Säule 3a – Bank oder Versicherung?

Finanzprodukte im Rahmen der Säule 3a Bildet die dritte Säule des Schweizer Vorsorgesystems (private Vorsorge). Sie soll den Arbeitnehmern eine Sparmöglichkeit mit steuerlichen Vorteilen bieten. Der einbezahlte Betrag kann vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden.
sind für Banken und Versicherer ein lukratives Geschäft. Die Margen sind hoch und Kunden sind nicht selten für viele Jahre  an den einmal gewählten Anbieter gebunden. Wer von den Steuervorteilen, die bei Banken und Versicherungen identisch sind, profitieren möchte, sollte sich genau überlegen, wie lange er sich binden möchte und welches für ihn die beste Lösung ist.

Säule 3aBankVersicherung3a-KontoWertschriftenSparver-sicherungVersicherungmit FondsGebundeneVorsorge(Säule 3a)Abwicklungs-partnerAnlageformGrafik: Anlageformen in der Säule 3a©VermögensPartner AG

Säule 3a bei einer Bank

Bankkonto im Rahmen der Säule 3a

Die meisten Banken bieten ein Konto im Rahmen der Säule 3a an. Der Zinssatz ist üblicherweise etwas höher als auf dem normalen Sparkonto. Die Unterschiede bei den 3a-Zinsen sind gross und ein Vergleich lohnt sich auf jeden Fall. Die Sicherheit und Flexibilität steht bei einem 3a-Konto im Vergleich zu einem Depot im Vordergrund. Ein 3a-Konto kann in der Regel jederzeit zu einer anderen Bank transferiert werden.


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Vergleich von 3a-Kontozinssätzen

Säule 3a-Depot bei einer Bank

Es ist möglich, im Rahmen der Säule 3a in Wertschriften zu investieren. In den meisten Fällen bieten die Banken Standardlösungen auf der Basis von Anlagefonds Ein Fonds ist eine breit gestreute Geldanlage. Die Fondsgesellschaft sammelt das Geld vieler Anleger und investiert es in verschiedene Anlagekategorien wie Aktien, Obligationen, Immobilien oder Rohstoffe etc.. Der Vorteil der Fondsanlage besteht darin, dass der einzelne Anleger bereits mit einem bescheidenen
Kapitaleinsatz von der Risikostreuung des gesamten Fonds profitiert. Nachteilig sind die meistens relativ hohen Gebühren, die genau hinterfragt werden müssen.
mit einem Aktienanteil von circa 15 bis 50 Prozent an. Je höher der Aktienanteil, desto höher ist auch das Risiko. Derjenige Teil des Gesamtrisikos von Wertschriften, der auch durch breite Diversifikation nicht weiter reduziert werden kann.
Wer höhere Kursschwankungen in Kauf nimmt, darf langfristig mit einer höheren Rendite rechnen. Einige Bankinstitute bieten auch Fonds mit einer garantierten Mindestverzinsung oder strukturierte Produkte im Rahmen der Säule 3a an. Sicherheit muss jedoch immer auf Kosten der Rendite erkauft werden. Wegen den hohen Kosten lohnen sich die Garantieprodukte langfristig in der Regel nicht. Im 3a-Depot ist der Anleger an die Produkte der Hausbank gebunden. Bei einem Wechsel der Bankbeziehung müssen die Fonds verkauft und bei der neuen Bank wieder gekauft werden. In den meisten Fällen gilt dies auch, wenn das Kapital beim Bezug der Säule 3a ins restliche Privatvermögen fliesst. Dies verursacht nicht zu unterschätzende Kosten.




