Exchange Traded Funds (ETFs)

Exchange Traded Funds Abkürzung für den englischen Begriff Exchange Traded Funds oder Indexaktie. Indexaktien haben das Ziel, die Wertentwicklung eines bestimmten Indices wie zum Beispiel den SMI nachzubilden. Da bei einer Indexaktie auf ein aktives Management der Gelder verzichtet wird, fallen die jährlichen Gebühren deutlich tiefer aus als bei einem üblichen Aktienfonds. Der Anleger kann je nach Index trotzdem von einer breiten Diversifikation profitieren.
sind die beste Alternative zu teuren aktiven Anlagefonds. Ein Fonds ist eine breit gestreute Geldanlage. Die Fondsgesellschaft sammelt das Geld vieler Anleger und investiert es in verschiedene Anlagekategorien wie Aktien, Obligationen, Immobilien oder Rohstoffe etc.. Der Vorteil der Fondsanlage besteht darin, dass der einzelne Anleger bereits mit einem bescheidenen
Kapitaleinsatz von der Risikostreuung des gesamten Fonds profitiert. Nachteilig sind die meistens relativ hohen Gebühren, die genau hinterfragt werden müssen.
Die Margen für Banken sind auf Grund der tiefen Gebühren deutlich tiefer als bei den meisten üblichen Bankprodukten.

Was sind Exchange Traded Funds?

Exchange Traded Funds sind Anlagefonds, die kostengünstig einen Index Ein Index ist eine Kennzahl für die Entwicklung der Wertpapiere eines bestimmten Marktsegmentes. Die wichtigsten Aktienindices der Schweiz sind der SMI und der SPI. Ein Index widerspiegelt die Entwicklung des ganzen Segmentes. In den meisten Indices sind die einzelnen Aktien nach Ihrer Marktkapitalisierung, also ihrem tatsächlichen Börsenwert gewichtet.
nachbilden. Das Ziel der Diversifikation Begriff für die breite Streuung von Anlagen, um das Risiko von Verlusten zu streuen. Diversifikation ist teuer und nur einzelne Anlageprodukte eignen sich zur effizienten Diversifikation von Risiken. Der Anleger muss berücksichtigen, dass er das sogenannte systematische Risiko (Marktrisiko) von Wertschriften nicht reduzieren kann.
erreichen sie genau so gut oder bei Wahl eines entsprechenden Indices sogar besser als aktive Anlagefonds. ETFs werden im Gegensatz zu üblichen Investmentfonds nicht aktiv Von aktiven Produkten spricht man in der Finanzwelt, wenn der verantwortliche Produktmanager aktiv versucht, eine Index-Benchmark zu übertreffen. Mit einer aktiven Steuerung (Übergewichtung und Untergewichtung von einzelnen Anlagen gegenüber einer Benchmark) soll eine Outperformance erzielt werden. Diese aktive Steuerung verursacht hohe Kosten, weshalb es nur ein Teil der aktiven Produkte schafft, das Ziel einer Mehrrendite nach Gebühren zu erreichen. Viele Produkte, oftmals Anlagefonds, halten sich sehr nahe an der zugrunde liegenden Benchmark und managen nur einem kleinen Teil des Vermögens aktiv. Solche Produkte sind wenig sinnvoll, da auch für den passiven Teil die hohen Gebühren für ein aktives Management anfallen. von einem Fondsmanager Der Fondsmanager ist zusammen mit seinem Team verantwortlich für die Bewirtschaftung eines Anlagefonds. Der Fondsmanager und die weiteren Analysten im Team haben vertieftes Wissen in dem Markt, in den der Fonds investiert. So hat das Analystenteam oftmals auch Spezialisten aus der jeweiligen Branche (z.B. Ingenieure bei einem Fonds der in Automobilaktien investiert). verwaltet, sondern bilden passiv In der Finanzbranche versteht man unter passiven Produkten Anlagemöglichkeiten, die nicht versuchen einen entsprechenden Benchmark-Index zu übertreffen, sondern ihn genau abbilden. Von Vorteil sind die sehr geringen Gebühren, weil kein aktives Research betrieben werden muss. Bei der Selektion von passiven Produkten ist die Analyse der Gebühren ein Hauptkriterium. Passive Produkt sind beispielsweise ETF’s, Indexfonds oder teilweise auch Zertifikate. einen Index nach. Das Fondsvermögen wird nur dann neu strukturiert, wenn sich die Zusammensetzung des zugrunde liegenden Indices ändert. Dies ist dann der Fall, wenn die Gewichtung einzelner Unternehmen im Index angepasst wird.


