Kriterien bei Ehepaaren mit zwei Pensionskassenanschlüssen

Die Entscheidungskriterien für Alleinstehende oder Ehepaare mit „nur“ einer Pensionskasse Eine öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche juristische Person, die der Altersvorsorge und Risikoabsicherung dient. Eine Pensionskasse finanziert sich durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sowie durch Anlageerträge. Zum Pensionierungszeitpunkt kann sich der Arbeitnehmer normalerweise entscheiden, ob er eine lebenslängliche Rente oder eine einmalige Kapitalauszahlung erhalten möchte. Die Pensionskasse ist die zweite Säule des Schweizer Vorsorgesystems.
sind auch hier zu berücksichtigen. Auf einige Parameter sollte aber besonders genau geachtet werden.


Jede Pensionskasse kann ihr Reglement Im Pensionskassenreglement sind die Bedingungen geregelt, die für Arbeitnehmer und die Pensionskasse gleichermassen gelten. Beitragspflicht, Umwandlungssätze für die Rente, Absicherung bei Risikofällen und vieles mehr wird im Pensionskassenreglement festgehalten. unter Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen selber ausgestalten. Die Optimierungsmöglichkeiten bei Ehepaaren mit zwei Pensionskassenanschlüssen sind daher besonders vielfältig. Bei vielen Doppelverdienern bezieht ein Ehepartner die Rente, Bei der Pensionierung können angehende Rentner zwischen einem Kapitalbezug und einem Rentenbezug aus der Pensionskasse wählen. Nicht bei allen Kassen kann das gesamte Sparguthaben als Kapital bezogen werden. Der Rentenumwandlungssatz gibt vor, wie hoch die Rente im Verhältnis zum Sparkapital ausfällt. Die prognostizierte Höhe der PK-Rente erfahren Sie auf dem Pensionskassenausweis oder direkt bei Ihrer Pensionskasse. der andere ein (Teil-) Kapital. Zu unterscheiden ist ein vollständiger und ein teilweiser Kapitalbezug aus der Pensionskasse. Gesetzlich ist jede Vorsorgeeinrichtung verpflichtet, zum Pensionierungszeitpunkt mindestens ein Viertel des Guthabens als einmalige Kapitalabfindung auszuzahlen. Die Frage, ob Kapital aus der zweiten Säule bei der Pensionierung als Rente oder Kapital bezogen werden soll, ist eine der wichtigsten im Zusammenhang mit der finanziellen Planung der Pensionierung. Auf jeden Fall gibt es einiges zu beachten: Nicht selten können die Leistungen im Alter durch Koordination verschiedener Massnahmen ohne zusätzliche Kosten oder Einbussen erhöht werden, wenn zum Pensionierungszeitpunkt die richtigen Entscheide gefällt werden.


ReglementPensionskasse AReglementPensionskasse B??©VermögensPartner AGGrafik: Vergleich von Pensionskassenreglementen

Umwandlungssatz

Vergleichen Sie den Umwandlungssatz Darunter versteht man den Prozentsatz des angesparten Pensionskassenkapitals, der einem Rentner jährlich als Rente ausbezahlt wird. Ein Umwandlungssatz von 6.5% bedeutet bei einem angesparten Kapital von 100'000 Franken eine jährliche Pensionskassenrente von 6'500 Franken.
der beiden Pensionskassen. Es ist gut möglich, dass eine Vorsorgeeinrichtung das Kapital zu einem deutlich besseren Satz umwandelt als diejenige des Ehepartners. Fragen Sie bei Ihrer Pensionskasse nach, welcher Umwandlungssatz für den obligatorischen Der überobligatorische Teil wird oft auch „Freizügigkeitsguthaben gemässe BVG“ genannt. Gemeint ist damit das Guthaben in der Pensionskasse (zweite Säule), welches nach dem gesetzlichen Minimum mindestens vorhanden sein muss. Viele Arbeitnehmer sind in der zweiten Säule jedoch besser versichert, als vom Gesetz mindestens vorgesehen. Sparguthaben, das den obligatorischen Teil übersteigt, fliesst in den überobligatorischen Teil. und den überobligatorischen Sparguthaben, das den obligatorischen Teil gemäss BVG übersteigt, fliesst in den überobligatorischen Teil. Der überobligatorische Teil wird vielfach auch als Bel Etage bezeichnet. Beim überobligatorischen Teil kommen die Eckwerte des Reglements zum tragen (Umwandlungssatz etc.). In der Regel ist der Rentenumwandlungssatz beim überobligatorischen Teil tiefer als beim obligatorischen Teil Teil gilt. Teilweise gibt es die Möglichkeit, bei einem Teilkapitalbezug Von einem Teilkapitalbezug spricht man, wenn jemand einen Teil des Vorsorgeguthabens in der Pensionskasse als Rente und den Rest als Kapital bezieht. Maximalanteile, welche als Kapital bezogen werden dürfen, können die Pensionskassen im Reglement festlegen. Viele Kassen bieten die Möglichkeit, das gesamte Kapital zu beziehen. Gesetzlich ist jede Vorsorgeeinrichtung verpflichtet, mindestens ein Viertel als Kapital auszubezahlen. von einem hohen Umwandlungssatz beim obligatorischen Teil überproportional zu profitieren. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, dass beide Ehepartner einen Teilkapitalbezug tätigen. Ein deutlich höherer Umwandlungssatz einer Kasse spricht für einen Rentenbezug aus der entsprechenden Vorsorgeeinrichtung.

