Kapitalbezug aus der Pensionskasse

Maximale Bezugshöhe variiert je nach Pensionskasse

Viele Pensionskassen Eine öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche juristische Person, die der Altersvorsorge und Risikoabsicherung dient. Eine Pensionskasse finanziert sich durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sowie durch Anlageerträge. Zum Pensionierungszeitpunkt kann sich der Arbeitnehmer normalerweise entscheiden, ob er eine lebenslängliche Rente oder eine einmalige Kapitalauszahlung erhalten möchte. Die Pensionskasse ist die zweite Säule des Schweizer Vorsorgesystems.
bieten ihren Versicherten die Möglichkeit, das gesamte Vorsorgeguthaben Der Grossteil der Beiträge an die Pensionskasse wird nicht zur Absicherung der Risiken Tod und Invalidität benötigt, sondern langfristig angelegt. Das so entstehende Sparkapital kann zum Pensionierungszeitpunkt, beziehungsweise ab einem gewissen Alter, als (Teil-) Kapital oder Rente bezogen werden. in Kapitalform Zu unterscheiden ist ein vollständiger und ein teilweiser Kapitalbezug aus der Pensionskasse. Gesetzlich ist jede Vorsorgeeinrichtung verpflichtet, zum Pensionierungszeitpunkt mindestens ein Viertel des Guthabens als einmalige Kapitalabfindung auszuzahlen. Die Frage, ob Kapital aus der zweiten Säule bei der Pensionierung als Rente oder Kapital bezogen werden soll, ist eine der wichtigsten im Zusammenhang mit der finanziellen Planung der Pensionierung. zu beziehen. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine minimale Auszahlungsquote von mindestens 25 Prozent des obligatorischen Teils. Wie viel Guthaben Sie beziehen können, steht im Pensionskassenreglement. Im Pensionskassenreglement sind die Bedingungen geregelt, die für Arbeitnehmer und die Pensionskasse gleichermassen gelten. Beitragspflicht, Umwandlungssätze für die Rente, Absicherung bei Risikofällen und vieles mehr wird im Pensionskassenreglement festgehalten. Erkundigen Sie sich früh genug, wie lange vor der Pensionierung Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Das ordentliche Pensionierungsalter beträgt bei Frauen 64 Jahre, bei Männern 65 Jahre. Bei der Pensionierung ändert sich die Einkommens- und Vermögenssituation: Das Berufseinkommen (Lohn) wird durch die AHV- und Pensionskassenrente (oder Kapitalauszahlung) ersetzt und andere Vorsorgegelder (z.B. Säule 3a) müssen in das übrige Vermögen integriert werden. Eine Pensionierung vor- oder nach dem ordentlichen Pensionierungsalter ist in der Schweiz dank des flexiblen Rentenalters möglich. Sie einen Kapitalbezug bei Ihrer Vorsorgeeinrichtung anmelden müssen. Bei einigen Kassen beträgt die Frist bis drei Jahre.

Beweggründe für einen (Teil-) Kapitalbezug?

Die wichtigsten Gründe für einen Kapitalbezug aus der zweiten Säule Im Jahr 1982 wurde die erste Säule (AHV) durch die zweite Säule, die sogenannte berufliche Vorsorge, ergänzt. Geregelt ist die zweite Säule im BVG (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge). Obligatorisch in der zweiten Säule versichert ist jeder Arbeitnehmer, der ein gewisses Einkommen erzielt. Abgesichert werden in der Pensionskasse die Risiken Tod, Invalidität und Alter. Die Höhe der Beiträge, an den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligen, hängt vom Alter, Lohn, Geschlecht, der Pensionskasse und der Höhe des Einkommens ab. sind folgende: Die hohe Flexibilität in Bezug auf die Planung der Einkommensströme, die tieferen Einkommenssteuern nach der Pensionierung als bei einem Rentenbezug Bei der Pensionierung können angehende Rentner zwischen einem Kapitalbezug und einem Rentenbezug aus der Pensionskasse wählen. Nicht bei allen Kassen kann das gesamte Sparguthaben als Kapital bezogen werden. Der Rentenumwandlungssatz gibt vor, wie hoch die Rente im Verhältnis zum Sparkapital ausfällt. Die prognostizierte Höhe der PK-Rente erfahren Sie auf dem Pensionskassenausweis oder direkt bei Ihrer Pensionskasse. und die besseren Möglichkeiten seinen Ehepartner und vor allem die Nachkommen abzusichern.

