Erben und Nachlass

Nachlass planen – Eine Nachlassplanung gibt Sicherheit

Viele machen sich zum Pensionierungszeitpunkt oder kurz davor zum ersten Mal Gedanken darüber, wie sie ihren Nachlass Unter Nachlass versteht man die Gesamtheit des aktiven und passiven Vermögens eines Verstorbenen. beim Ableben verteilen möchten. Bei Ehepaaren mit Kindern ist die Absicherung des Ehegatten vielfach oberstes Ziel. Viele Ehepaare möchten ihre Kinder zwar voll begünstigen, aber erst wenn beide Ehepartner verstorben sind. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die individuellen Ziele zu erreichen. Die einzelnen Instrumente sind je nach Ausgangslage mehr oder weniger geeignet, um die gewünschte Verteilung des Vermögens zu erzielen. Nicht selten reicht ein rechtsgültiges Testament Das Testament ist eine letztwillige Verfügung über das Vermögen (Aktiven und Passiven) einer Person auf deren Tod hin. So weit es dem Gesetz nicht widerspricht, können im Testament alle Wünsche und Vorstellungen festgehalten werden. In der Schweiz sind gewisse Verwandte einer Person mit Pflichtteilen geschützt. aus, das ohne viel Aufwand selbständig verfasst werden kann. Bei allen Massnahmen müssen jedoch die Pflichtteile Der Pflichtteil schränkt die Möglichkeit ein, beim Versterben sein Vermögen nach Belieben zu verteilen. Das Gesetz schreibt vor, dass bestimmte nahestehende Personen beim Vererben nicht übergangen werden dürfen, indem es sogenannte Pflichtteile festlegt. eingehalten werden.



Ohne Nachlassplanung kommen die gesetzlichen Quoten zur Anwendung

Wird von einem Erblasser Bezeichnung eines Verstorbenen in Bezug auf das durch seinen Tod auf andere übergehende Vermögen. vor seinem Tod nichts unternommen, kommen die gesetzlichen Quoten zur Anwendung. Gerade bei höheren Vermögen oder komplexer Ausgangslage (Geschäftsübergabe, Kinder aus mehreren Ehen, Liegenschaften etc.), gibt es einiges zu beachten und verschiedenste Möglichkeiten und Instrumente, den Übergang des Nachlasses zu organisieren.

Kommentare

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Veröffentlichte Kommentare

  • 03. Mai 2018 - R.F.

    Heirat nicht gemeinsame Kinder

    Beabsichtige, meine Thai Partnerin zu heiraten. Habe einen Sohn aus erster Ehe. Was habe ich zu unternehmen, damit mein Sohn in der Schweiz der alleinige Erbe ist. Habe schon in Thailand geregelt, dass mein Vermögen dort ihr gehört.

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Mit einem öffentlich beurkundeten Erbvertrag zwischen Ihnen und Ihrer Ehefrau können Sie vereinbaren, dass sie bei Ihrem Tod  keine Erbschaft erhält.

  • 15. April 2018 - S.H.

    liegenschaft

    mein vater ist vor 3monaten verstorben und es liegt kein gültiges testament(wurde nicht unterzeichnet) vor. mein vater hat vor 12jahren erneut geheiratet. die liegenschaft wurde 15 jahren vor der heirat gebaut (mit meiner mutter -1.ehe). es besteht auch kein ehevertrag (zb. gütertrennung) was die liegenschaft betrifft wurde nie etwas schriftlich unternommen. meine 2 schwestern haben das erbe ausgeschlagen... wer erbt nun wieviele anteile an der liegenschaft?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Die Liegenschaft gehört zum Eigengut Ihres Vaters und fliesst ohne anderslautende Vereinbarung (Ehe-/Erbvertrag) direkt in den Nachlass. Der Nachlass ist zwischen dem Ehegatten und den Kindern aufzuteilen. Schlagen gesetzliche Erben (z.B. Kinder) das Erbe aus, erfolgt die Erbteilung, wie wenn Sie den Erbgang nicht erlebt hätten. Haben Ihre beiden Schwestern Kinder, treten somit diese an die Stelle der Geschwister. Ohne Kinder ist die Erbschaft zwischen Ihnen und der zweiten Ehefrau zu teilen.  

