Steuertipps – Tipps zur Steueroptimierung

Sie finden hier einige Tipps zur Steueroptimierung. Erst durch eine langfristige Steuerplanung und die Koordination verschiedener Steueroptimierungsmassnahmen kann die Steuerbelastung nachhaltig reduziert werden.Im Vordergrund jeder Steueroptimierung steht das Brechen der Steuerprogression. Um Steuern zu optimieren, werden vielfach dieselben Muster angewendet: Vorsorgeprivilegien werden ausgenutzt, durch Staffelung werden einmalige Effekte auf verschiedene Steuerjahre verteilt, steuerfreie werden steuerbaren Einkünften vorgezogen, Sonderregelung kantonaler Steuerordnungen werden ausgenutzt oder günstigere Tarife anderer Steuerkantone oder vorteilhaftere Steuerarten werden zur Anwendung gebracht. Beachten Sie, dass diese Sammlung nur einen groben Überblick gibt. Es handelt sich hierbei um allgemein bekannte Steueroptimierungsmöglichkeiten, die sorgfältig recherchiert wurden. Je nach Ausgangslage und Steuerkanton können weitere Möglichkeiten der Steueroptimierung angewendet werden. Für die Richtigkeit kann keine Haftung übernommen werden. Konsultieren Sie die Wegleitung Ihres Steuerkantons, die Steuerverwaltung oder Ihren Steuerberater.

 


Tipp 1 zur Steueroptimierung


Einzahlungen in die Säule 3a

Einzahlungen in die steuerbegünstigte Säule 3a Bildet die dritte Säule des Schweizer Vorsorgesystems (private Vorsorge). Sie soll den Arbeitnehmern eine Sparmöglichkeit mit steuerlichen Vorteilen bieten. Der einbezahlte Betrag kann vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden.
können vollständig vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden. Im Gegenzug zur Abzugsmöglichkeit in der Steuererklärung gibt es jedoch einige Vorschriften, die zwingend eingehalten werden müssen: Einzahlen in die Säule 3a darf nur, wer ein AHV-pflichtiges Einkommen hat. Wer einer Pensionskasse Eine öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche juristische Person, die der Altersvorsorge und Risikoabsicherung dient. Eine Pensionskasse finanziert sich durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sowie durch Anlageerträge. Zum Pensionierungszeitpunkt kann sich der Arbeitnehmer normalerweise entscheiden, ob er eine lebenslängliche Rente oder eine einmalige Kapitalauszahlung erhalten möchte. Die Pensionskasse ist die zweite Säule des Schweizer Vorsorgesystems.
angeschlossen ist, kann maximal 6‘768 Franken (Stand 2017) einzahlen. Ohne Pensionskassenanschluss ist der Betrag auf 20 Prozent des AHV-Lohnes oder maximal 33‘840 Franken beschränkt. Falls ein AHV-pflichtiges Einkommen erzielt wird, dürfen Einzahlungen bis maximal fünf Jahre über den ordentlichen Pensionierungszeitpunkt getätigt werden. Bei der Auszahlung von Säule 3a-Guthaben wird eine sogenannte Kapitalauszahlungssteuer fällig.

 

Einzahlungen lohnen sich jedoch nicht bei jeder Ausgangslage. Aufschluss dazu gibt die Fachanalyse der VermögensPartner AG „Säule 3a – Lohnt sich eine Einzahlung".

Säule 3a - Für wen lohnt sich eine Einzahlung?

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Tipp 2 zur Steueroptimierung


