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Fragen und Antworten zur Säule 3a

Hier finden Sie einige Fragen zum Thema Säule 3a, Bildet die dritte Säule des Schweizer Vorsorgesystems (private Vorsorge). Sie soll den Arbeitnehmern eine Sparmöglichkeit mit steuerlichen Vorteilen bieten. Der einbezahlte Betrag kann vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden.
die häufig in Beratungsgesprächen gestellt werden.
Können in dem Jahr, in dem die Pensionierung erfolgt, noch Beiträge in die Säule 3a einbezahlt werden?
Ja. In die Säule 3a darf bis zum Pensionierungszeitpunkt einbezahlt werden. Wer länger arbeitet darf sogar bis maximal fünf Jahre nach dem ordentlichen Pensionierungsalter Männer werden mit Alter 65 und Frauen neu mit Alter 64 ordentlich pensioniert und erhalten ab diesem Zeitpunkt die ordentliche AHV-Altersrente.
einzahlen. Es darf in jedem Fall der maximale Betrag einbezahlt werden. Beispiel: Ein Mann wird im Januar 65 Jahre alt und lässt sich die Säule 3a sofort auszahlen. Er kann unmittelbar vor dem Bezug der Säule 3a den Maximalbetrag einzahlen, den Betrag wieder beziehen und die Einzahlung vollständig vom steuerbaren Einkommen in Abzug bringen. Bei Versicherungslösungen ist eine Einzahlung im letzten Jahr meistens nicht vorgesehen. In diesem Fall sollte der Betrag im letzten Jahr bei einer Bank einbezahlt werden.
Kann jemand, der während der gesamten Steuerperiode arbeitslos war und Taggelder bezogen hat, in die Säule 3a einzahlen und die Einzahlungen vom steuerbaren Einkommen in Abzug bringen?
Ja. Einzahlungen dürfen getätigt werden und sind vollständig abzugsfähig. Die Höhe wird wie folgt bestimmt: Sind Beiträge an die 2. Säule Im Jahr 1982 wurde die erste Säule (AHV) durch die zweite Säule, die sogenannte berufliche Vorsorge, ergänzt. Geregelt ist die zweite Säule im BVG (Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge). Obligatorisch in der zweiten Säule versichert ist jeder Arbeitnehmer, der ein gewisses Einkommen erzielt. Abgesichert werden in der Pensionskasse die Risiken Tod, Invalidität und Alter. Die Höhe der Beiträge, an den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer beteiligen, hängt vom Alter, Lohn, Geschlecht, der Pensionskasse und der Höhe des Einkommens ab. bezahlt worden, so können maximal 6‘566 Franken (Stand 2009) einbezahlt werden. Wenn keine Beiträge an die Pensionskasse Eine öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche juristische Person, die der Altersvorsorge und Risikoabsicherung dient. Eine Pensionskasse finanziert sich durch Beiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, sowie durch Anlageerträge. Zum Pensionierungszeitpunkt kann sich der Arbeitnehmer normalerweise entscheiden, ob er eine lebenslängliche Rente oder eine einmalige Kapitalauszahlung erhalten möchte. Die Pensionskasse ist die zweite Säule des Schweizer Vorsorgesystems.
bezahlt worden sind, können 20 Prozent des Erwerbseinkommens aber höchstens 32‘832 Franken einbezahlt werden. Nach der Aussteuerung entfällt die steuerliche Abzugsberechtigung der getätigten Einzahlungen.
Wie viele Säule 3a Konten sind maximal erlaubt?
Die Zahl der Säule 3a Konten ist nicht beschränkt. Es ist möglich, mehrere Säule 3a Konten zu eröffnen um die Auszahlung auf verschiedene Jahre zu verteilen und damit die Steuerprogression Die Steuerlast nimmt bei steigendem Einkommen / Vermögen nicht linear, sondern progressiv zu. Das heisst bei steigendem Einkommen / Vermögen zahlt der Steuerzahler nicht nur in Franken mehr Steuern sondern auch in Prozent. Beispiel: Einkommen 100‘000 Franken => Steuerlast 30‘000 Franken (Durchschnitt 30%); Einkommen 110‘000 Franken => Steuerlast 35‘000 Franken (Durchschnitt 31.8%). Für das zusätzliche Einkommen von 10‘000 Franken zahlt der Steuerzahler in diesem Beispiel 5‘000 Franken mehr Steuern. Er befindet sich also in einer Progression von 50%, was gleichbedeutend mit einem Grenzsteuersatz von 50% ist. Der Grenzsteuersatz gibt also an, welche Auswirkungen eine Erhöhung oder Reduktion des Steuerbaren Einkommens auf die Steuerlast des Steuerzahlers hat. auf dem Auszahlungsbetrag zu brechen. Einige Banken beschränken die Anzahl der Säule 3a Konti auf zwei. Vereinzelte Kantone kennen Sonderregelungen. Erkundigen Sie sich in der Wegleitung der Steuererklärung, beim zuständigen Steueramt oder bei einer Fachperson.
Kann der Bezug der Säule 3a auch ohne Erwerbstätigkeit bis Alter 70 aufgeschoben werden?
Nein. Für Rentner, welche nach dem ordentlichen Pensionierungszeitpunkt keine Erwerbstätigkeit mehr ausüben, ist der Aufschub des Bezugs der Säule 3a Gelder nicht möglich.
Jemand besitzt nur ein Säule 3a Konto. Kann dieses auf mehrere Konten verteilt werden, um dadurch bei der Auszahlung die gewünschte Staffelung zu erreichen?