  • 27. März 2018 - M.F.

    Erbe

    Mein Opa und meine Grossmutter sind verstorben vor ein par Monaten. Mein Vater ist allein Erbe. Meine Mutter und er sind geschieden und ich bin die einzige Tochter. erbt mein Vater nun alles oder bekomme ich auch etwas? Meine Grosseltern haben kein testament gemacht

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Nein, Sie erhalten keinen Anteil. Das Vermögen der Grosseltern geht ohne anders lautende Vereinbarung vollständig an Ihren Vater.

  • 21. März 2018 - M.R.

    Hinterbliebenenleistung Pensionskasse

    Wie wird ein vererbtes Todesfallkapital aus der Pensionskasse versteuert? Zahlt man Erbschaftssteuer? Vermögenssteuer? Steuern wie bei einem Pensionskassen-Kapitalbezug?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Leistungen aus der Pensionskasse gehören nicht zum Nachlass. Somit wird bei einer Kapitalauszahlung infolge Todesfall keine Erbschaftssteuer erhoben. Es wird aber eine Kapitalauszahlungssteuer (wie beim Pensionskassenbezug) erhoben. Nach der Auszahlung unterliegt das vorhandene Kapital der normalen Vermögenssteuer.

  • 10. März 2018 - A.M.

    Plichtteil Geschwister

    ich bin verheiratet und keine Kinder. Meine Schwester (einziges Geschwister) ledig und keine Kinder. Sollte ich vor meinem Mann sterben, hat da meine Schwester Anspruch auf einen Pflichtteil?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Treffen Sie keine erbrechtlichen Vorkehrungen geht ein Teil Ihres Nachlassvermögens an Ihre Schwester. Geschwister sind jedoch nicht pflichtteilsgeschützt. Soll Ihre Schwester kein Erbanteil erhalten, müssen dies in einem Testament festhalten.

  • 06. März 2018 - I.D.

    Erbe

    Ich musste meiner Schwester Fr. 30'000.00 für Erbe auszahlen. Kann dies von den Steuern abgezogen werden?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Sie müssen bei der Steuererklärung die Vermögensveränderung zwar deklarieren, ein Abzug beim steuerbaren Einkommen ist aber nicht möglich.

  • 22. Februar 2018 - S.R.

    Erbanteil

    Unser Vater ist verstorben und hinterlässt seine zweit Frau und uns sechs Kinder aus erster Ehe. Welcher Anteil erbt seine zweite Frau und welchen Anteil erben wir sechs Kinder?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Die Hälfte des Nachlassvermögens geht an die Frau des Verstorbenen. Die andere Hälfte wird zu gleichen Teilen zwischen den sechs Kindern aufgeteilt. 

  • 28. November 2017 - P.

    Eingesetzter Erbe vorverstorben

    Guten Tag
    Mein Onkel ist verstorben. Er hat keine Kinder, seine Frau (meine Tante) ist einiges vor ihm verstorben. Mein Onkel hat keine weiteren leiblichen Verwandten. Mein Onkel hat ein Testament errichtet, in dem er meinem Vater (=Bruder meines Onkels) einen Viertel seines Vermögens hinterlässt. Mein Vater ist jedoch auch bereits vor meinem Onkel verstorben. Treten nun meine Schwester und ich an Stelle unseres Vaters und erhalten diesen Viertel? Oder wird das gesamte Erbe auf die im Testament erwähnten verbleibenden noch lebenden Erben aufgeteilt?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Hier kommt es auf den Wortlaut des Testaments an. Der Erblasser kann verfügen, dass bei Vorversterben eines eingesetzten Erben dessen Nachkommen erben. Ist dies festgehalten, würden Sie und Ihre Schwester somit den Anteil Ihres Vaters erhalten. Fehlt diese Bestimmung jedoch, geht der entsprechende Erbteil an die gesetzlichen Erben des Erblassers.

