Begünstigungsordnung in der Säule 3a


Als Begünstigte sind folgende Personen zugelassen:

a. im Erlebensfall der Vorsorgenehmer;

b. nach dessen Ableben die folgenden Personen in nachstehender Reihenfolge:

  • 1. der überlebende Ehegatte oder die überlebende eingetragene Partnerin
    oder der überlebende eingetragene Partner,
  • 2. die direkten Nachkommen sowie die natürlichen Personen, die von der
    verstorbenen Person in erheblichem Masse unterstützt worden sind,
    oder die Person, die mit dieser in den letzten fünf Jahren bis zu ihrem
    Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat oder die für
    den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen
    muss,
  • 3. die Eltern,
  • 4. die Geschwister,
  • 5. die übrigen Erben.

 

Der Vorsorgenehmer kann eine oder mehrere begünstigte Personen unter den in Absatz 1 Buchstabe b Ziffer 2 genannten Begünstigten bestimmen und deren Ansprüche näher bezeichnen.

Der Vorsorgenehmer hat das Recht, die Reihenfolge der Begünstigten nach Absatz 1 Buchstabe b Ziffern 3–5 zu ändern und deren Ansprüche näher zu bezeichnen.

 

Quelle: admin.ch / BVV3

Kommentare

Haben Sie eine Anmerkung oder eine Frage zu diesem Thema?

Schreiben Sie uns!

(Wird nicht veröffentlicht) Datenschutz und Haftungsausschluss

Veröffentlichte Kommentare

  • 21. September 2018 - N & N

    Säule 3a bei vorehelichen Kindern des Partners

    Der Mann arbeitet 100 % und ist angestellt, er hat eine voreheliche, erwachsene Tochter. Die Frau arbeitet Teilzeit und hat aus diesem Grunde eine Säule 3a als Ergänzung zur Pensionskasse. Nun haben die beiden ein Haus gekauft, und es stellt sich die Frage, was passiert, wenn der Ehegatte stirbt, und die Frau (keine Kinder) die voreheliche Tochter ausbezahlen muss. Kommt da ihre dritte Säule mit in die Gesamterbmasse, oder darf die Frau alleine darüber verfügen (um auf diesem Wege einen Teil des Kapitals zur Erbauszahlung nutzen zu dürfen)?
    Ein Ehe- und Erbvertrag mit Pflichtteillösung besteht schon.

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Grundsätzlich kann die Frau, sofern die Begünstigtenordnung nicht geändert wurde, alleine über die Säule 3a verfügen. Allerdings nur, wenn keine Pflichtteile verletzt werden. Die Gelder in der Säule 3a werden für die Berechnung der Pflichtteile hinzu gezogen und bei Verletzung des Pflichtteils erfolgt somit auch eine Auszahlung an die Tochter.

  • 15. März 2018 - C.

    Pflichtteil Säule 3a

    Ich bin geschieden und habe meine Kinder im Testament auf den Pflichtteil gesetzt. Gilt das dann auch für die Säule 3a? Wenn nicht, wie kann ich das veranlassen?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    In der Säule 3a gilt eine eigene Begünstitungsklausel. Sie können die Begünstigungsanordnung verändern. Werden die Ansprüche der Kinder jedoch reduziert oder gänzlich ausgeschlossen, besteht das Risiko einer Pflichtteilsverletzung im Rahmen des Erbrechts. Die Kinder haben dann die Möglichkeit mittels Herabsetzungsklage den Pflichtteil durch zu setzen.

     

     

  • 29. Januar 2018 - Werner Z.

    Säule 3a und Erbmasse

    Die Säule 3a wird nach dem Tod des Vorsorgenehmers an die Begünstigte ausbezahlt. In diesem Falle an die Frau des Verstorbenen. Da der Vorsorgenehmer gestorben ist, stellt sich die Frage ob die Auszahlung in die Erbmasse fällt oder direkt der Witwe angerechnet wird. Der Güterstand war die Errungenschaftsbeteiligung.

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Die Gelder der Säule 3a werden grundsätzlich direkt an die Begünstigte (Witwe) ausbezahlt. Es gilt jedoch zu berücksichtigen, dass keine Pflichtteile verletzt werden dürfen (bspw. wenn Kinder vorhanden sind).

  • 17. Oktober 2017 - Monika

    Säule 3a nach Erbschaft mit 50 Jahren

    Nach Erbschaft vom Ehegatten sind mehrere Säule 3a Konten vorhanden. Können die auf den Namen des Gatten lautenden Konten (mehrere und verschiedene Banken) bis zur Pension stehen gelassen werden unter der Bedingung, dass diese die Summe von CHF 50'000 nicht übersteigen?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Liebe Monika

    Sobald die Vorsorgestiftungen der Banken wissen, dass Ihr Ehegatte verstorben ist, werden die Konten gemäss Begünstigten Regelung ausbezahlt. Die Konten können somit nicht stehen gelassen werden.

  • 28. Februar 2017 - Petra S.

    „Erbe“ bei der Pensionskasse bei vorzeitigem Tod des Versicherten

    Meine Pensionskasse macht nach einem Todesfall geltend, dass nur Erbe ist, wer vom verstorbenen Versicherungsnehmer privat unterstützt wurde. Ist das Korrekt? Ehepartner und Kinder sind keine vorhanden. Ich bin davon ausgegangen, dass den Eltern und Geschwistern das Erbe zusteht.

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Liebe Petra

    Grundsätzlich sind allfällige Auszahlungen im Todesfall vom Reglement der Pensionskasse abhängig. Häufig ist es tatsächlich so, dass „nur“ der überlebende Ehegatte und die Kinder in Form einer regelmässigen Rentenauszahlung berücksichtigt werden. Ich empfehle Ihnen allfällige Leistungen direkt mit der Pensionskasse zu besprechen.