Langfristig geplant ist halb gewonnen

«Wer sich das Guthaben in der Pensionskasse auszahlen lässt, kann bei guter Börsenentwicklung und erfolgreicher Anlagepolitik deutlich mehr herausholen als bei einem Rentenbezug.» Dies ist ein Argument, das viele zu einem vollständigen Kapitalbezug aus der Pensionskasse bewegt. Das ist aber nur die eine Seite der Medaille: Bei einem Kapitalbezug steigt die Verantwortung, das Kapital sorgfältig zu verwalten und die Einkommenssicherstellung Nach der Pensionierung entsteht in vielen Fällen eine Einkommenslücke, weil die Renten tiefer sind als der letzte Lohn beziehungsweise der Geldbedarf nach der Pensionierung. Unter Einkommenssicherstellung versteht man die Generierung eines Einkommens aus dem Vermögen. Die Einkommenssicherstellung ist bei Rentnern, die das Pensionskassenguthaben in Kapitalform bezogen haben besonders wichtig. langfristig zu planen und sicher zu stellen. Leider kommt es immer wieder vor, dass Rentner das bezogene Kapital schon nach fünf oder zehn Jahren aufgebraucht haben und dann nur noch von der AHV Abkürzung für Alters- und Hinterbliebenenversicherung. Sie bildet die erste staatliche Säule des Schweizer Vorsorgesystems. Dank ihr soll das Existenzminimum gesichert werden. Frauen erhalten ab Alter 64 und Männer ab Alter 65 eine ordentliche Rente aus der AHV.
leben müssen. Der Grund dafür sind nicht immer zu hohe Bezüge aus dem Vermögen auf Grund zu hoher Lebenshaltungskosten. Vielfach fehlte das Fachwissen, wie Geld langfristig und mit dem Ziel der Einkommenssicherstellung angelegt werden sollte. Die meisten, die sich für einen Kapitalbezug entscheiden, haben neben der Pensionskasse weitere Vermögenswerte als Sicherheitspuffer, um im schlimmsten Fall auch längere Börsenkorrekturen unbeschadet zu überstehen.

Die Bewirtschaftung der Gelder ist zentral

Wer sein Geld nach einem Pensionskassenbezug nur auf dem Konto lässt und vom Zins Entgelt für die Überlassung von Geld. Die Zinsentwicklung hat sowohl Auswirkungen auf den Obligationen- als auch Aktienmarkt.
lebt, hätte besser die Rente bezogen. Dies ist so, weil jede Pensionskasse ein Anlagekonzept verfolgt, welches die zukünftigen Renten, die Beiträge und die Risikofreudigkeit Versucht zu erklären, mit welchen Kursschwankungen der Anleger umgehen kann.
in die Anlageentscheide miteinbezieht. Durch das bewusste Eingehen von Anlagerisiken Derjenige Teil des Gesamtrisikos von Wertschriften, der auch durch breite Diversifikation nicht weiter reduziert werden kann.
kann langfristig eine höhere Rendite Prozentuale Wertveränderung einer Anlage über einen bestimmten Zeitraum.
als auf dem Konto erzielt werden. Eine ähnliche Vorgehensweise ist nach einem Kapitalbezug auch im Privatvermögen empfehlenswert. Das Kapital sollte auf verschiedene Risikokategorien Um Investitionsmöglichkeiten nach Risiko- und Renditeprofil zu gliedern, werden oftmals verschiedene Anlagekategorien gebildet. Die Wertschriften, welche in derselben Anlagekategorie zusammen gefasst werden, sollten sich in Bezug auf Renditechancen und Risiko möglichst ähnlich verhalten. verteilt werden, sodass die Gelder entsprechend dem Anlagehorizont Unter Anlagehorizont versteht man, wie lange in in Wertschriften angelegte Gelder voraussichtlich nicht angetastet werden müssen. und der Risikofreudigkeit des Anlegers investiert sind. Gelder welche in den nächsten Jahren gebraucht werden, sollten nur in sicheren Obligationen Wertpapier mit einem festen oder variablen Zinssatz. Der Schuldner (meistens ein Unternehmen, der Bund oder Kantone) verpflichtet sich dem Gläubiger jährlich einen Zins zu bezahlen. Am Ende der definierten Laufzeit ist der Gesamtbetrag fällig. Sehr verbreitet ist auch der englische Begriff "Bond".
ohne Währungsrisiko angelegt werden. Aktienanlagen Ein Wertpapier, welches den Anteil an der Gesellschaft verbrieft. Die Höhe des Anteils am Grundkapital wird durch den Nennwert festgelegt. Der tatsächliche Wert der Aktie entspricht hingegen dem Kurswert an der Börse (Börsenkapitalisierung geteilt durch Anzahl Aktien). Die Aktie bietet dem Inhaber, sofern das Unternehmen erfolgreich wirtschaftet, zwei Einkommensquellen: Einerseits Dividendenzahlungen und andererseits die Chance auf einen langfristig steigenden Kurswert (Kursgewinn).
sind bei entsprechender Risikofreudigkeit empfehlenswert, wenn sie genügend Zeit haben, um kurz- und mittelfristige Verluste wieder aufzuholen. Die Erfahrung zeigt, dass bei Aktienanlagen ein Horizont von mindestens zehn Jahren empfehlenswert ist.

