Planungsmethoden bei der Pensionierungsplanung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, seine Pensionierung Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Das ordentliche Pensionierungsalter beträgt bei Frauen 64 Jahre, bei Männern 65 Jahre. Bei der Pensionierung ändert sich die Einkommens- und Vermögenssituation: Das Berufseinkommen (Lohn) wird durch die AHV- und Pensionskassenrente (oder Kapitalauszahlung) ersetzt und andere Vorsorgegelder (z.B. Säule 3a) müssen in das übrige Vermögen integriert werden. Eine Pensionierung vor- oder nach dem ordentlichen Pensionierungsalter ist in der Schweiz dank des flexiblen Rentenalters möglich. finanziell zu planen. Alle zuverlässigen Methoden haben gemeinsam, dass Sie die Einkommens-, Ausgaben- und Vermögenssituation über verschiedene Zeitperioden abbilden. Je detaillierter die Abbildung der wirklichen Situation gelingt und je individueller die Parameter verändert werden können, desto verlässlicher sind die gewonnen Erkenntnisse und Entscheidungsgrundlagen. Hier einige Vorschläge, die alleine oder mit Hilfe eines Beraters umgesetzt werden können:

Zeitraster verwenden

Legen Sie Ihre persönliche finanzielle Situation auf einen Zeitraster. Teilen Sie die Planung Bei einer Pensionierungsplanung geht es darum, die Finanzierbarkeit der Pensionierung zu überprüfen, Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen und die Einkommens-, Vermögens- und Steuersituation langfristig zu prognostizieren. in verschiedene Zeitabschnitte ein. Als Zeitintervall eignen sich Jahre am besten, weil viele Parameter wie beispielsweise die Steuern ebenfalls jährlich bemessen werden und sich verändern. Die aktuelle Einkommens- und Vermögenssituation ist die Grundlage für die weiteren Planungsintervalle.

Einkommen und Ausgaben

Ein grobes Budget dient als Basis für die Darstellung der Ein- und Ausgaben auf dem Zeitraster. Vergessen Sie nicht, externe Faktoren wie beispielsweise die Inflation Unter Inflation versteht man in der Volkswirtschaftslehre einen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Ein fixer Geldbetrag hat bei einer Inflation daher heute mehr Wert als in der Zukunft. Die Inflation sollte bei der Planung der Pensionierung berücksichtigt werden. zu berücksichtigen. Durch die Gegenüberstellung der Ein- und Ausgaben erfahren Sie, ob Sie in den einzelnen Jahren mit einer Sparquote Tragen Sie hier ein, wie viel Sie pro Jahr bis zur Frühpensionierung sparen möchten / können. Wenn Sie bereits vor der Pensionierung regelmässig Geld aus dem heutigen Vermögen benötigen, können Sie den Betrag mit einem Minus (Verzehrquote) versehen. rechnen können oder ob Sie vom Vermögen zehren müssen. Berücksichtigen Sie auch einmalige Ausgaben und bilden Sie Rückstellungen für grössere geplante Ausgaben in der Zukunft.

Vermögenssituation

Bilden Sie alle Vermögensteile separat und für jede Zeitperiode individuell ab. Anhand der Sparquote oder des Vermögensverzehrs können die Auswirkungen auf die Vermögenssituation optimal aufgezeigt werden. Bilden Sie auch Ihre Konten und Wertschriften ab. So können Sie eine erwartete Rendite Prozentuale Wertveränderung einer Anlage über einen bestimmten Zeitraum.
in die Planungen miteinbeziehen und verschiedene Szenarien vergleichen. Ein „fiktives“ Wertschriftendepot dient dazu, den kurzfristigen Liquiditätsbedarf und die Sparquote in der Pensionierungsplanung abzubilden. Zum Beispiel Liegenschaftskäufe, Kapitalauszahlungen aus der zweiten Im Jahr 1982 wurde die erste Säule (AHV) durch die zweite Säule, die sogenannte berufliche Vorsorge, ergänzt. Geregelt ist die zweite Säule im BVG (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge). Obligatorisch in der zweiten Säule versichert ist jeder Arbeitnehmer, der ein gewisses Einkommen erzielt. Abgesichert werden in der Pensionskasse die Risiken Tod, Invalidität und Alter. Die Höhe der Beiträge, an den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligen, hängt vom Alter, Lohn, Geschlecht, der Pensionskasse und der Höhe des Einkommens ab. und der Säule 3a, Bildet die dritte Säule des Schweizer Vorsorgesystems (private Vorsorge). Sie soll den Arbeitnehmern eine Sparmöglichkeit mit steuerlichen Vorteilen bieten. Der einbezahlte Betrag kann vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden.
Pensionskasseneinkäufe Viele Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, sich bei ihrer Pensionskasse mit einmaligen Einzahlungen einzukaufen. Die mögiche Einkaufssumme ist auf dem Pensionskassenausweis ersichtlich oder kann direkt bei der Pensionskasse angefragt werden. Ziele eines Einkaufs sind in erster Linie die Erhöhung der Altersleistungen und Steueroptimierung. oder Amortisationen Rückzahlung der auf einer Liegenschaft lastenden Hypothek. Eine Amortisation kann Schrittweise erfolgen, was bei einer Hypothek im 2. Rang üblich ist. Ob eine Hypothek amortisiert werden soll, hängt in erster Linie von der Gesamtvermögensstruktur und der individuellen Steuersituation des Liegenschaftseigentümers ab. der Hypothek Die Hypothek dient zur Finanzierung von Grundstücken oder Wohneigentum. Sie dient zur Sicherung der Geldforderung. Als Entschädigung zahlt der Hypothekarnehmer dem Hypothekargeber einen Zins. können  dank der Abbildung der einzelnen Vermögenspositionen ebenfalls simuliert werden.