Säule 3a bei einer Versicherung

Lebensversicherungen im Rahmen der Säule 3a

Eine Lebensversicherung Die gemischte Lebensversicherung verbindet einen langfristigen Vermögensaufbau mit der Möglichkeit, nahestehende Personen abzusichern. Auf die Erträge werden unter Einhaltung gewisser Bedingungen auch in der Säule 3b weder Einkommens- noch Verrechnungssteuern erhoben. Der Nachteil gemischter Lebensversicherungen ist, dass Gebühren und Rendite nicht transparent sind. Beim Abschluss einer Lebensversicherung werden in der Regel hohe Provisionen an den Aussendienst oder den Finanzberater / Vermittler bezahlt. In vielen Fällen ist es sinnvoll, nur das Risiko (z.B. Todesfallrisiko) abzusichern und den Sparteil selber bei einer Bank zu organisieren. im Rahmen der Säule 3a kann bei fast jeder Versicherungsgesellschaft abgeschlossen werden. Ein Teil der Prämie, welche genau gleich wie bei der Bank nach oben limitiert ist und steuerlich in Abzug gebracht werden kann, fliesst in den sogenannten Sparteil der Versicherung. Der Sparteil wird verzinst und beim Ablauf der Police ausbezahlt. Als Rendite des Sparteils wird oft der technische Zinssatz Der technische Zinssatz ist der von einer Lebensversicherung garantierte Zins (vor Administrationskosten), mit dem der Sparteil bei Versicherungen verzinst wird. genannt, was nicht korrekt ist. Vom technischen Zinssatz werden verschiedene Administrationsgebühren und Kommissionen in Abzug gebracht, welche die effektive Rendite im Vergleich zum technischen Zinssatz teilweise um mehr als die Hälfte reduzieren. Mit Hilfe einer Cashflow-Rechnung kann vor dem Abschluss die effektive Rendite mit und ohne Berücksichtigung der Überschüsse Die Überschüsse bei Lebensversicherungen sind nicht garantiert. Sie richten sich nach dem Gewinn der Versicherungsgesellschaft und werden jedes Jahr neu festgelegt. berechnet werden. Die Überschüsse sind nicht garantiert und in der Vergangenheit haben viele Versicherte beim Ablauf der Versicherung keine oder nur geringe Überschüsse erhalten. Als Versicherter ist man nicht nur von der Lage an den Finanzmärkten, sondern auch vom Geschäftsgang der Versicherungsgesellschaft abhängig. Man muss sich bewusst sein, dass eine Versicherung mehr oder weniger frei entscheiden kann, ob sie einen Überschuss auszahlt oder nicht. Zusätzlich wird mit der Prämie ein Risikoteil finanziert. In den meisten Fällen handelt es sich um ein Todesfallkapital und / oder einen Risikoschutz bei Erwerbsunfähigkeit.

Säule 3a mit einer fondsgebundenen Lebensversicherung

Es besteht die Möglichkeit, den Sparteil einer Säule 3a - Lebensversicherung in Anlagefonds Ein Fonds ist eine breit gestreute Geldanlage. Die Fondsgesellschaft sammelt das Geld vieler Anleger und investiert es in verschiedene Anlagekategorien wie Aktien, Obligationen, Immobilien oder Rohstoffe etc.. Der Vorteil der Fondsanlage besteht darin, dass der einzelne Anleger bereits mit einem bescheidenen
Kapitaleinsatz von der Risikostreuung des gesamten Fonds profitiert. Nachteilig sind die meistens relativ hohen Gebühren, die genau hinterfragt werden müssen.
zu investieren. Die Anlagefonds werden in der Regel von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft vorgegeben. Es steht daher nur eine kleine Auswahl an Fonds zur Verfügung. Weil ein Teil des Kapitals indirekt über Anlagefonds in Aktien Ein Wertpapier, welches den Anteil an der Gesellschaft verbrieft. Die Höhe des Anteils am Grundkapital wird durch den Nennwert festgelegt. Der tatsächliche Wert der Aktie entspricht hingegen dem Kurswert an der Börse (Börsenkapitalisierung geteilt durch Anzahl Aktien). Die Aktie bietet dem Inhaber, sofern das Unternehmen erfolgreich wirtschaftet, zwei Einkommensquellen: Einerseits Dividendenzahlungen und andererseits die Chance auf einen langfristig steigenden Kurswert (Kursgewinn).
investiert ist, sind die Wertschwankungen grösser als bei einer herkömmlichen gemischten Lebensversicherung und es ist nur selten ein Endkapital garantiert. Es gibt viele verschiedene Konstruktionen von fondsgebundenen Lebensversicherungen, die teilweise Sicherheit durch Kapitalschutz versprechen oder andere Sicherheitsmechanismen einbauen. Wie immer beim Geld anlegen kann auch bei fondsgebundenen Lebensversicherungen Sicherheit nur auf Kosten der Rendite erkauft werden. Bei fondsgebundenen Versicherungen sind die Abschlussprovisionen Entgelt für die Vermittlung von Finanzprodukten im Banken- und Versicherungsbereich. Die Provisionen werden indirekt durch Kosten und Gebühren, welche der Anleger zu zahlen hat, finanziert.
für den Finanzberater sehr hoch. Von den Fondsanbietern erhält die Versicherungsgesellschaft in der Regel einmalig und regelmässig Provisionen Eine Provision (in der Finanzbranche auch als Retrozession oder Kickback bezeichnet) ist ein Entgelt, welches Finanzberater oder Vermögensverwalter erhalten. Bezahlt werden die Retrozessionen an verschiedenste Beratungsunternehmen oder Berater in der Finanzbranche. Finanziert werden die Retrozessionen üblicherweise vom Kunden, nämlich durch höhere Gebühren. Provisionen können beim Berater Anreize schaffen, die nicht im Interesse der Kunden sind. Kickbacks sind in der gesamten Finanzbranche verbreitet, insbesonder im Fondsgeschäft, bei strukturierten oder anderen Finanzprodukten und bei externen Vermögensverwaltern. (Kickbacks) ausbezahlt, die teilweise beträchtlich sind.