  • 22. November 2017 - Marianne

    Konkubinat und Pensionskassenguthaben im Todesfall

    Seit 8 Jahren mit meiner partner.Er ist Tod seit Martz 2017 Er hai mich in sein testament als eizel person alles gelasen kein kinder und beide elternteil gestorben. Was pastiera mit pensionkasse ....

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Pensionskassen sind nicht verpflichtet dem überlebenden Lebenspartner eine Lebenspartnerrente oder ein Todesfallkapital auszubezahlen. Einige Pensionskassen sehen aber solche Leistungen vor. Wenden Sie sich deshalb direkt an die zuständige Pensionskasse. Bitte beachten Sie aber, dass Sie für allfällige Leistungsansprüche die Partnerschaft vorgängig bei der Pensionskasse anmelden müssen und weitere Bedingungen (z.B. Alter usw.) erfüllen müssen.

  • 14. November 2017 - F.

    Enterbung

    Geschätzte Damen und Herren, Kind A ist straffällig geworden und im Gefängnis. Kind A ist geschieden und hat ein Kind. Können die Eltern nur Kind A enterben? Können die Eltern nur Kind A auf den Pflichtteil setzen? Können die Eltern statt Kind A ihren Enkel als Erbe einsetzen?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Sie können Ihre Nachkommen unterschiedlich behandeln und nur eines Ihrer Kinder auf den Pflichtteil setzen. Die daraus gewonnene freie Quote können Sie an eine Person nach Ihren Wünschen zuweisen. Die Hürden für eine Enterbung sind hoch und setzen entweder eine schwerwiegende Verletzung familienrechtlicher Pflichten oder eine schwere Straftat gegen den Erblasser oder diesem nahestehenden Personen voraus.

  • 29. Oktober 2017 - Sonya

    Erbrecht

    Guten Tag,
    Ich habe vor 3 Jahren geheiratet. Ich habe zwei eigene Kinder und mein Mann hat eine Tochter. Ich habe ein Haus und Vermögen in die Ehe gebracht. Falls ich vor meinem Mann sterbe, was erbt mein Mann? Ich will, dass mein Mann, solang er will, im Haus bleiben kann.

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Bei Ihrem Ableben hat Ihr Ehemann mit Ihren eigenen Kindern das Nachlassvermögen je hälftig zu teilen. Räumen Sie ihm ein Wohnrecht an Ihrem Haus ein, kann er solange in der Liegenschaft bleiben, wie er lebt. Beachten Sie aber, dass Sie damit möglicherweise die Pflichtteilsansprüche der Kinder verletzen und die Verfügungsmöglichkeiten über die Liegenschaft für die Kinder auf lange Zeit blockieren. Sinnvollerweise ziehen Sie einen Experten zu, welcher Sie über die Konsequenzen der gewünschten Lösung detailliert informiert.

  • 28. Oktober 2017 - W.R.

    Pflichtteile der Kinder

    Ich, 74-jährig, bin seit 18 Jahren mit meiner 2. Frau, Jahrgang 1960, verheiratet, wohnhaft im eigenen EFH.
    Aus erster Ehe habe ich 2 Kinder (Jahrgang '72 und '74). Welche Pflichtteile stehen meinen Kindern zu?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag Werner

    Der Pflichtteil der Kinder beträgt 3/4 des regulären Erbanspruches. Ohne Testament erben sowohl Ihre Frau wie auch Ihre Kinder je die Hälfte Ihres Nachlassvermögens. Setzen Sie Ihre Kinder in einem Testament auf den Pflichtteil erhalten diese somit 3/8 des Nachlassvermögens.

  • 26. September 2017 - Andreas S.