Exchange Traded Funds sind sehr flexible, liquide und vor allem transparente Anlagefonds, die an der Börse Ein Markt für Aktien, Obligationen, Waren und verschiedene Finanzinstrumente. Der Preis wird durch das Angebot und die Nachfrage bestimmt.
kotiert und permanent gehandelt werden. Vielfach werden ETFs als Indexaktien bezeichnet, weil der Handel an der Börse sehr ähnlich organisiert ist wie bei Aktien. Ein Wertpapier, welches den Anteil an der Gesellschaft verbrieft. Die Höhe des Anteils am Grundkapital wird durch den Nennwert festgelegt. Der tatsächliche Wert der Aktie entspricht hingegen dem Kurswert an der Börse (Börsenkapitalisierung geteilt durch Anzahl Aktien). Die Aktie bietet dem Inhaber, sofern das Unternehmen erfolgreich wirtschaftet, zwei Einkommensquellen: Einerseits Dividendenzahlungen und andererseits die Chance auf einen langfristig steigenden Kurswert (Kursgewinn).
Leerverkäufe Verkauf von Wertschriften, Devisen oder Waren, die der Verkäufer noch gar nicht besitzt. Er rechnet mit fallenden Kursen. In diesem Fall verkauft er die Wertpapiere teuer und kauft sie später günstiger zurück. Leerverkäufe werden häufig von Hegde Funds getätigt.
und Arbitrage Ausnützen von Kursunterschieden gleicher Güter oder Anlagen auf verschiedenen Märkten. Die Anlagen werden auf dem günstigsten Markt gekauft und gleichzeitig auf dem teuersten Markt verkauft.
sind mit ETFs ebenfalls möglich und Market Maker Makler oder Banken, die sich verpflichtet haben, für bestimmte Produkte verbindliche Kaufs- und Verkaufskurse zu stellen. Damit soll ein einigermassen liquider Markt sichergestellt werden.
sind verpflichtet, laufend einen geregelten Markt sicherzustellen. Der Spread Differenz zwischen dem Geld- und Briefkurs eines Wertpapiers oder von Devisen zum gleichen Zeitpunkt. Je besser ein Markt funktioniert, desto tiefer sind die Spreads. Der Spread ist die wichtigste Einnahmequelle der Banken bei Devisengeschäften.
ist in der Regel tief, bei einzelnen Nischenprodukten kann er aber auch mehrere Prozente betragen. Wie herkömmliche Anlagefonds bilden ETFs Sondervermögen des Emittenten. Herausgeber eines neuen Wertpapiers.
Dadurch wird das von Anlegern in einen ETF investierte Kapital bei einer Zahlungsunfähigkeit der Depotbank Kundengelder werden nicht beim Vermögensverwalter aufbewahrt, sondern bei einer externen Bank. Somit wird auch sichergestellt, dass die Gelder vom Gesellschaftsvermögen strikt getrennt und von einer Veruntreuung oder Insolvenz nicht tangiert sind.
gesondert betrachtet und ist bei einer Insolvenz geschützt.


