Steuern sparen und optimieren

Muster zur Steueroptimierung

Gerade in den Jahren vor der Pensionierung Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Das ordentliche Pensionierungsalter beträgt bei Frauen 64 Jahre, bei Männern 65 Jahre. Bei der Pensionierung ändert sich die Einkommens- und Vermögenssituation: Das Berufseinkommen (Lohn) wird durch die AHV- und Pensionskassenrente (oder Kapitalauszahlung) ersetzt und andere Vorsorgegelder (z.B. Säule 3a) müssen in das übrige Vermögen integriert werden. Eine Pensionierung vor- oder nach dem ordentlichen Pensionierungsalter ist in der Schweiz dank des flexiblen Rentenalters möglich. ist das Steueroptimierungspotenzial gross. Einige Massnahmen sollten jedoch bereits früher in die Wege geleitet werden: Steuern optimieren Erst durch eine langfristige Steuerplanung und die Koordination verschiedener Steueroptimierungsmassnahmen kann die Steuerbelastung nachhaltig reduziert werden.Im Vordergrund jeder Steueroptimierung steht das Brechen der Steuerprogression. Um Steuern zu optimieren, werden vielfach dieselben Muster angewendet: Vorsorgeprivilegien werden ausgenutzt, durch Staffelung werden einmalige Effekte auf verschiedene Steuerjahre verteilt, steuerfreie werden steuerbaren Einkünften vorgezogen, Sonderregelung kantonaler Steuerordnungen werden ausgenutzt oder günstigere Tarife anderer Steuerkantone oder vorteilhaftere Steuerarten werden zur Anwendung gebracht. heisst auch Steuern planen. Im Vordergrund jeder Steueroptimierung steht das Brechen der Steuerprogression. Die Steuerlast nimmt bei steigendem Einkommen / Vermögen nicht linear, sondern progressiv zu. Das heisst bei steigendem Einkommen / Vermögen zahlt der Steuerzahler nicht nur in Franken mehr Steuern sondern auch in Prozent. Beispiel: Einkommen 100‘000 Franken => Steuerlast 30‘000 Franken (Durchschnitt 30%); Einkommen 110‘000 Franken => Steuerlast 35‘000 Franken (Durchschnitt 31.8%). Für das zusätzliche Einkommen von 10‘000 Franken zahlt der Steuerzahler in diesem Beispiel 5‘000 Franken mehr Steuern. Er befindet sich also in einer Progression von 50%, was gleichbedeutend mit einem Grenzsteuersatz von 50% ist. Der Grenzsteuersatz gibt also an, welche Auswirkungen eine Erhöhung oder Reduktion des Steuerbaren Einkommens auf die Steuerlast des Steuerzahlers hat. Um Steuern zu optimieren, werden immer dieselben Muster angewendet: Vorsorgeprivilegien werden ausgenutzt, durch Staffelung werden einmalige Effekte auf verschiedene Steuerjahre verteilt, steuerfreie werden steuerbaren Einkünften vorgezogen, Sonderregelung kantonaler Steuerordnungen werden ausgenutzt oder günstigere Tarife anderer Steuerkantone oder vorteilhaftere Steuerarten werden zur Anwendung gebracht.
 

 


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Carlo Picecchi
VermögensPartner AG

 

 

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Grafik: Mögliche Muster zur Steueroptimierung©VermögensPartner AG

Steuern optimieren bedeutet Steuern planen

Erst durch eine langfristige Steuerplanung und die Koordination verschiedener Steueroptimierungsmassnahmen kann die Steuerbelastung nachhaltig reduziert werden. Es liegt auf der Hand, dass das Optimierungspotenzial nicht bei jedem Steuerpflichtigen gleich gross ist: Bei Personen kurz vor der Pensionierung, mit Liegenschaften oder grösseren Gesamtvermögen sind die Möglichkeiten besonders vielfältig.

Nach der Pensionierung fallen einige Möglichkeiten der Steueroptimierung weg. Daher sollte bei der finanziellen Vorbereitung des Ruhestandes einiges beachtet werden, um in den Jahren vor der Pensionierung von möglichst vielen Steueroptimierungsmöglichkeiten profitieren zu können.

Kommentare

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Veröffentlichte Kommentare

  • 01. März 2018 - P.E.

