Erbschaft erhalten – was nun?

Die Umstände, wie Vermögen weitervererbt werden, sind sehr unterschiedlich. In vielen Fällen wissen die Kinder, dass sie beim Versterben ihrer Eltern Geld erhalten werden. Sie haben mit ihren Eltern schon konkret darüber gesprochen und kennen die Vermögenssituation oder können den Betrag des Nachlasses Unter Nachlass versteht man die Gesamtheit des aktiven und passiven Vermögens eines Verstorbenen. abschätzen.


Ein Erbe kann aber auch unerwartet, etwa von einer verwandtschaftlich weit entfernten Person, anfallen. Oder vielleicht ist der Betrag einer Erbschaft viel höher als man erwartet hat. Nicht selten wird ein grosser Nachlass vererbt und die Erben wussten nicht, dass der Erblasser Bezeichnung eines Verstorbenen in Bezug auf das durch seinen Tod auf andere übergehende Vermögen. während seines Lebens ein so beträchtliches Vermögen ansparen konnte.

Gedanken, die man sich nach dem Erhalt eines Erbes machen sollte

Egal wie die Umstände waren: Die wenigsten, die viel Geld erben, möchten es sofort ausgeben. Vielleicht will man etwas kaufen, von dem man schon lange geträumt hat, aber die meisten wollen langfristig von der Erbschaft profitieren können. Folgende Gedanken sollte man sich machen, wenn man einen namhaften Betrag geerbt hat:

  • Was soll mit dem Geld geschehen? Was will ich mir leisten? Was passiert mit dem Geld, das ich nicht sofort brauche?
  • Will ich, ähnlich wie bei einer Rente, einen monatlichen Betrag aus dem Erbe / Vermögen generieren?
  • Wie lange soll man vom Erbe zehren können? Soll es aufgebraucht werden oder soll man nur den Ertrag abschöpfen?
  • Will man einen Teil davon weitervererben?
  • Benötigt man Hilfe bei der Verwaltung des Vermögens oder möchte man die Verwaltung selber übernehmen? Ist die jetzige Bank oder der jetzige Vermögensverwalter noch die richtige Wahl?
  • Welches sind die Kriterien, nach denen man sich eine geeignete Ansprechperson suchen kann?

Bestimmt gibt es je nach Ausgangslage noch weitere Abklärungen, die getroffen werden müssen.


Wer eine grössere Erbschaft erhält, sollte sich mit verschiedensten Geldthemen auseinandersetzen. Hier finden Sie ein paar nützliche Links:

Anlagestrategie beim GeldanlegenRendite und Risiko hängen zusammenKosteneffekt beim GeldanlegenDie Rolle eines seriösen AnlageberatersProvisionen in der Finanzbranche

Kommentare

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Veröffentlichte Kommentare

  • 09. Oktober 2018 - P.D.

    Erbverwaltung

    ich bin seit ein paar Monaten an einer Erbschaft beteiligt (Liegenschaft) und bin geschieden vom Vater meines 1.Kindes und gerade neu getrennt vom Vater meiner beiden jüngeren Kindern, unverheiratet.
    Im Todesfall erben meine 3Kinder. Sollte das aber vor der Volljährigkeit der Kinder sein. Sind dann die "gesetzlichen Vertreter" der Kinder begünstigt?
    ICh habe volles Vertrauen zu meinem 1.Mann. So, dass ich mir vorstellen kann Ihn als Alleinerbe einzusetzen, damit er für alle 3Kinder das Vermögen gerecht aufteilen kann. Meinem 2.Expartner traue ich überhaupt nicht über den Weg. Was gibt es da für Möglichkeiten?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Auch wenn Ihre Kinder minderjährig sind, bleiben diese in Ihrem Todesfall erbberechtigt. Da diese aber noch nicht volljährig sind, können Sie den Nachlass nicht selber verwalten oder aufteilen. Mit einer Sorgerechtsverfügung können Sie festlegen, wen Sie als Vormund für Ihre Kinder einsetzen möchten. Sie können in Ihrem Testament auch einen Willensvollstrecker ernennen, welcher sich um die Verwaltung der Erbschaft kümmern soll.

  • 05. Juni 2017 - Stefan

    erbauszahlung

    wo muss ich mich melden um das Erbe zu bekommen?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag

    Grundsätzlich ist die Erbengemeinschaft dafür zuständig, die Erbteilung vorzunehmen. Können sich die Erben über die Teilung nicht einigen, können Sie sich an die zuständige Behörde wenden und gegebenenfalls einen Erbteilungsprozess anstreben. Die Erbteilungsklage ist beim Gericht am letzten Wohnsitz des Erblassers einzureichen. Bitte klären Sie vorgängig aber die allfälligen Kosten für die gerichtliche Teilung ab.

  • 09. April 2017 - Peter

    Zuweisung der freien Quote und Stellung des entsprechenden Erben

    Unsere Mutter hat einen Lebenspartner (kein Konkubinat) und will diesen erblich begünstigen. Wir vier Kinder haben ein gutes Einvernehmen unter uns und mit ihr, nicht aber zu ihrem Partner. Gehört der Partner unserer Mutter, falls er testamentarisch begünstigt wird (freie Quaote), auch zu den "regulären" Erben, d.h. wir müssten bei der Nachlassteilung auch mit ihm einig sein (wie wir das unter den Geschwistern sind), andernfalls kann er die Erbteilung (bsp. Verkauf Ferienhaus) blockieren und alles (kostspielig) in die Länge ziehen?

    Antwort von: VermögensPartner AG

    Guten Tag Peter

    Falls Ihre Mutter den Lebenspartner als Erben einsetzt, ist er den „regulären“ Erben gleichgesetzt und muss somit auch mit der Erbteilung einverstanden sein. Falls der Partner jedoch lediglich mit einem Legat berücksichtigt wird, nimmt er keine Erbenstellung ein und kann die Erbteilung nicht blockieren.