Mit Exchange Traded Funds kann die zu Grunde liegende Benchmark Massstab zur vergleichenden Evaluierung der Rendite einer Investitione oder eines Anlegers. Meistens wird ein bekannter Index als Messlatte gewählt. Für weltweit investierende Aktienanleger ist das der MSCI World. Ziel des Anlegers muss sein, den gewählten Index langfristig zu übertreffen ohne ein höheres Risiko einzugehen.
nie übertroffen werden, weil kein aktives Stock picking Gezielte Auswahl von einzelnen Titeln nach bestimmten Kriterien. Ziel der selektiven Aktienauswahl ist eine Überperformance gegenüber dem Vergleichsindex.
betrieben wird. Wer glaubt, dass ein Fondsmanager trotz der höheren Gebühren einen Index durch Stock picking schlagen kann, sollte einen aktiven Fonds kaufen. Zu bedenken ist jedoch, dass nach Kosten nur rund jeder fünfte aller aktiven Fonds besser als der Index abschliesst.

Kosten und Gebühren von Exchange Traded Funds

Der Hauptvorteil von ETFs gegenüber aktiven Anlagefonds liegt in den tiefen Kosten. Die Verwaltungsgebühren Jährliche Verwaltungsgebühr von Wertschriftenfonds und ähnlichen Produkten wie Zertifikate, ETF's und strukturierte Produkte. Sie werden in Prozent des investierten Kapitals berechnet. Es gibt erhebliche Preisunterschiede zwischen verschiedenen Anbietern und Produktarten.
  von ETFs sind durchschnittlich nur rund 1/5 bis 1/3 so hoch wie bei herkömmlichen Anlagefonds. Die günstigsten ETFs kosten gerade mal 0.1% pro Jahr. Mehr als 0.8% p.a. kostet fast kein ETF. Einen Ausgabeaufschlag Oft werden dem Kunden beim Kauf eines Fonds Kommissionen in Rechnung gestellt. Diese können je nach Fonds und Anbieter bis 5% ausmachen und gehen zu Lasten des Investors bzw. dessen Rendite. Die Gebühr fliesst oftmals in den Vertrieb oder geht direkt zu Gunsten der Fondsgesellschaft. gibt es nicht. Beim Kauf und Verkauf kommen bei den meisten Schweizer Banken die Courtage Gebühren, die der Kunde seiner Bank für den Kauf und Verkauf von Wertschriften bezahlt. Meistens entspricht der Betrag einem prozentualen Wert der Transaktionsgrösse.
-Sätze für Aktien zur Anwendung (auch bei Obligationen Wertpapier mit einem festen oder variablen Zinssatz. Der Schuldner (meistens ein Unternehmen, der Bund oder Kantone) verpflichtet sich dem Gläubiger jährlich einen Zins zu bezahlen. Am Ende der definierten Laufzeit ist der Gesamtbetrag fällig. Sehr verbreitet ist auch der englische Begriff "Bond".
-ETFs). Die Gebühren sind hoch transparent: Weil genau ein Index abgebildet wird, können keine Gebühren versteckt werden.

Retrozessionen und Provisionen bei Exchange Traded Funds

Die geringen Gebühren sind der Grund, wieso Banken oder der provisionsorientierte Vertrieb  nur wenig Freude an ETFs haben: Die Margen sind zu tief und die Kosten zu transparent. Retrozessionen Sammelbegriff für Rückvergütungen von Banken und Produktanbietern an einen Vermögensverwalter. Diese Rückvergütungen sind mit Provisionen vergleichbar und weit verbreitet. Für den Kunden sind sie im Normalfall nicht sichtbar. Sie werden sowohl bei Börsentransaktionen als auch beim Einsatz bestimmter Produkte wie Anlagefonds oder strukturierten Produkte bezahlt. Sie können einmalig oder regelmässig wiederkehrend bezahlt werden.  werden keine oder nur sehr geringe bezahlt, weil die Einnahmen auf Grund der hohen Kostentransparenz zu gering sind. Die wenigsten Berater empfehlen ETFs aktiv in Kundengesprächen und die Werbeausgaben der Anbieter sind gering.

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