Abklärungen vor einem Pensionskasseneinkauf

Wer sich in die zweite Säule Im Jahr 1982 wurde die erste Säule (AHV) durch die zweite Säule, die sogenannte berufliche Vorsorge, ergänzt. Geregelt ist die zweite Säule im BVG (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge). Obligatorisch in der zweiten Säule versichert ist jeder Arbeitnehmer, der ein gewisses Einkommen erzielt. Abgesichert werden in der Pensionskasse die Risiken Tod, Invalidität und Alter. Die Höhe der Beiträge, an den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligen, hängt vom Alter, Lohn, Geschlecht, der Pensionskasse und der Höhe des Einkommens ab. einkauft, sollte seine Pensionskasse Eine öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche juristische Person, die der Altersvorsorge und Risikoabsicherung dient. Eine Pensionskasse finanziert sich durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sowie durch Anlageerträge. Zum Pensionierungszeitpunkt kann sich der Arbeitnehmer normalerweise entscheiden, ob er eine lebenslängliche Rente oder eine einmalige Kapitalauszahlung erhalten möchte. Die Pensionskasse ist die zweite Säule des Schweizer Vorsorgesystems.
vorher genau unter die Lupe nehmen. Auch wenn der Steuerabzug lockt, ist ein Einkauf Viele Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, sich bei ihrer Pensionskasse mit einmaligen Einzahlungen einzukaufen. Die mögiche Einkaufssumme ist auf dem Pensionskassenausweis ersichtlich oder kann direkt bei der Pensionskasse angefragt werden. Ziele eines Einkaufs sind in erster Linie die Erhöhung der Altersleistungen und Steueroptimierung. in die Pensionskasse nicht bei jeder Ausgangslage die beste Lösung. Folgende Faktoren sollten, neben der Berechnung der Nachsteuerrendite, vor einem Einkauf in die Pensionskasse abgeklärt werden:

  • Fliesst das Kapital in den obligatorischen Der überobligatorische Teil wird oft auch „Freizügigkeitsguthaben gemässe BVG“ genannt. Gemeint ist damit das Guthaben in der Pensionskasse (zweite Säule), welches nach dem gesetzlichen Minimum mindestens vorhanden sein muss. Viele Arbeitnehmer sind in der zweiten Säule jedoch besser versichert, als vom Gesetz mindestens vorgesehen. Sparguthaben, das den obligatorischen Teil übersteigt, fliesst in den überobligatorischen Teil. oder überobligatorischen Sparguthaben, das den obligatorischen Teil gemäss BVG übersteigt, fliesst in den überobligatorischen Teil. Der überobligatorische Teil wird vielfach auch als Bel Etage bezeichnet. Beim überobligatorischen Teil kommen die Eckwerte des Reglements zum tragen (Umwandlungssatz etc.). In der Regel ist der Rentenumwandlungssatz beim überobligatorischen Teil tiefer als beim obligatorischen Teil Teil?
  • Wie hoch ist die aktuelle Verzinsung des Kapitals Der Grossteil der Beiträge an die Pensionskasse wird nicht zur Absicherung der Risiken Tod und Invalidität benötigt, sondern langfristig angelegt. Das so entstehende Sparkapital kann zum Pensionierungszeitpunkt, beziehungsweise ab einem gewissen Alter, als (Teil-) Kapital oder Rente bezogen werden.? Ist der Mindestzinssatz auf der Einzahlung garantiert oder kommt der Zinssatz des überobligatorischen Teils (keine Mindestverzinsung) zur Anwendung?
  • Wie hoch ist der Umwandlungssatz Darunter versteht man den Prozentsatz des angesparten Pensionskassenkapitals, der einem Rentner jährlich als Rente ausbezahlt wird. Ein Umwandlungssatz von 6.5% bedeutet bei einem angesparten Kapital von 100'000 Franken eine jährliche Pensionskassenrente von 6'500 Franken.
    des eingebrachten Kapitals (Rentenbezug) Bei der Pensionierung können angehende Rentner zwischen einem Kapitalbezug und einem Rentenbezug aus der Pensionskasse wählen. Nicht bei allen Kassen kann das gesamte Sparguthaben als Kapital bezogen werden. Der Rentenumwandlungssatz gibt vor, wie hoch die Rente im Verhältnis zum Sparkapital ausfällt. Die prognostizierte Höhe der PK-Rente erfahren Sie auf dem Pensionskassenausweis oder direkt bei Ihrer Pensionskasse.?
  • Fliesst das Kapital bei einem späteren Kapitalbezug Zu unterscheiden ist ein vollständiger und ein teilweiser Kapitalbezug aus der Pensionskasse. Gesetzlich ist jede Vorsorgeeinrichtung verpflichtet, zum Pensionierungszeitpunkt mindestens ein Viertel des Guthabens als einmalige Kapitalabfindung auszuzahlen. Die Frage, ob Kapital aus der zweiten Säule bei der Pensionierung als Rente oder Kapital bezogen werden soll, ist eine der wichtigsten im Zusammenhang mit der finanziellen Planung der Pensionierung. vom obligatorischen oder überobligatorischen Teil ab?
  • Wird der Arbeitgeber vor der Pensionierung Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Das ordentliche Pensionierungsalter beträgt bei Frauen 64 Jahre, bei Männern 65 Jahre. Bei der Pensionierung ändert sich die Einkommens- und Vermögenssituation: Das Berufseinkommen (Lohn) wird durch die AHV- und Pensionskassenrente (oder Kapitalauszahlung) ersetzt und andere Vorsorgegelder (z.B. Säule 3a) müssen in das übrige Vermögen integriert werden. Eine Pensionierung vor- oder nach dem ordentlichen Pensionierungsalter ist in der Schweiz dank des flexiblen Rentenalters möglich. eventuell noch gewechselt?
  • Hat die Einzahlung Auswirkungen auf die Risikoleistungen?
  • Wie verändern sich die Leistungen der Pensionskasse in Zukunft? Wurden bereits Veränderungen bekannt gegeben (Veränderung des Umwandlungssatzes etc.)?
  • Wird bei der Pensionierung vom angehenden Rentner das Kapital oder die Rente aus der entsprechenden Pensionskasse bezogen? Hat der Einkauf Auswirkungen auf den Entscheid?