Pensionskasseneinkauf

Genau gleich wie bei der Säule 3a können Pensionskasseneinkäufe Viele Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, sich bei ihrer Pensionskasse mit einmaligen Einzahlungen einzukaufen. Die mögiche Einkaufssumme ist auf dem Pensionskassenausweis ersichtlich oder kann direkt bei der Pensionskasse angefragt werden. Ziele eines Einkaufs sind in erster Linie die Erhöhung der Altersleistungen und Steueroptimierung. vollständig vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden. Neben vorsorgetechnischen Überlegungen hat ein Pensionskasseneinkauf daher oft das Ziel, die Steuerprogression Die Steuerlast nimmt bei steigendem Einkommen / Vermögen nicht linear, sondern progressiv zu. Das heisst bei steigendem Einkommen / Vermögen zahlt der Steuerzahler nicht nur in Franken mehr Steuern sondern auch in Prozent. Beispiel: Einkommen 100‘000 Franken => Steuerlast 30‘000 Franken (Durchschnitt 30%); Einkommen 110‘000 Franken => Steuerlast 35‘000 Franken (Durchschnitt 31.8%). Für das zusätzliche Einkommen von 10‘000 Franken zahlt der Steuerzahler in diesem Beispiel 5‘000 Franken mehr Steuern. Er befindet sich also in einer Progression von 50%, was gleichbedeutend mit einem Grenzsteuersatz von 50% ist. Der Grenzsteuersatz gibt also an, welche Auswirkungen eine Erhöhung oder Reduktion des Steuerbaren Einkommens auf die Steuerlast des Steuerzahlers hat. auf dem Einkommen zu brechen. Einkäufe sollten langfristig geplant und auf die individuelle Steuersituation abgestimmt werden. Durch das richtige Vorgehen kann die Steuerersparnis erheblich optimiert werden. Das Einkaufspotenzial Einkaufspotenzial in der Pensionskasse entsteht, wenn Vorsorgelücken vorhanden sind. Die Höhe des Einkaufspotenzials gibt an, wie viel jemand in die Pensionskasse einbringen muss, um alle Vorsorgelücken zu schliessen. Lücken in zweiten Säule können beispielsweise durch fehlende Beitragsjahre oder durch Lohnerhöhungen entstehen. Die Einkaufssumme darf von steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden. Bei richtiger Vorgehensweise sind Pensionskasseneinkäufe eines der effizientesten Mittel, um die Steuerlast nachhaltig zu reduzieren. finden Sie auf Ihrem Pensionskassenausweis Registrierte Vorsorgeeinrichtungen haben eine Informationspflicht gegenüber ihren Versicherten.
Dazu erhalten diese üblicherweise jährlich einen Pensionskassenausweis der Pensionskasse zugestellt. Der Pensionskassenausweis wird oft auch Versicherungsausweis, Leistungsausweis, Vorsorgeausweis, Leistungsblatt oder persönlicher Ausweis genannt.
oder Sie erfahren es direkt bei Ihrer Vorsorgeeinrichtung. Genau gleich wie bei Einzahlungen in die Säule 3a sind Pensionskasseneinkäufe nicht bei jeder Ausgangslage vorteilhaft. Gerade bei Ehepaaren mit zwei Pensionskassen oder kurz vor der Pensionierung Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Das ordentliche Pensionierungsalter beträgt bei Frauen 64 Jahre, bei Männern 65 Jahre. Bei der Pensionierung ändert sich die Einkommens- und Vermögenssituation: Das Berufseinkommen (Lohn) wird durch die AHV- und Pensionskassenrente (oder Kapitalauszahlung) ersetzt und andere Vorsorgegelder (z.B. Säule 3a) müssen in das übrige Vermögen integriert werden. Eine Pensionierung vor- oder nach dem ordentlichen Pensionierungsalter ist in der Schweiz dank des flexiblen Rentenalters möglich. muss einiges berücksichtigt werden, damit es später keine bösen Überraschungen gibt.

 

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PensionskasseneinkaufMerkblatt: Pensionskassenausweis lesen und verstehen

Tipp 3 zur Steueroptimierung


Staffelung von Pensionskasseneinkäufen

Bei der Steuereinsparung durch Einzahlungen in die Pensionskasse geht es darum, die Steuerprogression optimal zu brechen. Kann man den Effekt über mehrere Jahre verteilen, erhöht sich die Steuereinsparung entsprechend. Dies ist eine Folge des progressiven Steuersystems Für höhere Einkommen zahlt man nicht nur nominal höhere Steuern, sondern auch prozentual. Wer mehr verdient, soll überproportional mehr Steuern zahlen als jemand der weniger verdient. in der Schweiz. Kaufen Sie sich in die Pensionskasse in einem Jahr ein, in welchem Sie keine oder weniger andere Steuerabzüge als üblich tätigen (zum Beispiel Liegenschaftsunterhalt etc.) oder in Jahren mit besonders hohem Einkommen. Analysieren Sie Ihre persönliche Progressionskurve und bestimmen Sie, wie hoch ein Pensionskasseneinkauf maximal sein sollte, damit der Effekt nicht zu stark verwässert wird.

