Hypothek amortisieren – Wann ist eine Amortisation sinnvoll?

Viele angehenden Rentner überlegen, ob sie ihre Hypothek Die Hypothek dient zur Finanzierung von Grundstücken oder Wohneigentum. Sie dient zur Sicherung der Geldforderung. Als Entschädigung zahlt der Hypothekarnehmer dem Hypothekargeber einen Zins. zum Pensionierungszeitpunkt (weiter) amortisieren Rückzahlung der auf einer Liegenschaft lastenden Hypothek. Eine Amortisation kann Schrittweise erfolgen, was bei einer Hypothek im 2. Rang üblich ist. Ob eine Hypothek amortisiert werden soll, hängt in erster Linie von der Gesamtvermögensstruktur und der individuellen Steuersituation des Liegenschaftseigentümers ab. sollen. Bei der Überlegung, ob eine Amortisation sinnvoll ist, spielen viele Parameter eine Rolle. In erster Linie hängt der Entscheid aber von zwei Faktoren ab: Welches sind die steuerlichen Auswirkungen der Amortisation und was würden Sie mit dem Geld machen, wenn Sie nicht amortisieren. Wer amortisiert, sollte sich bewusst sein, dass das Kapital nicht für Konsum zur Verfügung steht und die Hypothek zu einem späteren Zeitpunkt eventuell nicht mehr aufgestockt werden kann.

Hypothek amortisieren oder nicht? Steuern spielen eine wichtige Rolle

Untenstehende Darstellung zeigt die Betrachtung der reinen Opportunitätskosten bei einer Amortisation unter Berücksichtigung der steuerlichen Veränderungen. Um das Beispiel auf die eigene Situation zu übertragen, muss man seinen persönlichen Grenzsteuersatz Der Grenzsteuersatz gibt an, in welcher Steuerprogression sich der Steuerzahler befindet. Ein Grenzsteuersatz von 35% auf die letzten 1'000 Franken bedeutet zum Beispiel, dass die Steuerrechnung um 350 Franken zunimmt, wenn der Steuerzahler sein steuerbares Einkommen um 1'000 Franken erhöhen kann. Bei der Optimierung der Steuersituation ist der Grenzsteuersatz der wichtigste Parameter. kennen.







Folgende Frage ist entscheidend, wenn es um die Amortisation der Hypothek geht: Was passiert mit dem Geld, wenn es NICHT für die Amortisation der Hypothek verwendet wird? Das Kapital muss eine höhere langfristige Rendite Prozentuale Wertveränderung einer Anlage über einen bestimmten Zeitraum.
nach Steuern erwirtschaften, als die Hypothek nach Abzug der Steuerreduktion (die Hypothekarzinsen können vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden) kostet. Wenn das Kapital also auf dem Sparkonto liegt, wird es diese Hürde (im Beispiel 3.3%) nicht erreichen, ebenso wenig bei der Anlage in eine sichere Obligation. Wertpapier mit einem festen oder variablen Zinssatz. Der Schuldner (meistens ein Unternehmen, der Bund oder Kantone) verpflichtet sich dem Gläubiger jährlich einen Zins zu bezahlen. Am Ende der definierten Laufzeit ist der Gesamtbetrag fällig. Sehr verbreitet ist auch der englische Begriff "Bond".
Damit langfristig mehr Rendite erwirtschaftet werden kann, als die Hypothek kostet (Opportunitätsgewinn) muss man teilweise in Aktien Ein Wertpapier, welches den Anteil an der Gesellschaft verbrieft. Die Höhe des Anteils am Grundkapital wird durch den Nennwert festgelegt. Der tatsächliche Wert der Aktie entspricht hingegen dem Kurswert an der Börse (Börsenkapitalisierung geteilt durch Anzahl Aktien). Die Aktie bietet dem Inhaber, sofern das Unternehmen erfolgreich wirtschaftet, zwei Einkommensquellen: Einerseits Dividendenzahlungen und andererseits die Chance auf einen langfristig steigenden Kurswert (Kursgewinn).
oder ähnliche Anlagen investieren. Aktien werfen langfristig erfahrungsgemäss zwar eine höhere Rendite ab, kurzfristig sind sie aber hohen Wertschwankungen Volatilität bezeichnet in der Statistik die Schwankung von Zeitreihen. In der Finanzwelt ist die Volatilität ein Mass für das Ausmass von Schwankungen verschiedenster Finanzparameter wie beispielsweise Aktienkurse oder Zinsen. Eine hohe Volatilität bedeutet hohe Kursschwankungen (Verlustrisiko). ausgesetzt. Wer also kurzfristig garantiert keine Verluste will, sollte mit „herumliegendem“ Kapital die Hypothek zurück zahlen.

