss können Sie CHF 6‘768 (Stand 2017) in die Säule 3a einzahlen. Ohne Pensionskassenanschluss haben Sie die Möglichkeit 20% des AHV-Lohnes, maximal CHF 33‘840 (Stand 2017) in die Säule 3a zu vergüten.

     

    Einzahlen in Säule 3a

  • 06. Juni 2017 - R.

    Säule 3a (20% des AHV-Einkommens)

    Ich werde dieses Jahr 65 und beziehe ab dann eine Pensionskassenrente. Ich werde noch 40% bei meinem alten Arbeitgeber tätig sein und die AHV-Rente aufschieben. Da ich ab dem Bezug der BVG-Rente nicht mehr BVG-pflichtig bin, kann ich nur noch in die 3te Säule einzahlen. Ist es korrekt, dass ich dann 20% des AHV-Einkommens einzahlen kann oder sind es "nur" die 6-7' CHF pro Jahr?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Lieber R.

    Entscheidend ist, ob Sie nach der ordentlichen Pensionierung noch einen Pensionskassenanschluss haben oder nicht. Wenn Sie über keinen Anschluss mehr verfügen, können Sie 20% des AHV-Einkommens, maximal CHF 33‘840 p.a. in die Säule 3a einzahlen. Sollten Sie weiterhin einen Pensionskassenanschluss haben, dürfen Sie maximal CHF 6‘768 p.a. einzahlen.

     

    Einzahlen in die Säule 3a

     

     

     

  • 02. Juni 2017 - D.

    Säule 3a

    Wieviel darf ich in Säule 3a einzahlen wenn ich CHF 80'000 im jahr verdiene?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Lieber D.

     

    Die Höhe der Einzahlung in die Säule 3a ist abhängig ob Sie einen Anschluss an eine Pensionskasse haben oder nicht. Mit einem Pensionskassenanschluss dürfen Sie maximal CHF 6'768 (Stand 2017) einzahlen. Wenn Sie keinen Anschluss an eine Pensionskasse haben dürfen Sie 20% des Einkommens (in Ihrem Fall CHF 16'000), maximal jedoch CHF 33'840 (Stand 2017) in die Säule 3a einzahlen.

     

    Einzahlen in Säule 3a

  • 09. Mai 2017 - R.

    Säule 3a

    Können bei einer vorzeitigen Pensionierung und ohne Erwerbstätigkeit bis zum Erreichen des AHV-Alters Beiträge in die Säule 3a bezahlt werden?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Lieber R.

    Eine Einzahlung in die Säule 3a ist nur möglich, wenn ein AHV-pflichtiges Einkommen vorhanden ist. Erfüllen Sie dieses Kriterium nicht, ist auch keine Einzahlung denkbar.

     

    Einzahlen in die Säule 3a

  • 03. Mai 2017 - A.

    Einbezahlen Säule 3a nach Alter 65

    Ich werde im Juni 2017 65 Jahre alt und beziehe die PK-Rente - zahle also nicht mehr die Pensionskasse ein. Aber ich arbeite noch weiter und bezahle AHV. Wieviel kann ich pro Jahr weiterhin in die Säule 3a einbezahlen?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Lieber A.

    Wenn Sie nach dem ordentlichen Pensionierungsalter weiterarbeiten ohne einer Pensionskasse angeschlossen zu sein, können Sie 20% des Erwerbseinkommens, maximal CHF 33'840 im Jahr, in die Säule 3a einzahlen.

     

    Einzahlen in die Säule 3a

  • 28. November 2016 - Alfred

    Letzte Einzahlung Säule 3A

    Ausgangslage:
    Wir hatten am 14.01.2015 Den Betrag von Fr. 6768.00 auf das Bankkonto 3A für meine Frau einbezahlt. Am 01.02.2015 ging meine Frau in die Frühpension.
    Ich erhalt jetzt vom Steueramt den Bescheid, dass wir zu viel einbezahlt haben.
    Ich habe gemeint, dass man den Betrag bis unmittelbar bis zum Pensionierungszeitpunkt einzahlen und auch unmittelbar danach beziehen darf. Wer ist auf dem "Holzweg" das Steueramt oder wir?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Grüezi Alfred

    Leider sind die Steuergesetze kantonal organisiert. In allen uns bekannten Kantonen ist Ihr Vorgehen erlaubt und wird von den Steuerämtern akzeptiert. In der Praxis haben wir noch nie erlebt, dass dieses Vorgehen nicht toleriert wird. Es erfolgt keine Kürzung der Beiträge pro rata. Sie müssen im entsprechenden Jahr jedoch mindestens den Betrag verdient haben, den Sie als Abzug geltend machen, ansonsten wird er gekürzt. Wahrscheinlich ist das in Ihrem Fall passiert, weil Ihre Frau „nur“ ein Monat gearbeitet hat.