 

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Pensionskasseneinkauf

Tipp 4 zur Steueroptimierung


Staffelung von Bezügen aus der Säule 3a und der Pensionskasse

Die Auszahlung von Vorsorgekapitalien aus der Säule 3a und der Pensionskasse unterliegen einer sogenannten Kapitalauszahlungssteuer, Bei der Auszahlung von Vorsorgekapital aus der 2. oder der Säule 3a muss eine sogenannte Kapitalauszahlungssteuer bezahlt werden. Diese berechnet sich unabhängig vom restlichen steuerbaren Einkommen und Vermögen und wird in der Regel am Wohnort des Begünstigten zum Auszahlungszeitpunkt fällig. Die Steuer ist ebenfalls progressiv. Auszahlungen im gleichen Steuerjahr (in den meisten Kantonen auch von Ehepartnern) werden zusammengezählt. welche wie die Einkommenssteuer einer Progression Die Steuerlast nimmt bei steigendem Einkommen / Vermögen nicht linear, sondern progressiv zu. Das heisst bei steigendem Einkommen / Vermögen zahlt der Steuerzahler nicht nur in Franken mehr Steuern sondern auch in Prozent. Beispiel: Einkommen 100‘000 Franken => Steuerlast 30‘000 Franken (Durchschnitt 30%); Einkommen 110‘000 Franken => Steuerlast 35‘000 Franken (Durchschnitt 31.8%). Für das zusätzliche Einkommen von 10‘000 Franken zahlt der Steuerzahler in diesem Beispiel 5‘000 Franken mehr Steuern. Er befindet sich also in einer Progression von 50%, was gleichbedeutend mit einem Grenzsteuersatz von 50% ist. Der Grenzsteuersatz gibt also an, welche Auswirkungen eine Erhöhung oder Reduktion des Steuerbaren Einkommens auf die Steuerlast des Steuerzahlers hat. unterliegt. In den allermeisten Fällen ist daher die Steuereinsparung durch Staffelung der Bezüge aus der Säule 3a und der Pensionskasse erheblich. Es ist möglich, mehrere Säule 3a Konten / Depots Aufbewahrungsort für Wertgegenstände im weitesten Sinne. Bei Wertpapieren ist das Depot der Ort, wo das Bankinstitut die Wertpapiere für Ihre Kunden führt. Normalerweise verlangen die Geldinstitute eine Gebühr für die Depotführung.
zu eröffnen, um diese zu einem späteren Zeitpunkt in unterschiedlichen Steuerperioden und getrennt vom Pensionskassenkapital zu beziehen. Vorsorgekapitalien (2. Säule und Säule 3a), die in gleichen Jahren ausbezahlt werden, werden zusammen gezählt. Konten oder Depots im Rahmen der Säule 3a können nur vollständig bezogen werden. In wenigen Kantonen gibt es Ausnahmen in Bezug auf die Auszahlung von Vorsorgekapitalien.

 

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Beziehen der Säule 3a – Steuern sparen beim Bezug

Tipp 5 zur Steueroptimierung


Teil- und Frühpensionierung

Die Staffelung von Auszahlungen aus der Pensionskasse ist ein sehr effizientes Mittel zur Reduktion der Kapitalauszahlungssteuern. Wer sich teilweise pensionieren lässt und beim alten Arbeitgeber noch ein Arbeitspensum behält, kann sich unter Umständen einen Teil der Pensionskassengelder zum Zeitpunkt der Teilpensionierung und einen weiteren Teil bei der vollständigen Pensionierung auszahlen lassen. Dadurch wird eine Staffelung erzielt, die durch Abstimmung auf die Säule 3a zusätzlich optimiert werden kann. Bei einer Frühpensionierung In der Schweiz ist das ordentliche Pensionierungsalter 64 Jahre (Frauen) beziehungsweise 65 Jahre (Männer). Wenn jemand frühzeitig aus dem Erwerbsleben austritt, spricht man von einer Frühpensionierung. Bei einer Frühpensionierung entsteht üblicherweise eine Einkommenslücke, weil die AHV erst beim ordentlichen Rentenalter ausbezahlt wird. Oftmals spricht man bei einer Frühpensionierung auch von einer vorzeitigen Pensionierung. vor Alter 58 ist ein Rentenbezug aus der Pensionskasse in der Regel nicht möglich und das Pensionskassenkapital Der Grossteil der Beiträge an die Pensionskasse wird nicht zur Absicherung der Risiken Tod und Invalidität benötigt, sondern langfristig angelegt. Das so entstehende Sparkapital kann zum Pensionierungszeitpunkt, beziehungsweise ab einem gewissen Alter, als (Teil-) Kapital oder Rente bezogen werden. wird von der Pensionskasse auf ein Freizügigkeitskonto überwiesen. Vorteilhaft ist eine Auszahlung auf zwei Freizügigkeitskonten, die später (Männer ab Alter 60, Frauen ab Alter 59) separat in zwei Steuerperioden bezogen werden.