Rendite und Lebenserwartung

Die erzielte Rendite hat einen erheblichen Einfluss darauf, wie lange das Kapital nach der Pensionierung ausreicht und wie hoch die Rente ausfallen kann. Bei einem Umwandlungssatz Darunter versteht man den Prozentsatz des angesparten Pensionskassenkapitals, der einem Rentner jährlich als Rente ausbezahlt wird. Ein Umwandlungssatz von 6.5% bedeutet bei einem angesparten Kapital von 100'000 Franken eine jährliche Pensionskassenrente von 6'500 Franken.
von 6.8% (6‘800 Franken Rente  pro Jahr bei einem Kapital von 100‘000 Franken) müssen folgende Renditen erzielt werden, damit die Rente während einer bestimmten Zeit bezahlt werden kann. Weil ein Teil der selber generierten Rente Kapitalverzehr darstellt, ist das Kapital nach der Laufzeit aufgebraucht:

10 Jahren15 Jahren20 Jahren25 Jahren30 Jahren35 Jahren40 JahrenAnzahl Jahre-6.46% Rendite pro Jahr (netto)0.25% Rendite pro Jahr (netto)3.13% Rendite pro Jahr (netto)4.58% Rendite pro Jahr (netto)5.40% Rendite pro Jahr (netto)5.88% Rendite pro Jahr (netto)6.18% Rendite pro Jahr (netto)benötigte Rendite

Lesebeispiel: Damit die Rente und der Kapitalbezug genau gleich abschneiden, muss bei einer Restlebenserwartung von 25 Jahren beim Kapitalbezug eine Rendite von 4.58% erzielt werden. Kapitalauszahlungs- und Einkommenssteuern sind bei diesem Beispiel nicht berücksichtigt. Anmerkung: Es handelt sich um Nettorenditen: Die tatsächliche Rendite einer Anlage oder eines Portfolios nach allen Kosten.
Hier wird sichtbar, wie wichtig tiefe Gebühren in der langen Sicht sind. Wer die Gesamtgebühren um 1.6% senkt, kann dieselbe Rente 40 Jahre lang anstatt 25 Jahre lang auszahlen. Online vergleichen: Einen individuellen Vergleich von Rente und Kapital können Sie hier vornehmen:

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Kapitalbezug bedeutet nicht immer mehr Risiko

Ein Kapitalbezug aus der Pensionskasse hat einerseits viele Vorteile und kann auch finanziell betrachtet interessanter sein als ein Rentenbezug. Trotzdem sollte sich vor einem Bezug von Vorsorgeguthaben jeder genau überlegen, ob er der «Kapitaltyp» ist oder nicht. Wenn nach der Pensionierung das Geld so oder so eher knapp ist, ist ein Kapitalbezug meist nicht der richtige Entscheid. Bei guter Entwicklung der Finanzmärkte liegt bei entsprechender Risikofreudigkeit des Rentners aber tatsächlich eine deutlich höhere Rente drin als bei einem Rentenbezug. Nicht vergessen werden darf, dass bei nachhaltig schlechter Börsenentwicklung auch ein Rentenbezug nicht absolut sicher ist: Bei einer nicht nur vorübergehenden Unterdeckung und darauffolgenden Sanierungsmassnahmen werden bei grossen Fehlbeträgen wahrscheinlich auch die Rentner ihren Teil zur Gesundung der Pensionskasse beitragen müssen. Mit einem Kapitalbezug hat man auf jeden Fall die Möglichkeit, die Risiken im Depot selber zu bestimmen und auf die persönliche Situation abzustimmen.


