Die häufigsten Stolpersteine bei der Pensionierungsplanung

Bei der Pensionierungsplanung Bei einer Pensionierungsplanung geht es darum, die Finanzierbarkeit der Pensionierung zu überprüfen, Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen und die Einkommens-, Vermögens- und Steuersituation langfristig zu prognostizieren. ist ein strukturiertes Vorgehen wichtig. Ereignisse und Entscheidungen sollten in chronologischer Reihenfolge und nach ihrer Wichtigkeit geordnet und beurteilt werden. Leider ist es auch heute kaum möglich, mit Standardsoftware eine detaillierte und zuverlässige Planung zu erstellen. Die finanzielle Vorbereitung und Optimierung der Pensionierung Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Das ordentliche Pensionierungsalter beträgt bei Frauen 64 Jahre, bei Männern 65 Jahre. Bei der Pensionierung ändert sich die Einkommens- und Vermögenssituation: Das Berufseinkommen (Lohn) wird durch die AHV- und Pensionskassenrente (oder Kapitalauszahlung) ersetzt und andere Vorsorgegelder (z.B. Säule 3a) müssen in das übrige Vermögen integriert werden. Eine Pensionierung vor- oder nach dem ordentlichen Pensionierungsalter ist in der Schweiz dank des flexiblen Rentenalters möglich. besteht in den meisten Fällen aus viel Handarbeit, bei der wichtige von unwichtigen Parametern getrennt und Massnahmen aufeinander abgestimmt werden müssen.


Damit keine unangenehmen Überraschungen auftauchen, sollten Fehleinschätzungen vermieden werden. Die Erfahrung zeigt, dass von angehenden Rentnern bei der Pensionierungsplanung vor allem folgende Bereiche unterschätzt werden:

Es fehlt eine wirklich verlässliche Entscheidungsbasis

Ob sich beispielsweise ein Pensionskasseneinkauf, Viele Arbeitnehmer haben die Möglichkeit, sich bei ihrer Pensionskasse mit einmaligen Einzahlungen einzukaufen. Die mögiche Einkaufssumme ist auf dem Pensionskassenausweis ersichtlich oder kann direkt bei der Pensionskasse angefragt werden. Ziele eines Einkaufs sind in erster Linie die Erhöhung der Altersleistungen und Steueroptimierung. ein AHV-Vorbezug Die AHV kann auf Wunsch der versicherten Person um ein oder zwei Jahre vorbezogen werden. Die Kürzung beträgt 6.8% pro Vorbezugsjahr, wobei Frauen bis Jahrgang 1947 von einem Sondersatz von 3.4% profitieren.
oder Aufschub, Der AHV-Bezug kann auf Wunsch aufgeschoben werden, was später zu einer höheren Rente führt. Die minimale Aufschubsdauer beträgt ein Jahr. Die maximale Aufschubsdauer darf fünf Jahre nicht überschreiten.
der Bezug einer Überbrückungsrente Zusätzliche Rentenzahlung der Pensionskasse bei einer frühzeitigen Pensionierung bis zum AHV-Alter. Die Überbrückungsrente wird oft vom Arbeitgeber (mit)finanziert. Übernimmt der Arbeitgeber nicht die gesamte Finanzierung, so wird die lebenslängliche Pensionskassenrente anteilsmässig gekürzt.
oder der Abschluss einer Leibrente Mit einer Leibrentenversicherung sichert sich der Rentner mit privaten Geldern eine lebenslange Rente. Er kauft sich die Rente mit privatem Vermögen bei einer Versicherungsgesellschaft. Im Vordergrund steht bei einer Leibrente nicht die Rendite oder die Höhe der Rente, sondern die reine Absicherung des Langleberisikos. lohnt, kann genau berechnet werden. Durch die Berücksichtigung aller wichtigen externen Faktoren kann eine optimale Entscheidungsbasis geschaffen werden, die vielfach eine eindeutige Empfehlung ermöglicht. Auch wenn Faktoren wie etwa die Börsenentwicklung oder die Restlebenserwartung vielfach zu berücksichtigen sind, können die Auswirkungen verschiedener Entscheide abgeschätzt werden. Wichtig ist, sich alle nötigen Informationen zu besorgen, um dann eine möglichst detaillierte Entscheidungsbasis zu schaffen.

