Die Rolle eines Finanzberaters

Verschiedene Geschäftsmodelle prüfen

Jeder, der eine Finanz- oder Vermögensberatung in Anspruch nimmt, sollte sich überlegen mit wem er zusammenarbeiten möchte. Auch wenn viele Anbieter mit ähnlichen Slogans und Grundsätzen werben, unterscheiden sich die verschiedenen Geschäftsmodelle grundlegend. Vor jeder Beratung sollte man sich folgende Frage stellen: Verdient der Berater mehr Geld, wenn er zu Lasten einer neutralen Beratung Finanzprodukte wie Anlagefonds Ein Fonds ist eine breit gestreute Geldanlage. Die Fondsgesellschaft sammelt das Geld vieler Anleger und investiert es in verschiedene Anlagekategorien wie Aktien, Obligationen, Immobilien oder Rohstoffe etc.. Der Vorteil der Fondsanlage besteht darin, dass der einzelne Anleger bereits mit einem bescheidenen
Kapitaleinsatz von der Risikostreuung des gesamten Fonds profitiert. Nachteilig sind die meistens relativ hohen Gebühren, die genau hinterfragt werden müssen.
oder Lebensversicherungen Die gemischte Lebensversicherung verbindet einen langfristigen Vermögensaufbau mit der Möglichkeit, nahestehende Personen abzusichern. Auf die Erträge werden unter Einhaltung gewisser Bedingungen auch in der Säule 3b weder Einkommens- noch Verrechnungssteuern erhoben. Der Nachteil gemischter Lebensversicherungen ist, dass Gebühren und Rendite nicht transparent sind. Beim Abschluss einer Lebensversicherung werden in der Regel hohe Provisionen an den Aussendienst oder den Finanzberater / Vermittler bezahlt. In vielen Fällen ist es sinnvoll, nur das Risiko (z.B. Todesfallrisiko) abzusichern und den Sparteil selber bei einer Bank zu organisieren. verkauft und dadurch Provisionen Eine Provision (in der Finanzbranche auch als Retrozession oder Kickback bezeichnet) ist ein Entgelt, welches Finanzberater oder Vermögensverwalter erhalten. Bezahlt werden die Retrozessionen an verschiedenste Beratungsunternehmen oder Berater in der Finanzbranche. Finanziert werden die Retrozessionen üblicherweise vom Kunden, nämlich durch höhere Gebühren. Provisionen können beim Berater Anreize schaffen, die nicht im Interesse der Kunden sind. Kickbacks sind in der gesamten Finanzbranche verbreitet, insbesonder im Fondsgeschäft, bei strukturierten oder anderen Finanzprodukten und bei externen Vermögensverwaltern. kassiert? Ist das der Fall, muss man sich der Interessenkonflikte bewusst sein.  Provisionen können die Empfehlung eines Beraters beeinflussen, weil sie eine Anreiz- und Lenkungswirkung haben.