Wer einen Kapitalbezug ins Auge fasst, sollte sich vor allem über mögliche Geldanlagen und die richtige Anlagestrategie Häufig verwendete Bezeichnung für die Aufteilung der Anlagemittel auf verschiedene Anlagekategorien / Anlageklassen mit unterschiedlichem Risiko. Die gewählte Anlagestrategie ist entscheidend für die Schwankungen des Anlagevermögens und die erwartete langfristige Rendite.
informieren. Mehr Informationen finden Sie unter folgenden Links:


AnlagestrategieRisiko und Rendite beim Geld anlegenDiversifikation bei WertschriftenAnlagekategorienVermögensverwaltung nach der Pensionierung
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Kommentare

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Veröffentlichte Kommentare

  • 23. Juli 2018 - M.

    PK ( freizügigkeitskonto )

    Ich werde am August 2018 Pensioniert, ich arbeite aber nicht mehr, Mein PK Geld ist auf einem Freizügigkeitskonto. Nun meine Frage: Ich möchte das Kapital auszahlen lassen, bin aber unschlüssig, ob ich das Geld dann auf ein Sparkonto legen soll. Ich weiss dass es, keine Zinsen mehr abwirft, möchte aber freien Zugang haben.

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Der Bezug der Freizügigkeitsgelder kann bis um 5 Jahre über das ordentliche AHV-Alter hinaus aufgeschoben werden. Sind Sie nicht auf die Gelder angewiesen, erweist sich ein späterer Bezug oftmals bezüglich Verzinsung und Steuern als lukrativer. Möchten Sie aber frei über die Gelder verfügen, können Sie Ihr Freizügigkeitsguthaben aber auch schon abrufen.

  • 08. Juli 2018 - R.S.

    Gebühren bei kapitalbezug

    Ich habe die Absicht, nein Geld bei der AXA von mein Freizügigkeitskonto zu beziehen. Ich bin Jahrgang 1950 und muss die Police auflösen. Was für Kosten entstehen mir dabei.

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Bei einem Bezug Ihrer Freizügigkeitsgelder aus Altersgründen sollten in der Regel keine Gebühren für die Auszahlung anfallen. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass einzelne Anbieter Gebühren verlangen. Klären Sie dies deshalb direkt mit Ihrer Vorsorgestiftung ab.

  • 28. Juni 2018 - B.

    Überobligatorium

    Ich werde im Herbst nach Deutschland zurück gehen. Kann ich den überobligatorischen Teil erst beziehen, wenn das Pensionskassenguthaben auf einem Freizügigkeitskonto ist oder schon vorher? Ab wann kann ich ein Freizügigkeitskonto einrichten?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Solange Sie Wohnsitz in der Schweiz haben, können Sie nicht über die Pensionskassengelder verfügen. In der Regel erfolgt die Abmeldung in der Schweiz erst nach Austritt aus der Pensionskasse, weshalb die Pensionskasse verpflichtet ist, Ihr Altersguthaben auf ein Freizügigkeitskonto zu überweisen. Das Freizügigkeitskonto können Sie bereits einige Wochen vor dem Pensionskassenaustritt eröffnen lassen.

  • 03. Juni 2018 - C.M.

    Vorsorgekapital zweite Säule: Was genau umfasst das?