Steuern

Dank der Planung erfahren Sie, wie sich Ihr Vermögen und Einkommen in der Zukunft entwickeln wird. Zusammen mit einer aktuellen Steuererklärung ist das die beste Ausgangslage, um die zukünftige Steuersituation möglichst genau abbilden zu können. Sie können auch zwei mögliche Szenarien, beispielsweise einen Renten- Bei der Pensionierung können angehende Rentner zwischen einem Kapitalbezug und einem Rentenbezug aus der Pensionskasse wählen. Nicht bei allen Kassen kann das gesamte Sparguthaben als Kapital bezogen werden. Der Rentenumwandlungssatz gibt vor, wie hoch die Rente im Verhältnis zum Sparkapital ausfällt. Die prognostizierte Höhe der PK-Rente erfahren Sie auf dem Pensionskassenausweis oder direkt bei Ihrer Pensionskasse. und Kapitalbezug, Zu unterscheiden ist ein vollständiger und ein teilweiser Kapitalbezug aus der Pensionskasse. Gesetzlich ist jede Vorsorgeeinrichtung verpflichtet, zum Pensionierungszeitpunkt mindestens ein Viertel des Guthabens als einmalige Kapitalabfindung auszuzahlen. Die Frage, ob Kapital aus der zweiten Säule bei der Pensionierung als Rente oder Kapital bezogen werden soll, ist eine der wichtigsten im Zusammenhang mit der finanziellen Planung der Pensionierung. simulieren und die langfristigen Steuern daraus ableiten. Steuerfolgen sollten nicht statisch, sondern immer im langfristigen Kontext verglichen werden. Steuern optimieren heisst auch Steuern planen.

Frühpensionierung

Durch die detaillierte Abbildung der Finanzsituation auf einem Zeitraster können Sie die effektiven Kosten einer Frühpensionierung In der Schweiz ist das ordentliche Pensionierungsalter 64 Jahre (Frauen) beziehungsweise 65 Jahre (Männer). Wenn jemand frühzeitig aus dem Erwerbsleben austritt, spricht man von einer Frühpensionierung. Bei einer Frühpensionierung entsteht üblicherweise eine Einkommenslücke, weil die AHV erst beim ordentlichen Rentenalter ausbezahlt wird. Oftmals spricht man bei einer Frühpensionierung auch von einer vorzeitigen Pensionierung. genau beziffern. Planen Sie einmal mit einer ordentlichen Pensionierung, Männer werden mit Alter 65 und Frauen neu mit Alter 64 ordentlich pensioniert und erhalten ab diesem Zeitpunkt die ordentliche AHV-Altersrente.
bei der das Einkommen länger berücksichtigt wird und die Umwandlungs- Darunter versteht man den Prozentsatz des angesparten Pensionskassenkapitals, der einem Rentner jährlich als Rente ausbezahlt wird. Ein Umwandlungssatz von 6.5% bedeutet bei einem angesparten Kapital von 100'000 Franken eine jährliche Pensionskassenrente von 6'500 Franken.
und Rentensätze der ordentlichen Pensionierung zur Anwendung kommen. In einer zweiten Variante bilden Sie die Frühpensionierung möglichst genau ab, indem Sie die tieferen Umwandlungssätze, AHV-Beiträge Nichterwerbstätige müssen ab 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres Beiträge an die AHV entrichten. Die Beitragspflicht endet, wenn das ordentliche Rentenalter erreicht ist. Bei einer frühzeitigen Pensionierung wird die Höhe der Beiträge auf Grund des steuerbaren Vermögens und des 20fachen jährlichen Renteneinkommens berechnet. und andere Reduktionen durch eine Frühpensionierung in die Planung miteinbeziehen. Weil Sie auch die Vermögenssituation in der Planung abbilden, können Sie die finanziellen Folgen einer Frühpensionierung eins zu eins ableiten und frühzeitig die richtigen Massnahmen treffen.


Durch eine detaillierte Pensionierungsplanung können Sie nicht nur herausfinden, ob eine (Früh-) Pensionierung finanzierbar ist, sondern auch viele Optimierungsmöglichkeiten auf deren Wirkung überprüfen. Der Entscheid Rente oder Kapital kann nicht nur statisch, sondern auch dynamisch in einer Planung abgebildet werden. Externe Einflüsse können optimal berücksichtigt werden. Die gewonnen Erkenntnisse aus der Planung dienen in einem weiteren Schritt als Grundlage für die Organisation des Anlagevermögens und der zukünftigen Bedarfssicherstellung aus dem Vermögen.

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