Interessenwahrung und Transparenz

Idealerweise verhält sich ein Finanzberater Als Finanzberater (auch Vermögensberater, Bankberater oder Kundenberater) gilt jeder, der Kunden in irgend einer Form im Zusammenhang mit ihren Finanzen (teilweise auch Versicherungen) berät. Auch wenn das Wort "Berater" vermuten lässt, dass die Interessen des Kunden an oberster Stelle sind, muss dies nicht immer der Fall sein. Denn Berater, die Provisionen (Kickbacks und Retrozessionen) erhalten, werden schnell zu Verkäufern, die auch ihre eigenen (finanziellen) Interessen berücksichtigen. genau gleich wie ein Rechtsanwalt. Er setzt sich kompromisslos für die Anliegen und Interessen seiner Kunden ein und versucht immer, die im Gesamtkontext beste Lösung für seine Mandanten zu finden. Es liegt auf der Hand, dass für eine solche Dienstleistung ein Honorar verrechnet wird. Dies auch daher, weil bei einer interessenkonfliktfreien Finanzberatung keine heimlichen Provisionen fliessen. Wenn ein Berater verdeckte Provisionen annimmt, ist es ja geradezu offensichtlich, dass er etwas verstecken will. Dies ist auch der Grund, wieso niemals eingewilligt werden sollte, wenn in einem Beratungs- oder Vermögensverwaltungsvertrag auf Transparenz in Bezug auf Kosten oder Provisionen (Kickbacks Sammelbegriff für Rückvergütungen von Banken und Produktanbietern an einen Vermögensverwalter. Diese Rückvergütungen sind mit Provisionen vergleichbar und weit verbreitet. Für den Kunden sind sie im Normalfall nicht sichtbar. Sie werden sowohl bei Börsentransaktionen als auch beim Einsatz bestimmter Produkte wie Anlagefonds oder strukturierten Produkte bezahlt. Sie können einmalig oder regelmässig wiederkehrend bezahlt werden. / Retrozessionen) Sammelbegriff für Rückvergütungen von Banken und Produktanbietern an einen Vermögensverwalter. Diese Rückvergütungen sind mit Provisionen vergleichbar und weit verbreitet. Für den Kunden sind sie im Normalfall nicht sichtbar. Sie werden sowohl bei Börsentransaktionen als auch beim Einsatz bestimmter Produkte wie Anlagefonds oder strukturierten Produkte bezahlt. Sie können einmalig oder regelmässig wiederkehrend bezahlt werden. verzichtet werden muss. Im Gegenteil: Ein seriöser Berater bestätigt schriftlich, dass er alle heimlichen Zahlungen gegenüber seinen Kunden offenlegt und höchstmögliche Transparenz bietet. Selbstverständlich gibt es auch seriöse und professionelle Berater, die sich zu einem grossen Teil oder ausschliesslich durch Provisionen finanzieren. Wichtig ist, dass das Gespräch gesucht wird und der Kunde genau weiss, woran er ist. Geheimniskrämerei ist beim Thema Finanzen fehl am Platz.

Provisionen als Anreiz

Provisionen fliessen bei fast jedem Geldgeschäft. Wer Anlagefonds, strukturierte Produkte Strukturierte Finanzprodukte sind Finanzlösungen, bei denen herkömmliche Finanzanlagen mit Derivaten kombiniert werden. Sie werden zu einem eigenständigen Produkt verknüpft und zu einem Wertpapier verbrieft. Strukturierte Produkte haben den Vorteil, dass sie sehr individuell gestaltet werden können. Der Nachteil liegt in der geringen Transparenz, auch in bezug auf die Kosten. Die Rendite, beziehungsweise der Rückzahlungswert, eines strukturierten Produktes hängt üblicherweise von der Wertentwicklung eines oder mehrerer Basiswerte ab. oder andere Instrumente im Depot Aufbewahrungsort für Wertgegenstände im weitesten Sinne. Bei Wertpapieren ist das Depot der Ort, wo das Bankinstitut die Wertpapiere für Ihre Kunden führt. Normalerweise verlangen die Geldinstitute eine Gebühr für die Depotführung.
hat, ist von der Thematik betroffen. Vermögensverwalter Bewirtschaftung des Wertschriftendepots durch einen Vermögensverwalter oder eine Bank. Der Kunde erteilt dem Vermögensverwalter den Auftrag, das Wertschriftendepot zu verwalten.
erhalten zudem meistens Kickbacks bei Börsentransaktionen und vielen weiteren Geschäften. Finanziert sich ein Berater oder eine Bank zu einem grossen Teil durch Rückvergütungen, kann der Anreiz einer (hohen) Provision zu gross werden und bei der Produktselektion könnten Kompromisse zu Lasten der Kundeninteressen eingegangen werden. Es könnte beispielsweise ein teures anstatt ein kosteneffizientes Produkt ausgewählt werden, weil dann die Provision höher ist. Berater und Anbieter von Finanzprodukten sind dann im selben Boot und teilen sich sozusagen den Gewinn.


Auch wenn es Sie einige Minuten kostet: Überprüfen Sie Ihre Bank- oder Vermögensverwaltungsverträge und fragen Sie bei Unklarheiten Ihren Berater oder eine Drittperson. Transparenz hilft Ihnen, Ihre persönlichen Anlage- und Finanzziele zu erreichen. Fragen Sie Ihren Berater zudem, wie Investitionsentscheide gefällt werden und wie die Kundeninteressen dabei gewahrt werden.

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