    Erst mal: Geniale Seiten, Danke!! Ich/wir sind mitten in den Abklärungen zu einem Hauskauf (Auswandern) nach Irland und bekommen keine eindeutigen Antworten bezüglich unserer Pensionskassengelder.
    Nun hab ich unten folgenden Satz aus einer Ihrer Antworten gelesen: "Bis Alter 50 darf das gesamte Vorsorgekapital in der zweiten Säule für die Wohneigentumsförderung verwendet werden. Ab Alter 50 bestehen unter Umständen gewisse Einschränkungen. "
    Was bedeutet "das gesamte Vorsorgekapital"? Ist das der der Überobligatorisch und der Obligatorische Teil? Also die gesamte aufgelaufene Summe? Da ich "erst" 48.5 Jahre alt bin, würde dies nämlich bei mir zutreffen. Gemäss Auskunft der Stiftung hiess es bis jetzt (ohne mein Wissen betreffend der 50 Jahr Regelung): Nur der überobligatorische Teil könne bezogen werden. Rest ohne wenn und aber erst bei Rentenalter. Wir bräuchten aber zur Existenzgründung (Selbständigkeit, Hauskauf, Umbau etc.) jedoch alle unsere Gelder.

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Tätigen Sie aus Ihrer beruflichen Vorsorge einen Vorbezug für selbstbenutztes Wohneigentum, kommt die Altersregelung zum Tragen. Bis Alter 50 können Sie das gesamte Guthaben beziehen. Beziehen nach Alter 50 Geld für den Erwerb eines Eigenheimes Geld aus der Pensionskasse, können Sie entweder die Hälfte des vorhandenen Guthabens oder das Guthaben mit Alter 50 beziehen, wobei die grössere Summe ausbezahlt werden kann. Dabei wird nicht unterschieden, ob es sich um Gelder aus dem obligatorischen oder überobligatorischen Teil handelt.

    Machen Sie für Ihren Vorbezug aus der Pensionskasse jedoch den Wegzug aus der Schweiz geltend, stimmt die Aussage der Stiftung. Bei Wohnsitznahme in einem EU-/EFTA-Staat können Sie, so lange Sie der gesetzlichen Vorsorge unterstehen, lediglich den überobligatorischen Teil beziehen.

  • 03. Juni 2018 - M.

    PK Kapiatalbezug

    Ich werde dieses Jahr 61 und erwäge mein PK-Guthaben nicht verrenten zu lassen. Das PK-Reglement erlaubt einen max.Bezug von 50%. Wenn ich aber normal kündige, ohne Hinweis auf eine Pensionierung, müsste ein 100%-Bezug mit Überweisung auf 2 Freizügigkeitskonten möglich sein, oder nicht?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Treten Sie im pensionierungsfähigen Alter aus der Pensionskasse aus, wird grundsätzlich die Altersleistung aus der Pensionskasse (Rente, Kapital oder Mischform) fällig. Falls Sie Ihre Erwerbstätigkeit aber weiterführen, können Sie einen Freizügigkeitsfall mit dem Übertrag Ihres Guthabens auf maximal zwei verschiedene Freizügigkeitsstiftungen verlangen. Die genauen Formalitäten und Bedingungen wollen Sie mit Ihrer Pensionskasse klären.  

  • 22. Mai 2018 - F.M.

    Bezug Freizügigkeitskonto

    Kann ich meine Freizügigkeitskonto auflösen und einen Teil für eine Rückzahlung einer Hypothek im Ausland einsetzen und damit die Progression brechen?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Sind Sie in der Schweiz abgemeldet und haben Sie Ihren Wohnsitz ausserhalb eines EU-/EFTA-Staates können Sie über das gesamte Kapital verfügen. Sie können aber auch einen Vorbezug für Wohneigentum geltend machen. Dabei ist ein Teilbezug aus dem Freizügigkeitskonto möglich, solange Sie nicht auch schon die Altersleistungen (ab Alter 59 bei Frauen, ab Alter 60 bei Männer) geltend machen können.

  • 22. Mai 2018 - L.H.

    Anzahl Kapitalbezüge

    sehr geehrte damen und herren; in einem persönlichen schreiben der allianz pk an mich heisst es: "... das altersguthaben kann ... als einmalige kapitalabfindung bezogen werden." ist es korrekt, dass nur EIN kapitalbezug je versicherter erlaubt ist?
    vielen dank und einen schönen tag.
    h. lerpios, zürich

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Korrekt. Geben Sie Ihre Erwerbstätigkeit vollständig auf und möchten Sie einen Kapitalbezug tätigen, ist nur eine einmalige Auszahlung erlaubt (eine Aufteilung der Kapitalauszahlung ist nicht zulässig). Je nach Pensionskassenreglement kann aber eine Mischform zwischen Rente und Kapital möglich sein.