 

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Frühpensionierung

Tipp 6 zur Steueroptimierung


WEF-Bezug vor der Pensionierung

Wer seine Hypothek Die Hypothek dient zur Finanzierung von Grundstücken oder Wohneigentum. Sie dient zur Sicherung der Geldforderung. Als Entschädigung zahlt der Hypothekarnehmer dem Hypothekargeber einen Zins. im Alter reduzieren will, kann Vorsorgekapital mit einem WEF-Bezug WEF steht für Wohneigentumsförderung. Die Wohneigentumsförderung ist eine staatspolitische Massnahme und hat zum Ziel, dass sich mehr Leute ein Eigenheim leisten können. Im Rahmen eines WEF-Bezuges können Gelder aus der zweiten Säule und der Säule 3a frühzeitig bezogen werden, um sich die eigenen vier Wände zu finanzieren. bereits einige Jahre vor der Pensionierung beziehen und dieses Kapital für die Rückzahlung der Hypothek verwenden. Durch die richtige Vorgehensweise kann die Steuerlast auf der Kapitalauszahlung im Vergleich zu einer Amortisation Rückzahlung der auf einer Liegenschaft lastenden Hypothek. Eine Amortisation kann Schrittweise erfolgen, was bei einer Hypothek im 2. Rang üblich ist. Ob eine Hypothek amortisiert werden soll, hängt in erster Linie von der Gesamtvermögensstruktur und der individuellen Steuersituation des Liegenschaftseigentümers ab. zum Pensionierungszeitpunkt erheblich reduziert werden. Ziel ist das Brechen der Steuerprogression der Kapitalauszahlungssteuer. Durch die Abstimmung auf Bezüge aus der Säule 3a und andere Steueroptimierungsmöglichkeiten können erhebliche Steuereinsparungen erzielt werden. Unter Einhaltung gewisser Fristen und bei entsprechendem Einkaufspotenzial ist ein vorgängiger Pensionskasseneinkauf möglich, was die Steuereinsparung zusätzlich erhöht. Je nach Ausganslage kann die Hypothek zu einem späteren Zeitpunkt wieder erhöht werden.

 

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Wohneigentumsförderung (WEF) aus der PensionskasseWohneigentumsförderung (WEF) aus der Säule 3aSteuern sparen in der Säule 3a mit gestaffeltem BezugPensionskasseneinkauf und Steuern sparenVerordnung über die Wohneigentumsförderung mit Mitteln der beruflichen Vorsorge

Tipp 7 zur Steueroptimierung


Liegenschaften und Liegenschaftsunterhalt

Wer Liegenschaften besitzt, spart Vermögenssteuern weil der Steuerwert einer Liegenschaft in der Regel deutlich tiefer ist als der Verkehrswert. Ein anderer Begriff für Marktpreis. So viel würde der Markt (ein Käufer) für einen Gegenstand oder eine Liegenschaft bezahlen, wenn das Objekt zum Kauf angeboten würde. Liegenschaften sind am Ort der Liegenschaft steuerbar und nicht am Wohnort des Eigentümers. Durch geschickte Wahl des Liegenschaftsortes können Steuern optimiert werden. Einnahmen (Miete, Eigenmietwert Der Eigenmietwert muss von Liegenschaftseigentümern als Einkommen versteuert werden, die ihre eigene Liegenschaft bewohnen. Der Eigenmietwert entspricht etwa dem Einkommen, das man durch Vermietung auf dem freien Markt erzielen könnte. Der Eigenmietwert ist ein fiktives Einkommen in der Steuererklärung. Im Gegenzug können Schuldzinsen (Hypothekarzinsen) in Abzug gebracht werden. etc.) müssen als Einkommen versteuert werden, was in Bezug auf die Rendite Prozentuale Wertveränderung einer Anlage über einen bestimmten Zeitraum.
ein grosser Nachteil ist.