Zeitpunkt der Planung wird falsch gewählt

Nicht selten beschäftigen sich Arbeitnehmer erst ein halbes Jahr vor der Pensionierung erstmals mit dem Thema. Eine zu späte Planung hat finanzielle Auswirkungen, weil viele Optimierungsmöglichkeiten bereits frühzeitig eingeleitet werden müssen. Ein erster grober Rundumschlag ist etwa 15 Jahre vor der Pensionierung empfehlenswert. Zu diesem Zeitpunkt geht es nicht um Details, sondern nur darum die Weichen richtig zu stellen. Meistens kann mit ein paar wenigen Veränderungen an der Finanzsituation viel bewegt werden. Den finanziellen Erfolg merken Sie spätestens bei der Pensionierung. Etwa fünf Jahre vor der Pensionierung empfiehlt es sich, genauer zu planen und eventuell verschiedene Szenarien detaillierter zu prüfen.

Externe Faktoren werden zu wenig berücksichtigt

Es wird zu wenig auf externe Faktoren geachtet. Eine gute Pensionierungsplanung berücksichtigt beispielsweise, dass sich die Steuersituation nach der Pensionierung grundlegend verändert oder die Inflation Unter Inflation versteht man in der Volkswirtschaftslehre einen Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Ein fixer Geldbetrag hat bei einer Inflation daher heute mehr Wert als in der Zukunft. Die Inflation sollte bei der Planung der Pensionierung berücksichtigt werden. langfristig ausgeglichen werden muss, um den Lebensstandard zu halten. Je nach Situation gibt es viele weitere Faktoren, die bereits bei der Planung der Pensionierung in das Konzept miteinbezogen werden können.

Ein Systematisches Vorgehen fehlt

Ein verlässliches Konzept zur finanziellen Planung der Pensionierung fehlt in vielen Fällen. Vielfach wird zu viel Wert auf Details gelegt, während wirklich wichtige Entscheide ohne genaue Berechnungen und Vergleiche aus dem Bauch heraus entschieden werden. Bei der Planung einer Frühpensionierung In der Schweiz ist das ordentliche Pensionierungsalter 64 Jahre (Frauen) beziehungsweise 65 Jahre (Männer). Wenn jemand frühzeitig aus dem Erwerbsleben austritt, spricht man von einer Frühpensionierung. Bei einer Frühpensionierung entsteht üblicherweise eine Einkommenslücke, weil die AHV erst beim ordentlichen Rentenalter ausbezahlt wird. Oftmals spricht man bei einer Frühpensionierung auch von einer vorzeitigen Pensionierung. müssen der Frage nach der finanziellen Tragbarkeit alle anderen Planungsvariablen untergeordnet werden. Wenn bei der Planung der Pensionierung ein externer Berater beigezogen wird, entscheidet man sich vielfach für den erstbesten. Die Wahl der Pensionierungsberaters ist wichtig. Informieren Sie sich genau und vergleichen Sie mindestens zwei, besser drei Berater oder Institute miteinander. Überlegen Sie sich, ob Sie den Berater durch ein transparentes Honorar oder durch Rückvergütungen Sammelbegriff für Rückvergütungen von Banken und Produktanbietern an einen Vermögensverwalter. Diese Rückvergütungen sind mit Provisionen vergleichbar und weit verbreitet. Für den Kunden sind sie im Normalfall nicht sichtbar. Sie werden sowohl bei Börsentransaktionen als auch beim Einsatz bestimmter Produkte wie Anlagefonds oder strukturierten Produkte bezahlt. Sie können einmalig oder regelmässig wiederkehrend bezahlt werden. bei Finanzprodukten entschädigen wollen.