  • 16. März 2018 - R.S.

    Kapitalbezug

    Meine Frau wird in Sep. 2018 das Pessionsalter erreichen. Weil sie nicht besonders viel Geld in der 2. Säule hat, haben wir uns entschieden alles als Kapitalbezug zu beziehen. Meine Frage an Sie; müssen wir zuerst den Kapitalbezug antragen und später die Papiere für die AHV-Rente einreichen oder spielt es keine Rolle?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Die Anmeldung bei der AHV und bei der Pensionskasse erfolgen unabhängig voneinander. Um die Leistungen aus der AHV und der Pensionskasse zu erhalten, müssen Sie somit zwei separate Anmeldungen einreichen.

  • 19. Februar 2018 - T.H.

    Bezug vom Freizügikeitskonto

    Meine Frau hat kürzlich ihren 60. Geburtstag gefeiert. Sie ist nicht erwerbstätig und die Gelder der 2. Säule auf einem Freizügigkeitskonto geparkt. Ein Teil davon ist BVG, der andere Teil überobligatorisch. Kann nun der überobligatorische Teil bar bezogen werden und der BVG-Anteil in eine Rentenkasse überführt und da ab sofort eine Rente bezogen werden?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Nein, Sie können (resp. müssen) das gesamte Guthaben beziehen. Gelder auf einem Freizügigkeitskonto werden immer als einmalige Kapitalabfindung ausbezahlt – eine (Teil-)Rentenlösung ist nicht vorgesehen.

  • 19. September 2017 - A.

    Auswandern

    Ich überlege mir nach Deutschland auszuwandern. Dabei würde ich gerne ein Haus in D kaufen und dieses entweder durch 3a Gelder oder PK Gelder teilfinanzieren. Gibt es Vor-/Nachteile beim Bezug der 2. oder 3. Säule?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Melden Sie sich aus der Schweiz ab können Sie die Guthaben in der Säule 3a vollständig beziehen. Wandern Sie in ein EU-Land aus so können Sie grundsätzlich nur den überobligatorischen Teil der 2. Säule beziehen. Jedoch haben Sie aber die Möglichkeit ein Bezug für die Wohneigentumsförderung aus der 2. Säule zu verlangen. Bis Alter 50 darf das gesamte Vorsorgekapital in der zweiten Säule für die Wohneigentumsförderung verwendet werden. Ab Alter 50 bestehen unter Umständen gewisse Einschränkungen. Dies ist auch möglich für ein Eigenheim im Ausland wobei dieses der ständige Wohnsitz der beziehenden Person sein muss.

    Wie das optimale Vorgehen in Ihrem Fall ist kann von verschiedenen Faktoren abhängen und können wir pauschal nicht beantworten. Unter Umständen wäre es sinnvoll sich diesbezüglich beraten zu lassen.

  • 07. September 2017 - F.

    kapitalbezug

    Kapitalbezug oder rente ? 

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Leider lässt sich dies nicht pauschal sagen. Ob ein Kapital- oder Rentenbezug für Sie die bessere Lösung ist, ist von zahlreichen Faktoren (u.a. Steuernsituation, Höhe von weiteren fixen Einkünften, Höhe des Bedarfs, Lebenserwartung, Familiensituation, Zielsetzungen usw.) ab und lässt sich nur mit einer fundierten Analyse sinnvoll beurteilen. Achten Sie bei der Auswahl des Beraters neben dessen Qualifikationen auch auf seine Unabhängigkeit. Nur wenn Ihr Berater keine Interessenkonflikte durch allfällige Provisionen oder eigene Produkte hat, kann er Sie auch wirklich neutral und unabhängig beraten.

  • 14. August 2017 - Anita

    Pensionskasse auszahlenlassen

    Ist es möglich, die Pensionskasse auszahlen zu lassen ohne aus der Schweiz auszuwandern?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Grundsätzlich können Sie erst ab Erreichen des pensionierungsfähigen Alters über die Pensionskassengelder verfügen. Falls Ihre Pensionskasse bei Alterspensionierung einen Kapitalbezug zulässt, können Sie auch mit Wohnsitz Schweiz eine Barabfindung erhalten. Prüfen Sie deshalb die Bestimmungen in Ihrem Pensionskassenreglement. Vor dem Pensionierungsalter ist ein Kapitalbezug mit Wohnsitz Schweiz nur bei der Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit oder für den Erwerb von selbstbenutztem Wohneigentum möglich.