Liegenschaftsunterhalt (nicht wertvermehrend) ist in der Steuererklärung vollständig vom steuerbaren Einkommen abzugsfähig. Wer den Unterhalt seiner Liegenschaft(en) plant, kann erheblich Steuern sparen. Grund dafür ist, dass in den meisten Kantonen jedes Jahr zwischen einem Pauschalabzug und dem Abzug der effektiv angefallenen Unterhaltskosten gewählt werden kann. Unterhaltskosten in einem Steuerjahr, die tiefer sind als der Pauschalabzug lohnen sich steuertechnisch nicht, weil in einem solchen Jahr so oder so der Pauschalabzug getätigt werden sollte und die Unterhaltskosten dadurch nutzlos „verpuffen“. Planen Sie den Liegenschaftsunterhalt so, dass nicht dringende Arbeiten auf ein Jahr aufgespart werden, in dem die Unterhaltskosten höher sind als der Pauschalabzug und effektiv geltend gemacht werden können. Achten Sie darauf, dass in einigen Kantonen das Zahlungsdatum, in anderen das Rechnungsdatum darüber entscheidet, in welche Steuerperiode die Unterhaltskosten fallen. Bei grösseren Investitionen kann eine Aufsplittung über das Jahresende hinaus sinnvoll sein. Beachten Sie, dass wertvermehrende Anlagekosten (zum Beispiel Ausbau des Kellers oder Anbau eines Wintergartens) nicht abzugsfähig sind. Die Abstimmung auf andere Steueroptimierungsmassnahmen und die Berücksichtigung kantonaler Gegebenheiten ist hier besonders wichtig.

 


Tipp 8 zur Steueroptimierung


Obligationen und Aktien, Kapitalgewinn versus Kapitalertrag

Obligationen Wertpapier mit einem festen oder variablen Zinssatz. Der Schuldner (meistens ein Unternehmen, der Bund oder Kantone) verpflichtet sich dem Gläubiger jährlich einen Zins zu bezahlen. Am Ende der definierten Laufzeit ist der Gesamtbetrag fällig. Sehr verbreitet ist auch der englische Begriff "Bond".
zahlen einen regelmässigen Zins. Entgelt für die Überlassung von Geld. Die Zinsentwicklung hat sowohl Auswirkungen auf den Obligationen- als auch Aktienmarkt.
Dieser Zins muss vollumfänglich als steuerbares Einkommen versteuert werden, was den Ertrag nach Steuern je nach Steuersituation um bis zu 40 Prozent reduziert. Bei Aktienanlagen Ein Wertpapier, welches den Anteil an der Gesellschaft verbrieft. Die Höhe des Anteils am Grundkapital wird durch den Nennwert festgelegt. Der tatsächliche Wert der Aktie entspricht hingegen dem Kurswert an der Börse (Börsenkapitalisierung geteilt durch Anzahl Aktien). Die Aktie bietet dem Inhaber, sofern das Unternehmen erfolgreich wirtschaftet, zwei Einkommensquellen: Einerseits Dividendenzahlungen und andererseits die Chance auf einen langfristig steigenden Kurswert (Kursgewinn).
sind nur die Erträge (Dividenden) Auf eine Aktie anfallender Anteil des ausgeschütteten Gewinns einer Aktiengesellschaft.
steuerbar, der gesamte Kursgewinn Wenn der Preis einer Wertschrift an der Börse steigt, spricht man von einem Kurs- oder Kapitalgewinn. Im Gegensatz zu einer ausgeschütteten Rendite (Zins, Coupon, Dividende) unterliegt der Kursgewinn in der Schweiz nicht der Einkommenssteuer.
ist in der Schweiz steuerfrei. Aktien sind damit steuertechnisch deutlich attraktiver als festverzinsliche Anlagen. Wichtig ist, dass bei Aktienanlagen nach einem Konzept vorgegangen wird. Der Anlagehorizont Unter Anlagehorizont versteht man, wie lange in in Wertschriften angelegte Gelder voraussichtlich nicht angetastet werden müssen. und die Risikofreudigkeit sind entscheidend. Aktien sollte nur kaufen, wer das Kapital für eine längere Zeit nicht für den Konsum benötigt. Auch langfristig gibt es natürlich keine Garantie, dass Aktienkurse steigen. Zu beachten gilt ebenfalls, dass aktive Börsenteilnehmer unter gewissen Umständen als sogenannte gewerbsmässige Wertschriftenhändler taxiert werden können. In diesem Fall müsste auch der Kursgewinn als Einkommen versteuert werden. Auch bei Obligationen gibt es Optimierungspotenzial: Werden Obligationen unter Pari Bezeichnung für einen Ausgabekurs, bei dem der Nennwert und der Kurswert identisch sind. Eine Obligation, die zu Pari angeboten wird, weist demnach einen Kurswert von 100% auf.
(zu einem Kurs von weniger als 100 Prozent) und daher mit tiefem Coupons gekauft und bis zum Verfall gehalten, resultiert ebenfalls ein steuerfreier Kapitalgewinn (und weniger steuerbarer Zinsertrag). Auch hier ist jedoch Vorsicht geboten: Wenn die Steuerbehörde ein systematisches Vorgehen annimmt, kann der Verdacht auf Steuerumgehung aufkommen.