Nein. Dieses Vorgehen ist nicht zulässig und wird weder von Banken noch von der Steuerbehörde toleriert. Eine Möglichkeit besteht darin, ab sofort auf ein neu eröffnetes 3a Konto einzuzahlen. So können, falls noch genügend Zeit bis zur Auszahlung vorhanden ist, die Bezüge trotzdem gestaffelt werden.
Können Konten oder Fondsanlagen im Rahmen der Säule 3a von einer Bank zu einer anderen transferiert werden?
Konten im Rahmen der Säule 3a können relativ einfach von einer Bank zu einer anderen transferiert werden. Grundsätzlich ist dies auch bei Fondsanlagen Ein Fonds ist eine breit gestreute Geldanlage. Die Fondsgesellschaft sammelt das Geld vieler Anleger und investiert es in verschiedene Anlagekategorien wie Aktien, Obligationen, Immobilien oder Rohstoffe etc.. Der Vorteil der Fondsanlage besteht darin, dass der einzelne Anleger bereits mit einem bescheidenen
Kapitaleinsatz von der Risikostreuung des gesamten Fonds profitiert. Nachteilig sind die meistens relativ hohen Gebühren, die genau hinterfragt werden müssen.
möglich, die entstehenden Kosten sind jedoch hoch. In den meisten Fällen müssen sämtliche Anlagefonds verkauft und bei der neuen Bank wieder gekauft werden. Weil die meisten Banken nur ihre eigenen Produkte akzeptieren, muss in der Säule 3a in der Regel ein hauseigener Fonds gekauft werden. Je nach Hausbank kann es Ausnahmen geben.
Können die Anlagefonds im Rahmen der Säule 3a bei der ordentlichen Auszahlung in ein privates Wertschriftendepot übertragen werden?
Bei den meisten Finanzinstituten ist es nicht möglich, die Anlagefonds zum Pensionierungs-, beziehungsweise Auszahlungszeitpunkt in ein privates Depot Aufbewahrungsort für Wertgegenstände im weitesten Sinne. Bei Wertpapieren ist das Depot der Ort, wo das Bankinstitut die Wertpapiere für Ihre Kunden führt. Normalerweise verlangen die Geldinstitute eine Gebühr für die Depotführung.
zu transferieren. In der Regel müssen die Fondsanteile bei der Auflösung des 3a Depots verkauft werden und es wird dann die Liquidität transferiert. Im privaten Depot müssen, falls weiterhin in Fonds investiert werden will, neue Fonds gekauft werden. Dies verursacht hohe Kosten zu Lasten des Kunden. Bei vereinzelten Banken können 3a-Fonds ohne Kosten ins private Vermögen transferiert werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Bank- oder Vermögensberater.
Soll der Aktienanteil im 3a – Wertschriftendepot vor der Pensionierung, bzw. vor der Auszahlung reduziert werden?
Vielfach wird geraten, den Aktienanteil vor der Pensionierung Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Das ordentliche Pensionierungsalter beträgt bei Frauen 64 Jahre, bei Männern 65 Jahre. Bei der Pensionierung ändert sich die Einkommens- und Vermögenssituation: Das Berufseinkommen (Lohn) wird durch die AHV- und Pensionskassenrente (oder Kapitalauszahlung) ersetzt und andere Vorsorgegelder (z.B. Säule 3a) müssen in das übrige Vermögen integriert werden. Eine Pensionierung vor- oder nach dem ordentlichen Pensionierungsalter ist in der Schweiz dank des flexiblen Rentenalters möglich. zu reduzieren. Die Überlegung dahinter ist, dass der Anlagehorizont Unter Anlagehorizont versteht man, wie lange in in Wertschriften angelegte Gelder voraussichtlich nicht angetastet werden müssen. umso kürzer wird, je näher der Auszahlungszeitpunkt rückt. Diese Überlegung ist in vielen Fällen nicht korrekt: Wenn das Kapital nach der Pensionierung ähnlich investiert und der Anlagehorizont unverändert bleibt, muss der Aktienanteil nicht reduziert werden. Die Anlagebedürfnisse ändern sich nicht zwingend, das Kapital wird lediglich von der Säule 3a in das Privatvermögen transferiert. Eine Reduktion macht dann Sinn, wenn das Kapital nach der Pensionierung für eine Reise, die Amortisation der Hypothek oder andere Zwecke verwendet wird.
Können bei Ehepaaren beide Ehegatten in die Säule 3a einzahlen?
Ob jemand verheiratet ist oder nicht spielt bei der Frage, ob man in die Säule 3a einzahlen darf, keine Rolle. Entscheidend ist alleine, ob jemand erwerbstätig ist oder nicht. Wenn also beide Ehepartner erwerbstätig sind, dürfen auch beide (separat) voneinander in die Säule 3a einzahlen.
Wie müssen 3a-Guthaben in der Steuererklärung aufgeführt werden?
Säule 3a-Guthaben müssen nicht als Vermögen versteuert werden. Das Aufführen in der Steuererklärung ist nicht nötig, weil auch die Erträge steuerfrei sind. Falls Sie in einem Jahr in die Säule 3a einzahlen, müssen Sie jedoch unbedingt die Einzahlungsbescheinigung bei der Steuererklärung beilegen, damit die Einzahlung vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden kann.
Wie hat sich die maximale Höhe der 3a-Beiträge in der Vergangenheit entwickelt?

