Vermögenssorge beim Vorsorgeauftrag

Die Verwaltung des Vermögens und des Einkommens fallen in den Bereich der Vermögenssorge. Der Beauftragte wahrt die vermögensrechtlichen Interessen des urteilsunfähig Urteilsunfähig ist, wer aus Gründen wie Geisteskrankheit, Geistesschwäche oder Trunkenheit nicht vernunftgemäss handeln kann und die Tragweite seiner Handlungen nicht abschätzen kann. (Wer nicht urteilsfähig ist, vermag unter Vorbehalt der gesetzlichen Ausnahmen durch seine Handlungen keine rechtliche Wirkung herbeizuführen. Art. 18 ZGB) gewordenen Auftraggebers. Die Vermögenssorge und die damit zusammenhängende Vertretung im Rechtsverkehr umfasst unter anderem folgende Themengebiete:

  • Abwicklung des Zahlungsverkehrs und Einforderung allfälliger finanzieller Ansprüche.
  • Verwaltung des gesamten Vermögens und Verfügungen darüber.
  • Vertretung des Auftraggebers vor Behörden, Gerichten, privaten Institutionen etc., bei Bedarf unter Beizug darauf spezialisierter Personen.
  • Ausfüllen, Unterzeichnen und Einreichen der Steuererklärung sowie damit zusammenhängende Aufgaben.
  • Verfügung über das gesamte Vermögen wie Bankkonten, Schliessfächer und Wertschriftenvermögen etc. sowie Bewirtschaftung von Krediten.
  • Erwerb, Belastung, Veräusserung und Bewirtschaftung von Immobilien.

Auch hier gilt, je klarer die Weisungen für die Vermögensverwaltung Bewirtschaftung des Wertschriftendepots durch einen Vermögensverwalter oder eine Bank. Der Kunde erteilt dem Vermögensverwalter den Auftrag, das Wertschriftendepot zu verwalten.
erteilt werden, desto besser können diese bei Bedarf umgesetzt werden.

Neue Gesetzesgrundlagen bei Vermögensverwaltung

Wird die Vermögensverwaltung an Dritte delegiert, dann kommt bei einer Urteilsunfähigkeit oftmals die Anlageverordnung des Bundesrates Die Verordnung stützt sich auf Artikel 408 Absatz 3 des Zivilgesetzbuches, in welchem der Bundesrat Bestimmungen über die Anlage und Aufbewahrung des Vermögens zu erlassen hat. Darin werden die Grundsätze für die Vermögensanlage definiert. zum Tragen. Diese ist mit dem Erwachsenenschutzrecht Das Erwachsenenschutzrecht ist am 1. Januar 2013 in Kraft getreten und löste damals das Vormundschaftsrecht ab. Dieser Gesetzesteil regelt die behördlichen Massnahmen zum Schutz von erwachsenen Personen, die hilfs- oder schutzbedürftig sind. Mittels Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung wird das Selbstbestimmungsrecht für den Fall der Urteilsunfähigkeit gestärkt. am 1. Januar 2013 in Kraft getreten und regelt die Anlage und die Aufbewahrung von Vermögenswerten, die im Rahmen einer Beistandschaft oder einer Vormundschaft verwaltet werden. Der Bundesrat schreibt darin vor, dass Vermögenswerte sicher und soweit möglich ertragbringend anzulegen sind. Zudem sind die Anlagerisiken durch eine angemessene Diversifikation Begriff für die breite Streuung von Anlagen, um das Risiko von Verlusten zu streuen. Diversifikation ist teuer und nur einzelne Anlageprodukte eignen sich zur effizienten Diversifikation von Risiken. Der Anleger muss berücksichtigen, dass er das sogenannte systematische Risiko (Marktrisiko) von Wertschriften nicht reduzieren kann.
gering zu halten. Sofern es die persönlichen Verhältnisse der betroffenen Person erlauben, sind für Bedürfnisse, die über den gewöhnlichen Lebensunterhalt hinausgehen, zusätzlich zu den sicheren festverzinslichen Anlagen auch Aktienanlagen bis zu einem bestimmten Mass erlaubt.

Fortführung der eigenen Anlagestrategie

Soll die eingeschlagene Anlagestrategie Häufig verwendete Bezeichnung für die Aufteilung der Anlagemittel auf verschiedene Anlagekategorien / Anlageklassen mit unterschiedlichem Risiko. Die gewählte Anlagestrategie ist entscheidend für die Schwankungen des Anlagevermögens und die erwartete langfristige Rendite.
fortgesetzt und auf die Einhaltung der Anlageverordnung des Bundesrats verzichtet werden, dann empfiehlt sich dies entsprechend im Vorsorgeauftrag zu erwähnen. Damit kann sichergestellt werden, dass das Finanzvermögen weiterhin nach der definierten und verfolgten Anlagestrategie verwaltet wird. Der Vermögensverwalter sollte zudem dazu berechtigt werden, die Strategie gegebenenfalls anzupassen und bei Bedarf ein risikoärmeres Anlageprofil wählen zu können.

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