  • 15. Juli 2017 - B.

    Bezug über obligatorischer Teil

    Guten Tag, Ich und meine Partnerin wollen im Herbst 2018 die Schweiz verlassen. Um ein Haus zu vorfinanzieren möchte ich den über obligatorischen Teil beziehen. Bis Oktober 17 müsste ich eine Kaution auf bringen, dass mit dem Geld kein Problem wäre. Ich habe der Vorsorgeeinrichtung angerufen und habe unterschiedliche Antworten erhalten. Die eine Person hatte keine Ahnung, die zweite hat mir gesagt das ich die über obligatorischen Gelder jetzt beziehen kann und die dritte Person hat mir gesagt ich könne beide Beträge nur einen Monat vor Auswanderung im Jahr 2018 beantragen. Meine Frage, was stimmt jetzt? Ich brauche einen kleinen Teil jetzt schon.

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Wenn Sie die Schweiz endgültig verlassen und Wohnsitz in einem EU-/EFTA-Staat nehmen, können Sie aufgrund der Auswanderung lediglich den überobligatorischen Teil beziehen. Der obligatorische BVG-Teil bleibt blockiert, solange Sie der obligatorischen Vorsorgeversicherung Ihres neuen Wohnsitzstaates unterstehen.

    Anders sieht es aus, wenn Sie Ihre Pensionskassengelder für den Erwerb von selbstbenutztem Wohneigentum am neuen Wohnort beziehen. Sind Sie unter 50-jährig, können Sie Ihr Guthaben vollumfänglich beziehen. Sind sie älter, gibt es bezgl. der Auszahlungshöhe Einschränkungen. Die Auszahlung im Zusammenhang mit der Finanzierung von Wohneigentum ist an verschiedene Bedingungen und Nachweise geknüpft. Wenden Sie sich hierfür bitte an Ihre Pensionskasse.

  • 11. Juli 2017 - Franz

    Kapitalbezug nach 65

    Kann der Kapitalbezug auf mehrere Freizügigkeitskontos überwiesen werden ? - und bis wann nach 65 kann das Kapital gestaffelt bezogen werden?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag Franz

    Beziehen Sie aus Ihrer Pensionskasse die Altersleistungen in Kapitalform ist ein Übertrag auf ein Freizügigkeitskonto nicht mehr möglich. Die Bestimmungen für einen Freizügigkeitsfall und dem Übertrag des vorhandenen Guthabens auf ein Freizügigkeitskonto sind im Pensionskassenreglement festgehalten. Gelder auf dem Freizügigkeitskonto müssen spätestens 5 Jahre nach dem ordentlichen AHV Alter bezogen werden.

  • 16. Juni 2017 - M.R.

    Kein Kapitalbezug der Pensionkasse ab wann ?

    Guten Tag, Ich werden am Dezember 58 und würde gerne mein Kapital von meiner Pensionskasse in Sicherheit bringen da mich eine Rente mit 65 überhaupt nich interressiert. Ich möchte aber weiter arbeiten. So wie es aussieht wird ein Kaptialbezug der 2ten Säule bald nicht mehr möglich sein.

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Solange Sie angestellt sind und der Pensionskassenversicherung unterstehen, können Sie die Pensionskassengelder nicht beziehen (Ausnahmen: Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit, endgültiges Verlassen der Schweiz oder Erwerb von Wohneigentum). Haben Sie das vorzeitige Pensionierungsalter erreicht, können Sie das Guthaben je nach Pensionskasse in Kapitalform beziehen. Vorausgesetzt, Sie geben Ihre Erwerbstätigkeit auf. Derzeit ist in Diskussion, ob ein Kapitalbezug aus der Pensionskasse abgeschafft werden soll oder nicht - ein Entscheid ist derzeit aber völlig offen.