 

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Einkommenssicherstellung im AlterAnlagekonzept nach der PensionierungAnlagestrategieAnlagekategorien

Tipp 9 zur Steueroptimierung


Erwerbsunterbrüche über den Jahreswechsel legen

Erwerbsunterbrüche haben verschiedenste Ursprünge. Unbezahlter Urlaub für eine Weltreise oder einen längeren Auslandaufenthalt sind dabei nur zwei Beispiele. Um die Steuerprogression zu brechen, sollte ein Erwerbsunterbruch wenn möglich auf zwei Steuerperioden verteilt werden. Wer beispielsweise ein Jahr von Juni bis Juni auf Weltreise geht, bricht die Progression in zwei Jahren im Gegensatz zu jemandem, der von Januar bis Januar kein Erwerbseinkommen hat. Bei der Planung einer längeren Reise wird natürlich selten auf die steuerlichen Auswirkungen geachtet. Wer jedoch die Möglichkeit hat frei zu planen, sollte dies unbedingt tun: Die Steuereinsparung, gerade bei höhere Einkommen, ist beträchtlich.

 


Tipp 10 zur Steueroptimierung


Kapitalauszahlungssteuern sparen bei einer Auswanderung

Kapitalbezüge aus einer Schweizer Pensionskasse Eine öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche juristische Person, die der Altersvorsorge und Risikoabsicherung dient. Eine Pensionskasse finanziert sich durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sowie durch Anlageerträge. Zum Pensionierungszeitpunkt kann sich der Arbeitnehmer normalerweise entscheiden, ob er eine lebenslängliche Rente oder eine einmalige Kapitalauszahlung erhalten möchte. Die Pensionskasse ist die zweite Säule des Schweizer Vorsorgesystems.
müssen immer in der Schweiz versteuert werden. Grundsätzlich erfolgt die Besteuerung am Wohnsitz des Bezügers. Wohnt dieser zum Zeitpunkt des Bezuges jedoch im Ausland, wird eine Quellensteuer Steuer, die direkt belastet / abgezogen wird (an der Quelle).
am Sitz der Freizügigkeitsstiftung erhoben. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Pensionskasse, ob das Kapital vor der Auswanderung an eine Freizügigkeitsstiftung in einem steuergünstigen Kanton (beispielsweise Schwyz oder Zug) transferiert werden kann. Falls dies möglich ist, kann das Kapital nach der Wohnsitzverlegung ins Ausland bezogen werden. Bei Versicherten, welche jünger als 58 Jahre alt sind, ist ein Transfer an einen steuergünstigen Stiftungssitz in der Regel kein Problem. Jedoch nicht alle Pensionskassen zahlen das Kapital kurz vor dem ordentlichen Pensionierungsalter auf ein Freizügigkeitskonto aus. Anfragen sollte man aber auf jeden Fall, denn ein Transfer ist, falls möglich, sehr einfach und die Höhe der Quellensteuer variiert in den einzelnen Kantonen stark. 

 

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Kapitalbezug aus der Pensionskasse bei definitivem Verlassen der Schweiz