Vorteile und Nachteile einer Säule 3a-Versicherung

Eine 3a - Lebensversicherung profitiert in Bezug auf die Steuern von den genau gleichen Vorteilen wie eine Säule 3a bei einer Bank. Ein Vorteil der Versicherung gegenüber der Bank ist, dass der Sparer gewissermassen verpflichtet wird, die Prämie regelmässig zu überweisen. Man wird sozusagen gezwungen, langfristig Geld fürs Alter auf die Seite zu legen (Sparzwang). Dies ist der Hauptvorteil gegenüber einer Säule 3a bei einer Bank und dieser kann sich auch schnell als Nachteil entpuppen: Durch die obligatorischen Einzahlungen ist die Versicherung unflexibel. Niemand kann die Finanzen 30 oder sogar 40 Jahre vorausplanen. Vielleicht macht es in einem spezifischen Jahr steuerlich keinen Sinn, in die Säule 3a einzuzahlen (wegen Auslandaufenthalt, Arbeitslosigkeit, Umbau der Liegenschaft, Krankheit etc.) oder Sie möchten aus persönlichen Gründen nicht mehr in die Säule 3a einzahlen. Bei einer Versicherung müssen Sie meistens trotzdem einzahlen, auch wenn Ihnen der Steuervorteil unter Umständen gar nicht zu Gute kommt. Das ist doppelt schlimm, weil Sie bei der Auszahlung trotzdem eine Kapitalauszahlungssteuer bezahlen müssen. Weil der Bezugszeitpunkt vorgegeben ist, können in der Pensionierungsphase steuerliche Optimierungsmöglichkeiten nicht auf andere Optimierungsmassnahmen abgestimmt werden und das gesamte Kapital muss in derselben Steuerperiode bezogen werden (keine Staffelung In Bezug auf die Steuern versteht man unter Staffelung die Verteilung von steuerlich relevanten Massnahmen auf mehrere Steuerperioden. Auf Grund des progressiven Steuersystems in der Schweiz hilft die Staffelung vielfach, Steuern einzusparen. möglich). Wie bei anderen Lebensversicherungen ist die Transparenz in Bezug auf die Gebühren tief. Der technische Zinssatz gibt zwar eine Rendite an, diese versteht sich jedoch vor Gebühren. Nach Gebühren ist dieser meist tiefer als auf einem Säule 3a Konto, auch wenn die Kosten für eine separate Risikoversicherung berücksichtigt werden. Ein Risikoschutz (bei Todesfall, Erwerbsunfähigkeit etc.) kann auch ohne Sparteil abgeschlossen werden, nicht immer jedoch im Rahmen der Säule 3a.

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