Vorsorgeauftrag

Wer beispielsweise wegen eines Unfalls, Krankheit oder infolge Altersdemenz vorübergehend oder dauernd urteilsunfähig Urteilsunfähig ist, wer aus Gründen wie Geisteskrankheit, Geistesschwäche oder Trunkenheit nicht vernunftgemäss handeln kann und die Tragweite seiner Handlungen nicht abschätzen kann. (Wer nicht urteilsfähig ist, vermag unter Vorbehalt der gesetzlichen Ausnahmen durch seine Handlungen keine rechtliche Wirkung herbeizuführen. Art. 18 ZGB) wird, ist auf die Unterstützung Dritter angewiesen. Mit der Erstellung eines Vorsorgeauftrags Mit einem Vorsorgeauftrag bestimmen Sie selbst, wer im Fall Ihrer Urteilsunfähigkeit stellvertretend für Sie Entscheidungen fällen und Aufgaben übernehmen soll. kann für solche Fälle vorgesorgt werden. Viele angehende Rentner machen sich im Zusammenhang mit der Planung der Pensionierung Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Das ordentliche Pensionierungsalter beträgt bei Frauen 64 Jahre, bei Männern 65 Jahre. Bei der Pensionierung ändert sich die Einkommens- und Vermögenssituation: Das Berufseinkommen (Lohn) wird durch die AHV- und Pensionskassenrente (oder Kapitalauszahlung) ersetzt und andere Vorsorgegelder (z.B. Säule 3a) müssen in das übrige Vermögen integriert werden. Eine Pensionierung vor- oder nach dem ordentlichen Pensionierungsalter ist in der Schweiz dank des flexiblen Rentenalters möglich. auch Gedanken darüber, wie sie einen Vorsorgeauftrag richtig verfassen.
 

 


«Brauchen Sie Unterstützung bei der Erstellung eines Vorsorgeauftrags? Gerne helfen wir Ihnen weiter und zeigen auf, welche Punkte in Ihrer Situation besonders wichtig sind.»

Andreas Lichtensteiger
VermögensPartner AG

 

 

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Gedanken, Vor-kehrungen undInstrumenteVorsorgeauftragPatienten-verfügungAnordnung fürden TodesfallTestamentWillensvoll-streckungEhevertragErbvertragGrafik: Themen im Zusammenhang mit dem Vorsorgeauftrag©VermögensPartner AG

Mehr Selbstbestimmung durch Vorsorgeauftrag

Seit der Einführung des neuen Erwachsenenschutzrechts Das Erwachsenenschutzrecht ist am 1. Januar 2013 in Kraft getreten und löste damals das Vormundschaftsrecht ab. Dieser Gesetzesteil regelt die behördlichen Massnahmen zum Schutz von erwachsenen Personen, die hilfs- oder schutzbedürftig sind. Mittels Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung wird das Selbstbestimmungsrecht für den Fall der Urteilsunfähigkeit gestärkt. Anfang 2013 steht mit dem Vorsorgeauftrag ein hilfreiches Instrument für mehr Selbstbestimmung zur Verfügung. Verschiedene Anliegen wurden mit der Revision des Vormundschaftsrechts verfolgt, vor allem aber die Förderung der eigenen gegenüber der behördlichen Sorge. Damit wird die Solidarität beispielsweise in der Familie gestärkt und es wird vermieden, dass die Behörden systematisch Beistandschaften anordnen müssen.

Grundlagen und Formvorschriften

Im Vorsorgeauftrag kann im Voraus festgelegt werden, wer bei einer Urteilsunfähigkeit stellvertretend die notwendigen Angelegenheiten erledigen soll und was in einer solchen Situation zu tun oder zu unterlassen ist. Oftmals können behördliche Massnahmen der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Am 1. Januar 2013 wurden in der ganzen Schweiz die Vormundschaftsbehörden durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) abgelöst. Die KESB stellen das Wohl und den Schutz hilfsbedürftiger Personen sicher. umgangen werden, wenn ein Vorsorgeauftrag rechtzeitig und gültig verfasst wurde. Die rechtlichen Grundlagen zum Vorsorgeauftrag basieren auf dem Zivilgesetzbuch Das Schweizerische Zivilgesetzbuch ist 1912 in Kraft getreten und beinhaltet Regelungen zum Privatrecht wie beispielsweise das Personenrecht, das Familienrecht und das Erbrecht. Das Erwachsenenschutzrecht wird ab Art. 360 ZGB behandelt. (Art. 360 - 379 ZGB). Darin sind die wesentlichen Punkte wie der Inhalt, die Formvorschriften Unter Formvorschriften versteht man die Anforderungen für die Vornahme eines Rechtsgeschäfts oder einer Rechtshandlung. Die jeweiligen Vorschriften sind in den entsprechenden Gesetzesartikeln vorgegeben. So muss der Vorsorgeauftrag beispielsweise entweder von Hand geschrieben, datiert und unterzeichnet oder durch einen Notar öffentlich beurkundet werden. und die Rolle der Erwachsenenschutzbehörde geregelt. Die Erwachsenenschutzbehörden haben die früheren meist kommunalen Vormundschaftsbehörden abgelöst und haben nun die Aufgabe, den Schutz von Personen sicherzustellen, die nicht selbständig in der Lage sind, die für sie notwendige Unterstützung einzuholen. Im Weiteren validiert die Behörde den Vorsorgeauftrag und schreitet bei Interessenkonflikten des Beauftragten oder anderweitiger Gefährdung der Interessen des Auftraggebers ein.

Validierung des Vorsorgeauftrags

Hat die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Kenntnis davon, dass eine Person urteilsunfähig geworden ist, klärt sie ab, ob ein Vorsorgeauftrag vorliegt. Wenn ein Vorsorgeauftrag verfasst wurde, kontrolliert die Behörde, ob dieser gültig errichtet ist. Im Weiteren wird abgeklärt, ob die beauftragte Person geeignet ist, die im Vorsorgeauftrag definierten Aufgaben anzunehmen. Bei Erfüllung der Voraussetzungen wird der Vorsorgeauftrag durch die KESB für wirksam erklärt (validiert). Die KESB prüft, ob die Voraussetzungen des Vorsorgeauftrags erfüllt sind und erklärt ihn für wirksam. Der Vorsorgebeauftragte erhält anschliessend eine Urkunde, die seine Befugnisse schriftlich festhält. Ist die Urteilsunfähigkeit nur für gewisse Aufgaben, die im Vorsorgeauftrag genannt wurden, eingetreten, ist auch eine teilweise Validierung eines Vorsorgeauftrags möglich.

Kontrolle durch die Behörden

Damit die beauftragte Person das in sie gesetzte Vertrauen nicht missbraucht, beziehungsweise die übertragenen Aufgaben in ordnungsgemässer Weise ausführt, besitzt die KESB von Gesetzes wegen ein bestimmtes Mass an behördlichen Eingriffsmöglichkeiten. Wird die betroffene Person wieder urteilsfähig, verliert der Vorsorgeauftrag seine Wirkung von Gesetzes wegen.

Kündigung des Vorsorgeauftrags

Die beauftragte Person bzw. die beauftragten Personen können den Vorsorgeauftrag jederzeit mit einer zweimonatigen Kündigungsfrist durch schriftliche Mitteilung an die Erwachsenenschutzbehörde kündigen. Aus wichtigen Gründen kann sie den Auftrag auch fristlos kündigen.

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