Gedanken vor einer Amortisation der Hypothek

Bedenken Sie, dass eine Hypothek nach einer Amortisation nicht immer ohne Probleme wieder aufgestockt werden kann. Vielleicht ist die Bank nicht mehr dazu bereit oder unter Umständen akzeptiert die Steuerbehörde die erneute Aufstockung nicht mehr im selben Masse und die Hypothekarzinsen können steuerlich nicht mehr vollständig in Abzug gebracht werden. Geld, welches zur Amortisation verwendet wird, ist in der Liegenschaft gebunden. Das bedeutet, dass dieses Kapital nicht für zukünftigen Konsum zur Verfügung steht und nicht verzehrt werden kann. Die Problematik, dass im hohen Alter zwar oftmals genügend Geld vorhanden ist, dieses jedoch in einer Immobilie gebunden ist, werden sich viele erst zu spät bewusst. Unter Umständen kann dies dazu führen, dass eine Liegenschaft verkauft werden muss.

Möglichkeiten der Hypothekenamortisation

Die gängigste Möglichkeit der Hypothekenamortisation ist die normale Rückzahlung. Sie überweisen Geld an den Gläubiger von einem Konto oder einem Wertschriftendepot Aufbewahrungsort für Wertgegenstände im weitesten Sinne. Bei Wertpapieren ist das Depot der Ort, wo das Bankinstitut die Wertpapiere für Ihre Kunden führt. Normalerweise verlangen die Geldinstitute eine Gebühr für die Depotführung.
und zahlen damit die Hypothek zurück. Sie haben weiter die Möglichkeit, die Hypothek durch einen WEF-Bezug (Geld aus der Pensionskasse oder der Säule 3a) zu amortisieren. Bei einer laufenden Amortisation (üblich bei der 2. Hypothek) Die zweite Hypothek kommt für den Teil der Hypothek zur Anwendung, der die Belehnungshöhe von 2/3 übersteigt. Die 2. Hypothek ist für den Kreditgeber mit höheren Risiken behaftet als die 1. Hypothek. Das führt dazu, dass der Zinssatz üblicherweise 0.5% bis 1.0% höher ist als bei der 1. Hypothek. können Sie zudem zwischen direkter und indirekter Amortisation auswählen.

Mehr Informationen zum Thema direkte versus indirekte Amortisation finden Sie hier:

Direkte versus indirekte Amortisation

Verpfändung oder Bezug des Pensionskassenkapitals

Es gibt zwei Möglichkeiten, das Geld in der Pensionskasse Eine öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche juristische Person, die der Altersvorsorge und Risikoabsicherung dient. Eine Pensionskasse finanziert sich durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sowie durch Anlageerträge. Zum Pensionierungszeitpunkt kann sich der Arbeitnehmer normalerweise entscheiden, ob er eine lebenslängliche Rente oder eine einmalige Kapitalauszahlung erhalten möchte. Die Pensionskasse ist die zweite Säule des Schweizer Vorsorgesystems.
für Wohneigentum zu verwenden: Verpfändung oder frühzeitiger Bezug der Vorsorgegelder. Bei einer Verpfändung dient das Pensionskassenguthaben dem Kreditgeber als zusätzliche Sicherheit. Die maximale Höhe der Hypothek steigt dadurch unter Umständen auf deutlich mehr als die üblichen 80 Prozent des Liegenschaftswertes. Dies hat höhere Zins- und Amortisationskosten zur Folge. Dafür werden weder Risiko- noch Altersleistungen bei der Pensionskasse gekürzt. Bei einem Bezug des Kapitals fliesst Geld aus der Pensionskasse in die Liegenschaft. Dadurch reduzieren sich die zukünftigen Wohnkosten, was einen Teil der Kürzungen bei den Altersleistungen kompensiert. Der Versicherungsschutz im Falle von Invalidität oder Tod wird durch den frühzeitigen Kapitalbezug aber bei den meisten Vorsorgeeinrichtungen stark reduziert. Dieser Leistungsrückgang kann nur über eine private Risikoversicherung gedeckt werden. Ob die Verpfändung oder ein Bezug sinnvoller ist, hängt von vielen Faktoren ab. In erster Linie sind aber das Reglement der Pensionskasse und die individuelle Steuersituation entscheidend. Erkundigen Sie sich genau, bevor Sie sich für eine Variante entscheiden.