Die Beiträge werden alle zwei Jahre angepasst. Für Arbeitnehmer und Selbständigerwerbende, die einen Pensionskassenanschluss haben, beträgt der maximale jährliche Einzahlungsbetrag in die Säule 3a 8% des oberen Grenzbetrages gemäss Art. 8 Abs. 1 BVG. Daraus ergeben sich folgende Maximalbeträge für die Vergangenheit:

 

Jahre 1999/2000     Fr. 5'789
Jahre 2001/2002     Fr. 5'933
Jahre 2003/2004     Fr. 6'077
Jahre 2005/2006     Fr. 6'192
Jahre 2007/2008     Fr. 6'365
Jahre 2009/2010     Fr. 6'566

 

Der maximale Beitrag für Personen, die keiner Einrichtung der 2. Säule (Pensionskasse) angeschlossen sind, ist der Einzahlungsbetrag auf maximal 20% des Erwerbseinkommens oder des fünffachen Betrages für Personen mit Pensionskassenanschluss beschränkt.

Was bedeutet der Begriff Grenzsteuersatz im Zusammenhang mit der Säule 3a?
Der Höhe des Grenzsteuersatzes ist in erster Linie vom Wohnort und von der Höhe des steuerbaren Einkommens abhängig. Der individuelle Grenzsteuersatz bestimmt, wie hoch die Steuereinsparung bei Einzahlungen in die Säule 3a ist. Mehr zum Thema Grenzsteuersatz erfahren Sie hier:
Definition Grenzsteuersatz
Tabelle Grenzsteuersätze der Kantonshauptorte



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