Steueroptimierungsmöglichkeiten werden zu wenig ausgenutzt

Ein Ziel der Pensionierungsplanung liegt sicherlich darin, Optimierungspotenzial im Bereich der Steuern zu eruieren und so die Steuerlast nachhaltig zu reduzieren. Steuern sparen heisst auch Steuern planen: Erst wenn verschiedene Bereiche und Massnahmen zeitlich aufeinander abgestimmt werden, ist die Steuereinsparung optimal. Diese langfristige Steuerplanung fällt vielen angehenden Rentnern schwer, weil viele neue Optimierungsmöglichkeiten innert weniger Jahre auftauchen und aufeinander abgestimmt werden müssen.

Finanzprodukte stehen zu stark im Vordergrund

Produkte stehen, wenn überhaupt, ganz am Schluss einer Pensionierungsplanung oder Beratung. Vielfach glaubt man, das für seine Situation ideale Finanzprodukt gefunden zu haben. Nicht selten bereuen Rentner den Entscheid, den sie vor der Pensionierung gefällt haben. Die Produkte sind zu teuer, erzielen weniger Rendite als prognostiziert oder eignen sich nach veränderten Umständen nicht mehr um die individuellen Ziele zu erreichen. Es braucht Finanzlösungen, um Geld anzulegen. Die Frage der Geldanlage ist aber nur ein kleiner Teil der Pensionierungsplanung. Wirklich wichtig sind beispielsweise die Fragen, ob aus der Pensionskasse Eine öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche juristische Person, die der Altersvorsorge und Risikoabsicherung dient. Eine Pensionskasse finanziert sich durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sowie durch Anlageerträge. Zum Pensionierungszeitpunkt kann sich der Arbeitnehmer normalerweise entscheiden, ob er eine lebenslängliche Rente oder eine einmalige Kapitalauszahlung erhalten möchte. Die Pensionskasse ist die zweite Säule des Schweizer Vorsorgesystems.
eine Rente Bei der Pensionierung können angehende Rentner zwischen einem Kapitalbezug und einem Rentenbezug aus der Pensionskasse wählen. Nicht bei allen Kassen kann das gesamte Sparguthaben als Kapital bezogen werden. Der Rentenumwandlungssatz gibt vor, wie hoch die Rente im Verhältnis zum Sparkapital ausfällt. Die prognostizierte Höhe der PK-Rente erfahren Sie auf dem Pensionskassenausweis oder direkt bei Ihrer Pensionskasse. oder das Kapital Zu unterscheiden ist ein vollständiger und ein teilweiser Kapitalbezug aus der Pensionskasse. Gesetzlich ist jede Vorsorgeeinrichtung verpflichtet, zum Pensionierungszeitpunkt mindestens ein Viertel des Guthabens als einmalige Kapitalabfindung auszuzahlen. Die Frage, ob Kapital aus der zweiten Säule bei der Pensionierung als Rente oder Kapital bezogen werden soll, ist eine der wichtigsten im Zusammenhang mit der finanziellen Planung der Pensionierung. bezogen werden soll, wie der Ehepartner oder die Kinder optimal abgesichert werden können oder ob die Finanzierungsstruktur der Liegenschaft verändert werden sollte.

Die Gesamtvermögenssituation wird zu wenig genau analysiert

Die Einnahmen und Ausgaben auf einem Zeitraster langfristig darzustellen, ist wichtig und wird auch oft gemacht. Vielfach fällt es jedoch schwer, die gewonnenen Erkenntnisse auf die Vermögenssituation zu übertragen und die richtigen Massnahmen beim Anlagevermögen zu unternehmen. Das Gesamtvermögen inklusive Liegenschaften und Hypotheken Die Hypothek dient zur Finanzierung von Grundstücken oder Wohneigentum. Sie dient zur Sicherung der Geldforderung. Als Entschädigung zahlt der Hypothekarnehmer dem Hypothekargeber einen Zins. auf die Situation nach der Pensionierung abzustimmen ist ein wichtiger Punkt, der oftmals unterschätzt wird.

Es wird nur ein Szenario geplant

Vielfach kommt es anders als man eigentlich geplant hat. Daher sollten in einer Pensionierungsplanung verschiedene Szenarien berücksichtigt werden, um auch bei sich verändernden Lebensumständen nicht in finanzielle Engpässe zu geraten. Die optimale Absicherung des Ehepartners ist dabei nur ein Thema, das von grosser Bedeutung ist.

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