Wichtig ist auch, wie und ob sich die Risikoleistungen Die Pensionskasse dient nicht nur der Altersvorsorge (Sparteil), sondern auch der Risikoabsicherung während der Erwerbstätigkeit. Finanziell abgesichert werden in erster Linie die Risiken Tod und Invalidität. während der Zeit nach der Einzahlung verändern und welche Hinterbliebenenleistungen vorgesehen sind. Zusätzlich sollte überprüft werden, wie gesund die jeweilige Pensionskasse (Deckungsgrad) Verhältnis zwischen dem vorhanden Vermögen einer Pensionskasse (Aktiven) und dem für die Finanzierung zukünftiger Leistungen benötigten Deckungskapital. ist. Dadurch kann eher abgeschätzt werden, wie sich die Leistungen der Pensionskasse in Zukunft entwickeln werden.

 

 

 

 

 

Kommentare

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Veröffentlichte Kommentare

  • 15. Mai 2019 - G.

    Einzahlung PK

    Soeben bin ich 60 Jahre alt geworden. In zwei Jahren möchte ich frühpensioniert werden und später die Pensionskassen-Gelder als Rente auszahlen lassen. Gemäss Versicherungsausweis wäre die maximale Einkaufssumme CHF 100'000. Frage: Lohnt es sich für mich diesen Betrag in die Pensionskasse einzuzahlen?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Grundsätzlich kann gesagt werden, dass Pensionskasseneinkäufe mit anschliessendem Rentenbezug aus reiner Renditeoptik häufig nicht attraktiv sind. Die Rentabilität ist unter anderem davon abhängig wie lange Sie leben (Lebenserwartung), wie die Steuerbelastung vor und nach der Pensionierung ist und wie hoch der Umwandlungssatz der Pensionskasse ist.

  • 12. März 2019 - C. C-H

    Einzahlung Abgangsentschädigung in die PK

    Am 2.12.2018 wurde ich 64 Jahre alt. Ich wurde per Ende November 2018 von meinem Arbeitgeber frühpensioniert, anderen wurde gekündigt. Als Abgangsentschädigung erhielt ich per 24.11.2018 einen Betrag von ca. CHF 40´000. Am 26.11.2018 zahlte ich 30´000 CHF in meine Pensionskasse dieses Arbeitgebers ein. Ich hatte in früheren Jahren (2004 und 2010) bereits zwecks Immobilienkauf insgesamt einen Vorbezug von ca. 180´000 CHF aus dieser PK getätigt. Am 1.12.2018 startete ich einen neuen unbefristeten Arbeitsvertrag (Angestellter) bei einem neuen Arbeitgeber.
    Frage: Werde ich diese einbezahlten 30´000 CHF von der Steuer 2018 absetzen können?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Bevor Sie Einkäufe in die Pensionskasse von Ihrem steuerbaren Einkommen in Abzug bringen können, muss der WEF-Vorbezug zurück bezahlt werden. In Ihrem Fall ist somit ein steuerlicher Abzug der Einzahlung über CHF 30‘000 nicht möglich. Sie können aber die bezahlten Steuern von 2004, resp. 2010 wieder zurück fordern (Anteilsmässung und ohne Verzinsung).

  • 27. Juni 2018 - R. R.

    Pensionskasseneinkauf / Teilkapitalbezug

    Ich werde 2019 offiziell pensioniert, habe 2013, 2014, 2015 & 2016 PK-Einkäufe gemacht und steuerlich abgesetzt. 2017 habe ich zur Steueroptimierung auch in die PK einbezahlt. Meine Frage, kann ich die Summe der PK-Einkäufe von 2013-2016 als Kapital beziehen, gesondert zum Rentensatz versteuern und die PK-Einkäufe 2017-2019 in Rente umwandeln lassen? Sehe ich das richtig, dass ich somit die Sperrfrist von 3 Jahren vor Pensionierung korrekt einhalte?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Entscheidend ist der Zeitpunkt des letzten Pensionskasseneinkaufs. Liegt dieser zum Zeitpunkt der Pensionierung weniger als 3 Jahre zurück ist die steuerliche Abzugsfähigkeit bei einem Kapitalbezug nicht gegeben. Ihr letzter Einkauf haben Sie im Jahr 2017 getätigt und verletzten somit die 3-Jahresfrist bei einer Pensionierung im Jahr 2019. Eine Zuteilung der einzelnen Einkäufe (für Renten oder Kapitalbezug) ist nicht möglich.

  • 07. Dezember 2017 - M.A.

    Pensionskasseneinkauf

    Wie viel kann den bei den Steuern abgezogen werden? Ich habe mal gelesen bis CHF 40‘000. Stimmt das?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Die Möglichkeiten eines Einkaufs in die Pensionskasse richtet sich nach dem Einkaufspotenzial. Sie finden diese Angaben auf dem persönlichen Vorsorgeausweis. In der Regel können Einkäufe in die Pensionskasse vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden (Ausnahme; es bestehen offene WEF-Bezüge welche zuerst zurückgeführt werden müssen).