    AHV für IV Bezüger

    Ich bin 61 und beziehe eine 100% IV Rente plus eine BVG Rente.
    Wenn ich nun aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten kann, muss ich dann weiterhin AHV bis zum ordentlichen Pensionsalter wie ein Selbständiger bezahlen (Basis 20 x Rente plus Vermögen)?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Ja, als IV Bezüger gelten Sie als Nichterwerbstätiger im Sinne der AHV und müssen bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalters AHV Beiträge leisten. Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt „Beiträge der Nichterwerbstätigen an die AHV“.

  • 23. Januar 2018 - J. & A. H.

    AHV Aufschub?

    Wir sind in England Wohnhaft und moechten in die Schweiz zurueck. Unser Haus ist zum Verkauf angeboten und wuerde uns etwa £ 250‘000 einbringen. Sollen wir unsere AHV Bezuege aufschieben und von diesem Geld leben? Ein grosser Teil davon wuerde sowieso von den Steuern aufgefressen.

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Ob sich ein Aufschub der AHV Rente lohnt, ist im Wesentlichen abhängig davon wie Sie Ihre persönliche Restlebenserwartung einschätzen. Daneben ist auch die individuelle Steuersituation zu beachten. Arbeiten Sie nach der Pensionierung nicht weiter, zahlt sich ein Aufschub der AHV selten aus. Auf unserem „Online-Rechner“ können Sie berechnen nach wie vielen Jahren ein Aufschub vorteilhafter ist. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zum „AHV Aufschub“ oder im Merkblatt „Flexibler Rentenbezug“ der AHV. Bitte beachten Sie ausserdem dass ein allfälliger Aufschub innerhalb eines Jahres angemeldet werden muss. Ansonsten würden Sie den Anspruch auf einen Zuschlag verlieren.

  • 10. August 2017 - K.

    Wird die 3a-Säulenauszahlung bei frühzeitiger Pensionierung auch in die AHV-Prämie eingerechnet

    Ich werde mich mit 63 Jahren Frühpensionieren lassen aber die AHV weiter zahlen, damit mit keine Beitragslücken entstehen. Frage: Wird die 3a-Säulenauszahlung bei frühzeitiger Pensionierung auch in die AHV-Prämie eingerechnet (z.B. 3a Säulenauszahlung = 25'000.- Fr. x 20 gleich Einkommen 500'000.-Fr.) oder gilt dort eine andere Formel oder muss nichts bezahlt werden?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Sobald Sie die Säule 3a auszahlen lassen wird diese zum Vermögen (nicht zum Einkommen) hinzugerechnet und ist für die Berechnung der Beiträge als Nichterwerbstätige relevant. Es kann sich daher unter Umständen lohnen, die Säule 3a Gelder möglichst spät auszahlen zu lassen.

  • 30. Mai 2017 - J.H.

    Wechsel des Freizügigkeitskontos in anderen Kanton

    Ich werde im August dieses Jahres 65 und bin seit 14 Jahren in der Tschechischen Republik wohnhaft, aber nicht berufstätig. Meine 2. Säule habe ich bei ZH Kantonalbank auf einem Freizügigkeitskonto deponiert. Kann ich nun noch ein Freizügigkeitskonto z.B. im Kanton Schwyz einrichten und mir das BVG Geld dort überweisen zu lassen?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Grundsätzlich können Sie das Freizügigkeitskonto zu einem Anbieter in einem anderen Kanton transferieren. Beim Bezug des Freizügigkeitskontos wird der Auszahlungsbetrag, sofern Sie in der Schweiz abgemeldet sind, quellenbesteuert. Eine Übersicht über die Quellensteuern pro Kanton finden Sie auf der Seite „Kapitalbezug aus der Pensionskasse Verlassen der Schweiz“. Unter Umständen kann diese Quellensteuer auf Basis eines Doppelbesteuerungsabkommens zurückgefordert werden. Bitte beachten Sie auch, dass die Auszahlung von Vorsorgekapitalien in Ihrem Domizilland ebenfalls eine Steuerpflicht auslösen kann.

  • 17. Mai 2017 - C.K.