    Pflichtteil bei Ehevertrag

    Mein Vater ist verstorben, meine Mutter lebt noch. Es existiert ein Ehevertrag (Errungenschaftsbeteiligung, es wurden keine eigenen Güter in die Ehe gebracht). Meine Mutter lebt im eigenen Haus. Erhalten wir Kinder jetzt schon den Pflichtanteil, trotz Ehevertrag?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Falls sich Ihre Eltern im Ehevertrag gegenseitig den Vorschlag zugewiesen haben (die Hälfte der Errungenschaft) und keine Eigengüter vorhanden sind, gibt es kein Nachlassvermögen. Somit können gemeinsame Kinder auch keine Pflichtteilsansprüche geltend machen.

  • 08. September 2017 - Astrid

    Pflichtteil auf Mutter und zwei Geschwister

    Mein unverheirateter Bruder ist verstorben. Er hatte eine Lebensversicherung abgeschlossen die bei Todesfall ausbezahlt wird. Nun meine Frage: wir sind zwei Schwestern und unsere Mutter, wie wird das Erbe aufgeteilt?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag Astrid

    Falls in der Lebensversicherung keine begünstigte Person eingesetzt worden ist, fällt die Auszahlung in den Nachlass. Hat Ihr Bruder keine eigenen Nachkommen, geht sein Vermögen zur Hälfte an die Mutter und die andere Hälfte an Sie und Ihre Schwester.

  • 19. Juli 2017 - Sonja

    Pflichtanteil/Schenkung

    Meine Eltern haben ein Testament gemacht, in welchem festgehalten wird, dass der uneheliche Sohn meiner Mutter, beim Ableben von ihr nur den Pflichtteil erhalten wird. Mein Vater verstarb im Jahre 2010. Meine Mutter erbte damals 1/2 und wir Töchter je 1/6 des erarbeiteten Vermögens. Meine Mutter schenkte uns Töchtern dann im Jahre 2015 je Fr. 20'000.00. Zwischenzeitlich ist mein Halbbruder verstorben, er hinterlässt 3 erwachsene Kinder. Leider ist vor kurzem meine älteste Schwester ebenfalls verstorben. Frage: wenn uns zwei leiblichen Töchtern unsere Mutter nun einen Betrag schenken würde, wie sieht das mit der Ausgleichspflicht aus? Oder erhalten die 3 Kinder nach dem Ableben unserer Mutter vom verbliebenen Vermögen ihren Pflichtanteil? Müssten sie klagen und ihren Anteil von mir und meiner Schwester zurück fordern - oder wird dies einfach vom Notar bestimmt?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag Sonja

    An die Stelle des verstorbenen Halbbruders treten seine Nachkommen. Beim Tod Ihrer Mutter sind diese somit auch erbberechtigt. Schenkungen an Nachkommen unterliegen grundsätzlich der Ausgleichungspflicht (ausser etwas anderes wurde vereinbart). Werden durch Schenkungen an Nachkommen Pflichtteile verletzt, kann die Pflichtteilsverletzung mit einer Herabsetzungsklage geltend gemacht werden.

  • 23. Mai 2017 - P.J.

    Erbfolge

    Ich habe eine alleinstehende Schwester ohne Kinder. Als Bruder bin ich erbberechtigt. Frage: Wie ist die Erbfolge nach mir, ich bin verheiratet und habe einen Adoptivsohn.

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Adoptivkinder sind leiblichen Kindern hinsichtlich Erbrecht gleichgestellt. Somit sind bei Ihrem Ableben Ihre Ehefrau und Ihr Adoptivsohn erbberechtigt. Ohne erbrechtliche Vorkehrungen erben der Ehegatte und die Kinder je die Hälfte des Nachlassvermögens.

  • 28. Februar 2017 - C

    Nutzniessung

    Im Ehevertrag kann ein Ehepaar dem überlebenden Ehepartner das Nutzniessungsrecht einräumen. Ist dazu ein Ehevertrag zwingend nötig, oder kann jeder Ehepartner im (nicht beurkundeten) Testament festhalten, dass der überlebende Ehepartner die Nutzniessung am Erbanteil der Kinder erhält?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Die Nutzniessung am Nachlass kann auch mit einem Testament eingeräumt werden.