Tipp 11 zur Steueroptimierung


Den Wohnsitz (früher) verlegen

Jeder Kanton und jede Gemeinde erheben unterschiedlich hohe Steuern. Wenn Sie zügeln, achten Sie darauf ob die Steuern am neuen oder am alten Wohnort günstiger sind. Ausschlaggebend für die Besteuerung von Einkommen und Vermögen ist der Wohnort am 31. Dezember. Es kann also grosse Auswirkungen auf die Steuerlast haben, wenn Sie statt am Ende eines Jahres den Wohnsitz erst am Anfang des darauf folgenden Jahres verlegen. Wer nach der Pensionierung so oder so zügelt, sollte sich ebenfalls überlegen zu welchem Zeitpunkt der Wohnsitz gewechselt wird. Kapitalauszahlungen aus der Säule 3a und der Pensionskasse werden am Wohnort zum Zeitpunkt der Auszahlung besteuert. Die Unterschiede verschiedener Steuerdomizile sind sehr gross. Unter Umständen kann es also sinnvoll sein, den Wohnsitz bereits vor der Kapitalauszahlung zu verlegen oder bewusst zu warten. Selbstverständlich kann der Wohnsitz auch nur zum Zweck der Steueroptimierung gewechselt werden. Dies ist jedoch umständlich und nur bei grossen Vermögen oder hohen Einkommen ratsam. Zudem müssen Fristen eingehalten werden und der Lebensmittelpunkt muss wirklich verlegt werden. 

 


Tipp 12 zur Steueroptimierung


Hypothekarzinsen

Schuldzinsen dürfen vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden, weshalb eine hohe Schuldenlast auf den ersten Blick interessant scheint. Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn das Anlagevermögen langfristig eine höhere Rendite abwirft als die Hypothek nach dem Steuervorteil kostet. Die Aussage, der Hausbesitzer sollte im Minimum Hypothekarzinsen in der Höhe des Eigenmietwertes haben ist falsch. Der Eigenmietwert ist eine fixe Variable und kann nicht beeinflusst werden. Daher hat der Eigenmietwert bei der Überlegung, ob eine Hypothek Die Hypothek dient zur Finanzierung von Grundstücken oder Wohneigentum. Sie dient zur Sicherung der Geldforderung. Als Entschädigung zahlt der Hypothekarnehmer dem Hypothekargeber einen Zins. amortisiert werden soll oder nicht, keinen Einfluss.

 

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Wie weit soll die Hypothek amortisiert werden?

Tipp 13 zur Steueroptimierung


Schenkungen nur an nahe Verwandte

Schenkungen an Nichtverwandte müssen in den meisten Kantonen versteuert werden. Es ist daher vorteilhaft, wenn irgendwie möglich, Schenkungen in erster Linie an Verwandte auszurichten. Unter Einhaltung gewisser Fristen ist es beispielsweise möglich, einen Schwiegersohn zu beschenken indem zuerst eine Schenkung an die eigene Tochter ausgerichtet wird und diese dann an den Schwiegersohn „weiterverschenkt“ wird. Dadurch liegen dann zwei Schenkungen vor, die auf Grund des Verwandtschaftsgrades steuerfrei sind oder zu einem günstigeren Tarif erfolgen als eine direkte Schenkung an den Schwiegersohn.

 


Tipp 14 zur Steueroptimierung


Lebensversicherung als Geldanlage

Erträge im Privatvermögen sind steuerbar. Erträge, die im Rahmen einer rückkaufsfähigen Lebensversicherung Die gemischte Lebensversicherung verbindet einen langfristigen Vermögensaufbau mit der Möglichkeit, nahestehende Personen abzusichern. Auf die Erträge werden unter Einhaltung gewisser Bedingungen auch in der Säule 3b weder Einkommens- noch Verrechnungssteuern erhoben. Der Nachteil gemischter Lebensversicherungen ist, dass Gebühren und Rendite nicht transparent sind. Beim Abschluss einer Lebensversicherung werden in der Regel hohe Provisionen an den Aussendienst oder den Finanzberater / Vermittler bezahlt. In vielen Fällen ist es sinnvoll, nur das Risiko (z.B. Todesfallrisiko) abzusichern und den Sparteil selber bei einer Bank zu organisieren. anfallen, sind hingegen steuerfrei. Auch bei Einmaleinlagen sind die Erträge unter gewissen Voraussetzungen steuerfrei. Ob eine Lebensversicherung jedoch als Geldanlage geeignet ist, ist ein anderes Thema. Die Rendite ist sehr tief und die vielfach versprochenen Überschüsse Die Überschüsse bei Lebensversicherungen sind nicht garantiert. Sie richten sich nach dem Gewinn der Versicherungsgesellschaft und werden jedes Jahr neu festgelegt. alles andere als sicher. Nur auf Grund der Steueroptimierung eine Lebensversicherung abzuschliessen, ist auf keinen Fall ein ratsames Vorgehen. Klären Sie vor dem Abschluss einer Lebensversicherung die Modalitäten genau ab.

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