     

  • 08. Mai 2017 - Cristian

    Kapitalbezug mit 55

    Ist es möglich das gesamte Vorsorgeguthaben in Kapitalform zu beziehen wenn man schon mit 55 aufhört zu arbeiten und auswandern will?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Dies ist abhängig von Ihrem neuen Wohnsitzstaat. Liegt dieser ausserhalb der EU/EFTA so ist ein gesamter Bezug möglich. Im Falle eines EU/EFTA Staats können Sie, solange Sie der obligatorischen Versicherung für Alter, Tod und Invalidität unterstehen, nur den überobligatorischen Teil beziehen.

  • 10. April 2017 - I.S.

    Kapital bezug aus Freizügigkeitskonto

    Ich bin 61 Jahre alt und arbeitslos aus wirtschaftlichen Gründen. Gern möchte ich mich informieren, ob ich das Geld ausbezahlen lassen kann?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Ja, Freizügigkeitsgelder können frühestens 5 Jahre vor dem ordentlichen Pensionierungsalter bezogen werden. Bitte beachten Sie, dass bei der Auszahlung Kapitalauszahlungssteuern anfallen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite „Kapitalauszahlungssteuern“.

  • 27. März 2017 - Verena

    Kapitalbezug aus Pensionskasse bei Renditeliegenschaft

    Gerne möchte ich mich informieren, ob wir das Freizügigkeitskonto und die Pensionskasse für ein Renditeobjekt, uns ausbezahlen lassen können?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag Verena

    Nein, der Bezug von Geldern aus der beruflichen Vorsorge (Pensionskasse und Freizügigkeitskonto) ist nur für selbstgenutztes Wohneigentum zulässig.

  • 22. März 2017 - Roger

    Teilpensionierung im Alter 58

    Ich habe mich kurz nach meinem 58.ten Geburtstag teilpensioniert, zu 30 % und einen Kapitalbezug für diese 30% verlangt und auch bekommen. Nun habe ich bemerkt, dass dieser Kapitalbezug sowohl dem obligatorischen als auch dem überobligatorischen Teil des BVG-Vermögens (anteilsmässig) belastet wurde. Ist dies zulässig, zumal ich meinte, dass man aus den obligatorischen Teil laut Gesetz erst ab 60 Geld beziehen kann?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag Roger

    In Abhängigkeit der Bestimmungen der Vorsorgeeinrichtungen können frühestens mit Alter 58 die Altersleistungen abgerufen werden. Die meisten Vorsorgeeinrichtungen zahlen die Altersleistungen bei einer teilweisen Pensionierung anteilsmässig aus dem obligatorischen BVG-Teil sowie aus dem überobligatorischen Teil aus. Somit scheint die Pensionskasse bei Ihnen korrekt vorgegangen zu sein.

  • 19. März 2017 - Bernard

    Pensionskassenguthaben

    Ich bin Deutsche und 61 Jahre alt. Ich habe 14 Jahre in der Schweiz gearbeitet jetzt lebe und arbeite in Deutschland und habe das Pensionskassenguthaben in der Freizügigkeitskonto parkiert. Kann ich dieses Geld ab sofort beziehen? Was ist der empfehlenswerter Weg steuerlich besser wegzukommen?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag Bernard

    Ihre Freizügigkeitskonten können Sie ab Alter 60 abrufen. Da Sie keinen Wohnsitz in der Schweiz mehr haben, erhebt die Schweiz eine Quellensteuer auf der Kapitalabfindung. Unter gewissen Voraussetzungen (u.a. Doppelbesteuerungsabkommen) können Sie die Quellensteuer zurückfordern. Wie die Leistungen aus der beruflichen Vorsorge in Deutschland besteuert werden und wie Sie die Quellensteuer zurückfordern können, wollen Sie bitte mit einem Spezialisten vor Ort abklären.

  • 17. Dezember 2016 -

    Kapital des Pensionskassenguthabens bereits auf meinem Sperrkonto

    Kann ich mit 62 Jahren einen Teil dieses Guthabens ausbezahlt bekommen, ohne bei der AHV eine gekürzte Rente zu beziehen?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Beziehen Sie Ihre Freizügigkeitsgelder aus Altersgründen, müssen Sie sich das ganze Guthaben auszahlen lassen. Ein Teilbezug aus einem Freizügigkeitsgefäss ist nicht möglich. Sie können Ihren Anspruch ohne Vorbezug der AHV-Altersrente verlangen.