Verpfänden oder beziehen - wichtige Vor- und Nachteile




Wohneigentumsförderung bei Immobilien im Ausland

Vielfach kann Kapital in der Pensionskasse bei einer definitiven Auswanderung bezogen werden und die Frage der Wohneigentumsförderung Die Wohneigentumsförderung ist eine staatspolitische Massnahme und hat zum Ziel, dass sich mehr Leute ein Eigenheim leisten können. Bei der Wohneigentumsförderung geht man davon aus, dass selbstgenutztes Wohneigentum als adäquates Mittel zur Vorsorge geeignet ist. Während bei jüngeren Leuten die Wohneigentumsförderung hauptsächlich als „Starthilfe“ zur Finanzierung von Wohneigentum gebraucht wird, kann sie unter gewissen Voraussetzungen bei angehenden Rentnern als Steueroptimierungsinstrument eingesetzt werden. ist hinfällig. In gewissen Fällen, insbesondere bei der Auswanderung in ein EU-Land, steht aber nur der überobligatorische Sparguthaben, das den obligatorischen Teil gemäss BVG übersteigt, fliesst in den überobligatorischen Teil. Der überobligatorische Teil wird vielfach auch als Bel Etage bezeichnet. Beim überobligatorischen Teil kommen die Eckwerte des Reglements zum tragen (Umwandlungssatz etc.). In der Regel ist der Rentenumwandlungssatz beim überobligatorischen Teil tiefer als beim obligatorischen Teil Teil zur Verfügung. In einigen Fällen kann ein WEF-Bezug WEF steht für Wohneigentumsförderung. Die Wohneigentumsförderung ist eine staatspolitische Massnahme und hat zum Ziel, dass sich mehr Leute ein Eigenheim leisten können. Im Rahmen eines WEF-Bezuges können Gelder aus der zweiten Säule und der Säule 3a frühzeitig bezogen werden, um sich die eigenen vier Wände zu finanzieren. auch bei definitivem Verlassen der Schweiz eine Möglichkeit darstellen.
 

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Kommentare

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Veröffentlichte Kommentare

  • 11. Februar 2018 - Mark

    Teilbezug zwecks Wohneigentumsförderung

    Ein Teilbezug kann alle 5 Jahre vorgenommen werden. Aber gilt dies für eine Person, für ein Ehepaar (mit je eigenem Konto) oder für ein Konto?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Im Rahmen der Wohneigentumsförderung WEF (Kauf, Amortisation der Hypothek und Renovation) können Sie bis 5 Jahre vor der ordentlichen Pensionierung auch Teilbezüge aus der Säule 3a machen. Ein Teilbezug ist alle 5 Jahre möglich und kann von jedem Ehepartner unabhängig getätigt werden. Der Bezug wird somit pro Ehepartner angeschaut.

  • 31. Juli 2017 - J.

    Säule 3a

    Ich habe bei der Postfinance ein Säule 3a Konto mit ca. Fr. 100'000. Aus Steuergründen und weil ich im nächsten Jahr 70 Jahre alt werde, wollte ich nun einen Teil des Kapitals in diesem Jahr aus dem Säule 3a Konto beziehen und den Rest im nächsten Jahr. Nun aber teilt mir Postfinance mit, dass ein Teilbezug nicht möglich ist, er wäre nur möglich wenn mehrere Konto bestehen würden.
    Ich bin mir nicht sicher ob dies so stimmt und wo die gesetzlichen Grundlagen sind um meinen Teilbezug zu verhindern und ob es wo möglich noch eine andere Möglichkeit gibt?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Lieber J.

    Es ist tatsächlich so, dass Sie keinen Teilbezug eines Säule 3a Kontos tätigen können. Sie müssen „alles oder nichts“ beziehen. Geregelt ist der Bezug der Vorsorgegelder unter anderem im Kreisschreiben 18 der Eidgenössischen Steuerverwaltung.