    Steuern bei vorzeitiger Pensionierung 58 Jahre bei Finanzierung durch den Arbeitgeber

    Mein Arbeitgeber hat die Summe von ca. 300‘000 CHF in die Pensionskasse eingeschossen, um die Überbrückungsrente bis 65 zu finanzieren. Wie wird diese Zahlung steuerpflichtig, ev. zum Einkommen gerechnet und zu welchem Teil?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Dies ist davon abhängig ob eine entsprechende Vorsorgelücke im Zeitpunkt des Austritts aus der Firma bereits bestanden hat oder infolge des Austritts eine Vorsorgelücke entsteht. Dies muss im Lohnausweis entsprechend deklariert werden. Vom Arbeitgeber nach Gutdünken erbrachte Leistungen gehören jedoch zum massgebenden Lohn welcher als Einkommen versteuert werden muss. Weitere Informationen finden Sie im „Kreisschreiben der ESTV“.

  • 05. Mai 2017 - W.

    Steuer nach Pensionierung

    Bin seit 6 Monaten pensioniert und habe mich aus der Schweiz abgemeldet. Ich erhalte nachträglich eine Zahlung meines Arbeitgebers in der Schweiz. Muss ich darauf Steuern zahlen und kann mein ehemaliger Arbeitgeber eine Quellensteuer zurückbehalten?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Handelt es sich bei der Zahlung um eine Auszahlung von Vorsorgeleistungen so wird diese quellenbesteuert. Das bedeutet, dass eine Quellensteuer, abhängig vom Domizil der Vorsorgeeinrichtung, der Auszahlung in Abzug gebracht wird. Im Falle eines Doppelbesteuerungsabkommens Ihres Wohnsitzlandes mit der Schweiz kann unter Umständen ein Teil der Quellensteuer zurückgefordert werden. Eine Tabelle der Quellensteuer pro Kanton finden Sie auf der Seite „Kapitalbezug aus der Pensionskasse bei definitivem Verlassen der Schweiz“.

  • 21. April 2017 - I.B.

    Bezug Pensionskasse

    Ich möchte ein Teil der Freizügigkeitleistung für mein Tochter geben, für die Finanzierung eigener Erwerbstätigkeit . Wie kann ich ev. Steuer sparen. Ich muss alles auf einmal beziehen.

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Grundsätzlich ist ein Bezug frühestens 5 Jahre vor Erreichen des ordentlichen Pensionsalters möglich. Ein frühzeitiger Bezug unterliegt gewissen Einschränkungen. Ein Bezug für die Selbständigkeit der Tochter ist nicht möglich. Freizügigkeitsgefässe müssen immer als Ganzes bezogen werden. Der Auszahlungsbetrag wird gesondert vom steuerbaren Einkommen zu einem Kapitalauszahlungssatz besteuert.

  • 28. März 2017 - H.B.

    Freizügigkeitskonto Bezug

    In welchem Kanton bezahlt man am wenigsten Steuern beim vollen Bezug der Freizügigkeitsleistung für eine Summe von 580000 CHF. Ich werde mich abmelden aus der Schweiz und bin 60 Jahre alt.

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Sie finden eine Tabelle mit Beispielen zur Quellensteuer pro Kanton unter „Kapitalbezug aus der Pensionskasse bei definitivem Verlassen der Schweiz“.

  • 21. März 2017 - M.H.

    Überbrückungszuschuss

    Wie wird der Überbrückungszuschuss bei vorzeitiger Pensionierung versteuert, wenn der Arbeitgeber 62% übernimmt und ich 38% aus meinem Pensionskassen-Sparkapital beitragen muss?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Eine Überbrückungsrente ist zu 100% als Einkommen zu versteuern, unabhängig von der Finanzierung.

  • 28. Dezember 2016 - V.

    Muss Kapitalertrag versteuert werden?

    Schönen guten Tag
    Ich bin 71 Jahre alt und lebe auschliesslich vom Ertrag meiner Liegenschaften (sogenannter Kapitalertrag). Muss dieser Ertrag zu 100% oder zu einem tieferen Satz versteuert werden?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag Herr V.

    Mieterträge sind voll am Liegenschaftsort einkommenssteuerpflichtig. Auf der anderen Seite haben Sie mittels Hypothekarzinsen und Unterhaltskosten die Möglichkeit, die Steuerlast etwas zu reduzieren. Hier finden Sie noch weitere Tipps zur Steueroptimierung im Zusammenhang mit Liegenschaften.