Altersunterschied, Lebenserwartung und Hinterbliebenenleistungen

Vergleichen Sie die Hinterbliebenenleistungen. Fallen diese bei einer Pensionskasse deutliche besser aus, kann es je nach Alter und Lebenserwartung sinnvoll sein, die Rente aus der Kasse mit den vorteilhafteren Leistungen für Hinterbliebene zu beziehen. Ist der Altersunterschied der beiden Ehepartner gross, ist ein Kapitalbezug des älteren vielfach der richtige Entscheid. Nicht selten haben Pensionskassen jedoch eine Klausel im Reglement, dass die Hinterbliebenenleistungen bei einem zu grossen Altersunterschied oder bei einer Heirat nach einem gewissen Alter gekürzt werden. Kapital, das bezogen und ins Privatvermögen überführt wurde, kann mit ehe- und erbrechtlichen Massnahmen beim Ableben des einen Ehegatten an den anderen übertragen werden.

Vertrauen in die Pensionskasse

Zweifelsohne gibt es bessere und schlechtere Pensionskassen. Wer die Rente bezieht, ist auch nach der Pensionierung Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Das ordentliche Pensionierungsalter beträgt bei Frauen 64 Jahre, bei Männern 65 Jahre. Bei der Pensionierung ändert sich die Einkommens- und Vermögenssituation: Das Berufseinkommen (Lohn) wird durch die AHV- und Pensionskassenrente (oder Kapitalauszahlung) ersetzt und andere Vorsorgegelder (z.B. Säule 3a) müssen in das übrige Vermögen integriert werden. Eine Pensionierung vor- oder nach dem ordentlichen Pensionierungsalter ist in der Schweiz dank des flexiblen Rentenalters möglich. von den Leistungen und dem Management der Pensionskasse abhängig. Rentenkürzungen bei bereits pensionierten Versicherten können nicht mit 100 prozentiger Sicherheit ausgeschlossen werden. Der Deckungsgrad Verhältnis zwischen dem vorhanden Vermögen einer Pensionskasse (Aktiven) und dem für die Finanzierung zukünftiger Leistungen benötigten Deckungskapital. einer Pensionskasse gibt Auskunft darüber, wie gesund eine Vorsorgeeinrichtung zum aktuellen Zeitpunkt ist. Die Ausrichtung der Anlagen, die Altersstruktur der Versicherten und die erzielten Renditen Prozentuale Wertveränderung einer Anlage über einen bestimmten Zeitraum.
in der Vergangenheit lassen abschätzen, wie die Vorsorgeeinrichtung in Zukunft dastehen könnte. Das Vertrauen ist entscheidend: Bei Zweifeln, ob eine der beiden Pensionskassen in Zukunft Schwierigkeiten haben könnte, ist ein Kapitalbezug unter Umständen die bessere Lösung.

Steuern

Bei der Auszahlung von Pensionskassenkapital wird eine sogenannte Kapitalauszahlungssteuer Bei der Auszahlung von Vorsorgekapital aus der 2. oder der Säule 3a muss eine sogenannte Kapitalauszahlungssteuer bezahlt werden. Diese berechnet sich unabhängig vom restlichen steuerbaren Einkommen und Vermögen und wird in der Regel am Wohnort des Begünstigten zum Auszahlungszeitpunkt fällig. Die Steuer ist ebenfalls progressiv. Auszahlungen im gleichen Steuerjahr (in den meisten Kantonen auch von Ehepartnern) werden zusammengezählt. fällig. Diese unterliegt, ähnlich wie die Einkommenssteuer, einer Progression. Für höhere Einkommen zahlt man nicht nur nominal höhere Steuern, sondern auch prozentual. Wer mehr verdient, soll überproportional mehr Steuern zahlen als jemand der weniger verdient. Bei Staffelung von Auszahlungen, dies ist beispielsweise bei einer kontinuierlichen Reduktion des Arbeitspensums möglich, reduziert sich die Steuerlast erheblich. Wenn sich die Ehepartner in unterschiedlichen Steuerjahren pensionieren lassen, kann durch zwei Teilkapitalbezüge im Vergleich zu einem vollständigen Kapitalbezug eines Ehepartners und dem vollständigen Rentenbezug des anderen die Auszahlungssteuer ebenfalls gestaffelt und reduziert werden.

Kommentare

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Veröffentlichte Kommentare

  • 15. Oktober 2017 - Werner L.

    Kapitalbezug

    Meine Frau und ich möchten das Kapital aus der 2a in unterschiedlichen Jahren beziehen. Der Bezug meiner Frau erfolgt im Juni 2021. Mein Bezug erfolgt Ende 2018.
    Kann meine Frau im Frühjahr 2018 noch freiwillige Einkäufe tätigen, wenn bei mir der Kapitalbezug bevorsteht oder werden wir als eine Steuereinheit betrachtet.
    Also muss die Frist von drei Jahren für den Bezug bei beiden Pensionskassen eingehalten werden oder nur bei derjenigen wo der freiwillige Einkauf erfolgt ist.
    Freundliche Grüsse: Werner Langenegger

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag Werner

    Die Ehepaare werden bezüglich Einkäufe in die Pensionskasse grundsätzlich einzeln betrachtet. Tätigt Ihre Frau einen Einkauf in ihre Pensionskasse, muss sie mit ihren Geldern in der beruflichen Vorsorge die Sperrfrist einhalten. Der von Ihnen aus Ihrer Pensionskasse geplante Kapitalbezug ist dadurch nicht tangiert.